Wie ist die korrekte Anhörung des BR bei Einstellung, Versetzuung etc.

  • hallo

    reicht es, wenn der arbeitgeber uns einfach eine email sendet mit den infos der neu einzustellenden person bspw. oder wie handhabt ihr es in eurem betrieb? und bezüglich der wochenfrist - werden also wochenden oder feiertage für dei 7 tage mitgezählt?

  • Hallo Sonnemond,

    sorry, aber Deine Fragen klingen nach einem BRM, dem das zwingend erforderliche Grundlagenwissen fehlt und das man in Schulungen zu erwerben hat!
    Wäre nur entschuldbar, wenn Du ein ganz frisch gebackenes BRM bist.

    Ob die Information des AG unvollständig ist, kann hier nicht beurteilt werden; es gibt aber keinerlei Formerfordernis, wie der AG zu informieren hat.
    Welche Informationen fließen müssen, kannst Du in jeder Kommentierung nachlesen. Hier findest Du schonmal einen kurzen Einstieg zum § 99 BetrVG und hier zum § 102 BetrVG.

    Selbstverständlich werden Wochenende/Feiertage bei der Anhörungsfrist mitgezählt. Lediglich wenn das Ende der Frist auf einen Samstag, Sonntag oder einen Feiertag zählt, tritt an dessen Stelle der nächste Werktag; Beispiele dazu z.B. hier.

    Gruß
    Kokomiko

  • Zitat von Kokomiko:

    Hallo Sonnemond,

    sorry, aber Deine Fragen klingen nach einem BRM, dem das zwingend erforderliche Grundlagenwissen fehlt und das man in Schulungen zu erwerben hat!
    Wäre nur entschuldbar, wenn Du ein ganz frisch gebackenes BRM bist.

    Gruß
    Kokomiko

    Ich muss jetzt hier mal paar Zeilen dazu schreiben. Es werden immer wieder (nicht nur von Dir Kokomiko also nicht Persönlich nehmen)

    Fragenstellende teils unschön als Dummis hingestellt.

    Auch der Hinweiß bei jeder Kleinigkeit eine Schulung zu machen ist aus meiner Sicht unrealistisch.

    1) stirbt dieses Forum wenn plötzlich alle auf dem selben wissenstand sind.

    2) Liegt nicht jedem gewählten BRM die Arbeit mit den Gesetzen gleich gut.

    3) Sind die letzten Wahlen vor ca. 1,5 Jahren gewesen. Wieviel Seminare kann mann in dieser Zeit haben?

    4) Finde ich es durchaus interessant alle möglichen Fragestellungen inkl. Anzworten in diesem Forum zu finden. Denn nur so bekommt mann ein Gefühl für die BR- Arbeit. Wenn wir aber auf jede Frage mit Vorwürfen/vorhaltungen reaigieren, werden sehr viele sich nicht mehr Fragen trauen. IST DAS DER WEG?


    5) Einige tun immer So als ob solche Seminare nix kosten. Für einen Konzern der Millarden Umsetzt sind 5-10000€ für ein Seminar natürlich Peanuts.

    Aber für Firmen die sich genau überlegen müssen ob sie sich eine essentielle Maschine/Arbeitsgerät für 3000€ leisten können oder gerade eben nicht ist das was anderes.

    Ich halte es für unverantwortlich in solchen Firmen alle verfügbaren Finanzmittel

    in Seminare für den BR zu stecken. Ein gewisses Fingerspitzengefühl sollte Mann da schon haben bzw. entwickeln dürfen. Und das geht nicht in 2 Wochen.

  • Mir nicht!

    Ohne Schulungen könnt Ihr keine vernünftige Betriebsratsarbeit machen! Dies wird zu Nachteilen für die Belegschaft führen! Und dafür seid Ihr nicht von den Kollegen gewählt worden. Wie sagte noch mal ein Arbeitsrichter zum Thema Betriebsratsseminare? Geld hat da zu sein. :P Wenn Euer AG jemand schulen will kostet ihn das auch Geld. Warum sollen Betriebsratsseminare dann zu teuer sein?

    Und nach so einem Seminar wisst Ihr dann auch Eure Rechte bei Einstellungen und Versetzungen :P

  • Evtl. sollte diese Diskussion in einem eigenen Thema diskutiert werden.

    Um diesen Beitrag nicht komplett zu vergewaltigen.

    Nur soviel: Es geht ja nicht darum KEINE Seminare zu besuchen.

    Sondern darum das es nicht beliebig viele in kurzen Abständen sein können/müssen.

    Für Firmen mit 1000+ Mitarbeiter sind sicher 4 Schulungen im Jahr kein Problem.

    Anders sieht es aber aus wenn es nur 20 Mitarbeiter sind.

    Zumal möglicherweise dann Personal in Schulungen sitzt die dringend im Betrieb

    gebraucht werden.

    Wir haben z.B. in 2 Wochen das 4 Seminar in 1,5 Jahren. Und würde jetzt mal sagen das es

    im richtigen Verhältnis zum Betrieb steht.

    Mehr wäre übertrieben, weniger unverantwortlich den MA gegenüber.

  • Zitat von BRatislaV

    Ich muss jetzt hier mal paar Zeilen dazu schreiben. Es werden immer wieder (nicht nur von Dir Kokomiko also nicht Persönlich nehmen) Fragenstellende teils unschön als Dummis hingestellt. Auch der Hinweiß bei jeder Kleinigkeit eine Schulung zu machen ist aus meiner Sicht unrealistisch.

    Keine Sorge, persönlich nehme ich das ganz bestimmt nicht, da ich mich auch nicht wirklich angesprochen fühle. ;)

    Ich stimme Dir zu, dass man nicht bei jeder Kleinigkeit auf eine Schulung hinweisen muss. Aber wenn Sonnemond z.B. vor 1,5 Jahren in den BR gewählt worden wäre, hätte man erwarten dürfen, dass ein unabdingbares Grundlagenwissen vorhanden ist.

    Und da ich bereits zu Beginn darauf hingewiesen habe, dass die Fragen für ein neu gewähltes BRM entschuldbar sind, wäre es ein leichtes gewesen, sich als neues BRM zu "outen"! Außerdem hat das Ganze überhaupt nichts mit "schlau" oder "dumm" sein zu tun!

    Aber wenn geschrieben steht, dass "nur" ein Erfahrungsaustausch gewünscht ist, sollte man als TE eines solchen Forums erwarten dürfen, dass es etwas auszutauschen gibt! Sonst sollte man als Newbie vielleicht einfach nur mitteilen, dass man mit dem Problem XY überfordert/-fragt ist und um Hilfe bitten.

    In hiesigem Fall hab ich die Anmerkung "fehlendes Grundlagenwissen" deshalb gemacht, weil in drei Threads Fragen gestellt worden sind, die auf einen ungenügenden Kenntnisstand haben schließen lassen und eben nicht auf einen erstmalig frisch gewählten BR!

    In einem Punkt scheinen wir uns ja einig zu sein ... ohne entsprechende (Grundlagen)Schulungen kann man die Interessen seiner KollegInnen nicht mit dem zwingend erforderlichen Sachverstand vertreten. Und da geht es nicht darum BetrVG 1-3 und auch noch Arbeitsrecht 1-3 innerhalb eines Jahres durchzuziehen. Davon halte auch ich überhaupt nichts!

    Gruß
    Kokomiko

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen