Vorgesetzter

  • Hallo leute

    Folgendes Anliegen: heute war mein Vorgesetzter nicht da und auch sein Vertreter war im Urlaub. Ich hatte als BR meine BR Tätigkeit zu verrichten und wollte mich natürlich korrekt abmelden und stand nun da: bei wem soll ich mich abmelden wenn keiner da ist?

    Im meinem Arbeitsvertrag steht explizit das ich der gewissen Person A in disziplinarischer und fachlicher Hinsicht unterstellt bin.

    Person A war nicht da und die Vertretung Person B, gemäß Organigramm, war ebenso nicht da. Eine Ebene darunter gibt es nicht - was macht man da konkret und korrekt in so einem Fall damit es keinen Ärger gibt?

  • Was im diesem Fall der GF gewesen wäre - welcher auch außer Haus war...

    Wie ist das eigentlich grundsätzlich mit dem Thema "Vorgesetzter" - wer oder wir wird das definiert in der Firma?

    Es geht mir darum das mein (laut meinem Arbeitsvertrag) Vorgesetzter mir mitteilte, dass ab sofort ein normaler Mitarbeiter mein Vorgesetzter wäre und ich mich bei diesem abzumelden und anzumelden habe. Es gibt bei uns zwar eine Art Organigramm aber hier wird diese Person als ganz normaler MA wie z. B. ich gelistet - ohne besondere Weisungsrechte o. Ä.

    Da stellt sich mir nun schon die Frage - wie wird ein Vorgesetzter definiert, was darf er und was muss er können?

  • Guck mal in die RNs 50ff. vom BetrVG §37 vom Fitting.

    Da steht zum Beispiel: Die Anmeldung braucht nicht persönlich ... erfolgen. Email reicht.

    Meine BRMs melden sich dann bei den Kollegen aus der Abteilung ab, wenn die/der Vorgesetzte nicht da ist.

  • Hallo.

    Der AG im Rahmen seines Weisungsrechtes festlegen, bei wem das BRM sich abzumelden hat. Wenn das keinE VorgesetzteR ist, ist das das Problem des AG... Allerdings darf er das Abmeldeverfahren nicht erschweren durch Formalia, sie Abmeldung erfolgt formlos (mündlich, telefonisch, per Mail...).

    "Ein Betriebsratsmitglied, das an seinem Arbeitsplatz während seiner Arbeitszeit Betriebsratsaufgaben erledigt, ist grundsätzlich verpflichtet, sich beim Arbeitgeber abzumelden und die voraussichtliche Dauer der Betriebsratstätigkeit mitzuteilen. Zweck der Meldepflicht ist es, dem Arbeitgeber die Überbrückung des Arbeitsausfalls zu ermöglichen. Daher besteht keine vorherige Meldepflicht in Fällen, in denen eine vorübergehende Umorganisation der Arbeitseinteilung nicht ernsthaft in Betracht kommt. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalls. Dazu gehören insbesondere die Art der Arbeitsaufgabe des Betriebsratsmitglieds und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunterbrechung." (BAG 7 ABR 135/09) Hätte in dem von Dir beschdieben Fall der Ausfall überbrückt werden müssen jnd wenn ja, wer hätte das zu verantworten gehabt?

    Grüße Winfried

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen