Whatsapp und die Probleme

  • Hallo zusammen

    Bei uns wurde irgendwann beschlossen das per WhatsApp kommuniziert wird in der Firma.
    Alle MA sind in der Gruppe und lesen alles mit.
    Nun stellen wir BR fest das died für Unruhe in der Belegschaft sorgt da fehler anderer kollegen gepostet wird und der chef auch dinge schreibt die die belegschaft spalten.

    Wir würden dies abschaffen wollen da es große Probleme verursacht und nicht den sozialen kontakt innerhalb den kollegen fördert.

    Haben wir da gute Karten dies durchzusetzen?Was meint ihr?

  • Hallo Samy2006,

    wer hat beschlossen das ihr mit WhatsApp arbeitet und wie habt ihr das geregelt? gibt es eine BV hierzu? Wer stellt die ganzen Endgeräte zur Verfügung?

    Wenn ihr keine Betriebsvereinbarung dazu habt, dann kann es auch nicht diesen Auftrag geben. Hier gibt es sicher eine Mitbestimmung.

    Wieso dort Fehler mit Namen gepostet werden verstehe ich auch nicht, ist sicher unzulässig.

    Wie nutzt denn der Betriebsrat dieses Werkzeug, da er doch sicher auch in der Gruppe drin ist?

    Aus der ferne sage ich, die Nutzung meines privaten Smartphon für Dienstliche Zwecke ist nicht gegeben. Hierzu kann ich auch nicht verpflichtet werden.

    Nach § 87 greift hier zu 100% die Mitbestimmung, ohne eine Betriebsvereinbarung kann es diese Anweisung nicht geben.

    Eine Gruppe die einmal eingerichtet ist läßt sich schwer wieder rückgängig machen.

    Wenn mann hier was verändern will, muss mann ggf. selber die Gruppe "zutexten" bis das keiner mehr dabei sein will und selber das Handtuch "schmeißt"

    Gruß

    Rabauke

  • Zitat von samy2006:

    Bei uns wurde irgendwann beschlossen das per WhatsApp kommuniziert wird in der Firma.

    Also gehe ich davon aus, dass ausnahmslos alle Mitarbeiter/innen ein Firmensmartphone haben?

    Ansonsten hat definitiv niemand zu beschließen oder zu bestimmen, welche Anwendung oder Software auf meine privaten Geräte kommt, fertig.

    Das kann - sofern überhaupt geschehen - nichtmal der Betriebsrat irgendwie mitbestimmen.

  • Hallo,


    der wichtigste Punkt, wo man da einen Hebel ansetzen kann, ist imho, die Tatsache, dass hier (erfahrungsgemäß ) sicherlich auch viel während der Freizeit "kommuniziert" wird, also Arbeitszeit und Freizeit nicht mehr klar zu trennen sind.

    Diese Unsitte (auch nur meine persönliche Ansicht), offizielle WhatsApp-Gruppen zu erstellen beobachte ich auch vermehrt in meinem Bekanntenkreis.

    Das geht schon mal soweit, dass AG z.B. in Richtlinien zu Krankmeldungen sinngemäß diktieren, dass AU am Vorabend per WhatsApp bzw. SMS den Kollegen mitzuteilen ist, damit für Vertretung gesorgt werden kann. Wohl dem, der Hellseher ist...

    Ich würde dazu raten, dass, wenn schon solche Gruppen existieren, ausschließlich arbeitsbezogen während der AZ kommuniziert wird; idealerweise auch noch moderiert, damit die Sachlichkeit gewährleistet bleibt.

    Wenn dann mehrere Personen ihre WhatsApp-Gruppen für Lästereien und sonstigen Klatsch nutzen wollen, sollen sie das ruhig tun, aber bitte privat und in der Freizeit.

    Meine Meinung dazu.

    Schönes Wochenende!

    Thomas

  • Hallo,

    klar muss sein, dass die Installation bzw. die Nutzung einer App auf dem privaten Mobiltelephon der AN nur auf Freiwilligkeit beruhen kann.

    M.E. ist auch klar, die obige Freiwilligkeit bzw. das Stellen von Firmenhandys durch den AG vorausgesetzt, dass der BR hier Mitbestimmung hat, wie bei anderen Kommunikations-/Datenverarbeitungssystemen auch, und dass der BR hier sehr klare Regeln im Rahmen einer BV vereinbaren muss.

    Wie eine Firma auf die Idee kommt, WhatsApp für die firmeninterne Kommunikation zu nutzen, ist mir eh schleierhaft. Dass da ggf. eminente Sicherheits- und Datenschutzprobleme auftauchen, sollte man wissen. Betriebsinterna sollte man so nicht austauschen, auch nicht andere schützenswerte Daten. Was sagt denn der/die DS-BeauftragteR des Betriebes dazu?

    Das die zielgerichtete arbeitsbezogene Kommunikation dadurch verbessert wird, ist auch eine Mär, zumindest, wenn die Gruppen nicht nach Aufgabengebieten aufgeteilt sind, und jedeR immer an jedeN schreibt... So wie das hier beschrieben wird, sehe ich eher zusätzliche Zeit- und Reibungsverluste...

    Grüsse Winfried

  • Zitat von Winfried:


    Wie eine Firma auf die Idee kommt, WhatsApp für die firmeninterne Kommunikation zu nutzen, ist mir eh schleierhaft.

    Halte ich auch grundsätzlich für Quatsch ... aber wir wissen ja alle was sich der ein oder andere Chef so ausdenkt :).

    Grundsätzlich (wenn das alles rein dienstlich auf Firmen-Smartphones, zu Firmenkosten und getrennt von Privater Nutzung abläuft): In Whatsapp wäre dann gespeichert, wer, wann was geschieben hat und zudem auch noch ersichtlich (bei gegebener Einstellung) wann die Kollegen zuletzt online waren.

    Da sehe ich ganz klar eine erzwingbare Mitbestimmung nach §87 (1) Nr.6 Betr. VG - man könnte damit Verhalten kontrollieren / auswerten.

    => Da ihr offensichtlich noch keine BV dazu habt könnte der BR also jederzeit den Finger heben, Verhaldlungen fordern und erstmal das Ganze auf Eis legen, bis eine BV dazu ausgehandelt ist.

    Oder eben auch klar deutlich machen, dass ihr kein Wahtsapp als Kommunikationsmittel in der Firma wollt. Im Zweifel geht das dann eben vor die Einigungsstelle.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen