Schwanger - neue GBU durch BR?

  • Hallo Kolleginnen und Kollegen,

    falls ich hiermit ein neues Thema erstellt habe, obwohl genau das schon besteht, dann tuts mir leid... :(

    Zu unserer Situation:

    Wir haben bei uns (ein Elektronik Einzelhandelsunternehmen) einen schwangere Kollegin im Verkauf. Ihr Job besteht zu 100% aus stehenden Tätigkeiten. Sie wird in der Regel für verschiedene Abteilungen (z.b. Computer, Handys etc.) eingeteilt. Eine sitzende Tätigkeit ist nich vorgesehen.

    Nun hat sie bereits mit unserer Chefin gesprochen und die hat angeboten, dass sich unsere Kollegin die Hälfte des Tages (also 4 Std.) ans Telefon setzen darf. Jetzt ist die Chefin seit zwei Wochen im Urlaub und alle anderen Manager tun nun so als wüssten sie nichts von dieser Absprache... Die Kollegin wird also ständig dazu aufgefordert in den Verkauf zu gehen. Die Manager machen das immer recht geschickt indem sie ihr ein schlechts Gewissen einreden wie z.b. "vorn ist viel los, die Kollegen gehen unter"...

    Eine GBU wurde bereits durchgeführt mit - natürlich - dem Ergebnis, dass es keine Gefährunden gibt. Es wurde lediglich festgehalten, dass sie nicht mehr in die Werkstatt gehen und keine Leitern besteigen darf. Die Kollegin hat bei der GBU - die übrigens ohne Beisein eines BR Mitglieds stattgefunden hat - nachgefragt ob denn die 4 Std. Telefondienst noch irgendwo notiert werden. Der Manager meinte dann wohl, dass dies ja bereits umgesetzt wird und dementsprechend keine Notiz notwendig sei... -__-

    Nun ist es so, dass weder die Arbeit im Verkauf noch der Telefondienst sinnvolle Tätigkeiten für die Kollegin sind. Wir haben teilweise extrem viele Kunden gleichzeitig. Somit ist der Geräuschpegel teilweise unerträglich, die Kunden sind teilweise sehr unfreundlich und selbst am Telefon ist die psychische Belastung für eine schwangere zu hoch.

    So - was lässt sich da nun machen?

    Haben wir als Betriebsrat die Möglichkeit den Arbeitgeber aufzufordern die GBU zu wiederholen? Somit würde man wenigstens mal die 4 Std. irgendwo schriftlich festhalten. Oder gibt es andere noch viel sinnvollere Möglichkeiten?

    Eigentlich bräuchte die Kollegin ein Beschäftigungsverbot - aber das ist ja wieder eine andere Sache...

    Ich bin über jeden Gedanken dankbar!

    Viele Grüße & Danke für eure Hilfe

  • Hallo,

    lasst euch das Protokoll der Gefährdungsbeurteilung geben. Fragt dann nach, warum das mit dem Sitzen nicht im Protokoll steht.

    Danach könnt ihr entscheiden, ob die GBU ordnungsgemäß durchgeführt wurde und wiederholt werden muss.

    So lange sollte sich die Kollegin AU schreiben lassen.

    Gruß

    Hubertus

    Ich habe als Kind nicht laufen gelernt um heute zu kriechen.

  • ich bin überrascht,

    das hier was ohne den BR gemacht wird, OK, das erlebe ich auch immer wieder mal, aber dass er Betriebsarzt hier nicth beteiligt ist wundert mich.

    Schwanger ist keine Krankheit und dauerhaftes arbieten im Stehen und in der Bewegung als Schwangere ggf. auch nicht schädlich für das ungeborene Kind. Das aber sollte ein mediziner entscheiden und nicth ein leihenhafter Arbeitgeber ohne medizinsche Grundkenntnisse.

    das die Geführdungsbetrachtung für das Ungeborene Kind auch den Lärmpegel berücksichtigen muss ist ja nur machbar, wenn hierzu messungen vorliegen die betrachtet werden können. Wie hier die Grenzwerte sind ab denen eine Gefährdung für das ungeborene Kind entsteht ist auch nur durch eine Fachkraft (Mediziner) möglich zu bewerten.

    Gruß

    rabauke

  • nein, nicht AU schreiben lassen sondern ein Beschäftigungsverbot durch den Hausarzt/Frauenärztin geben lassen da eine Gefährdung für das Kind vorliegt.

    anderes Thema und lohnfortzahlung auch über 6 Wochen hinaus.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen