Projektmanagementsoftware geeignet zur Leistungsüberwachung?

  • Ich habe mal wieder eine Frage.

    Bei unserer Entwicklungsabteilung soll ein Projektmanagementtool zur PRojektsteuerung und Kapazitätsplanung der Entwickler eingeführt werden. (TeamGANTT um genau zu sein).

    Dort werden alle laufenden Entwicklungsprojekte mit den entsprechenden Arbeitspaketen, Terminen und geplanten Zeiten (Laufzeiten und Arbeitszeiten) eingetragen.

    Soweit so gut. Sollte noch kein Problem sein. Finde ich als Projektleiter ziemlich gut das Tool.

    Jetzt kommt aber der Betriebsrat in mir wieder durch...

    Denn die entsprechenden Entwickler sollen den Projektfortschritt in dem Tool dokumentieren. Das heißt sie sollen regelmäßig (am besten täglich, damit es auch Sinn macht) eintragen, weiviele Stunden sie an welchem Arbeitspaket gearbeite haben und wie weit der Projektfortschritt ist.

    Nun die Frage:

    Ist das zulässig?

    Da ja die Arbeitszeiten und der Projektfortschritt (--> die Arbeitsleistung) den Namen der einzelnen Entwickler zugeordnet werden können. Und diverse Leute können diese Daten dann erheben.

    Gruß,

    Rockabilly

  • Hallo Rockabilly,

    ich bin Anwalt und muss mich öfter mit diesen Projekttools auseinandersetzen. Die Frage ist berechtigt, aber leicht zu beantworten:


    Die Beschäftigtendaten werden zum Zweck der "Durchführung des Beschäftigungsverhältnisses" verarbeitet. Darunter fällt die Nachhaltung des Projektverlaufs und der Projektbeiträge durch die einzelnen Beschäftigten. Dies ist bereits eine Überwachung i.S.d. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.


    Der Arbeitgeber kann die Informationen des Projekttools aber auch zur gezielten Leistungs- und Verhaltensüberwachung verwenden (mit gezielt meine ich, die Leistungsbewertung und - beurteilung). Dies wäre nach dem Datenschutzgesetz nicht unzulässig. Hier hilft nur eine klare Betriebsvereinbarung: Projektverfolgung ja, Leistungsbeurteilung der einzelnen Beschäftigten nein.

    Gruß

    Hasso

  • Team-ifb

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