Hat Arbeitgeber Anrecht auf Facharzt Nachweise

  • Hallo, wir haben einen Kollegen, der ist Langzeit erkrankt und wird es weiterhin noch länger sein. Der Kollege hat auch schon die Jahre vorher längere Ausfallszeiten.

    Er wurde zum BEM geladen und es fand statt , ist aber vom BEM-Team nicht geschlossen wurden, werden wir (BEM-Mitglieder von BR)auch nicht tun. Der Kollege macht eine Therpie bei Pshycholgen , dass weiß der Arbeitsgeber auch nicht und soll auch nicht bekannt werden.

    Die Personalabteilung hat nun bemängelt, dass die Krankschreibung /Folgebescheinigungen nur vom Hausarzt kommen. Der AG möchte, dass der Kollege mehr zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit mehr tut und möchte die Folgekrankschriebungen als Nachweise vom Facharzt oder Nachweis für Therapie (z.B: Psychologen).

    Kann der Arbeitgeber auf solle Krankschreibungen / Nachweise vom Facharzt/Psychologen bestehen, hat er ein Recht darauf??

    Meines Wissens nicht , dies verletzt zu sehr die Privatphäre. Er hat die Möglichkeit den Kollegen zum medizinischen Dienst zu schicken. Wie läuft dort dass Verfahren und wann kann er ihn schicken.

    Sie wollen natürlich den Druck auf den Kollegen erhöhen und die personenbedingte Kündigung vorbereiten. (Negative Zukunftsprognose)

  • Hallo,

    1.

    jeder niedergelassene Mediziner (Ausnahme: Radiologen) kann für jede Krankheit eine gültige AUB schreiben.

    2.

    Zweifelt der AG die AUB an, hat er seine Zweifel der KK mitzuteilen. Die prüft schon mal die Berechtigung der vom AG angegebenen Gründe. Sind diese Gründe aus Sicht der KK u. U. relevant, gibt die KK und niemand sonst ein Gutachten beim MdK in Auftrag. In den meisten Fällen erfolgt durch den MdK eine Prüfung nach Aktenlage, evtl. wird der Arzt um Befundberichte angeschrieben, der die AUB ausgestellt hat.

    Der MdK teilt das reine Ergebnis seiner Prüfung (AU ja/nein) der KK mit. Darüber hinaus unterliegt auch der MdK der ärztlichen Schweigepflicht.

  • Vielen Dank die Antworten , diese haben uns Rechtssicherheit gegeben , dies werden wir so mit AG und den Kollegen mitteilen, dass kein weiterer Druck auf den Kollegen aufbaut werden kann, der sich ja eh schon in einer nicht schönen Situation befindet.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen