zeitweise Versetzung in Tochterfirma, welche BV's gelten

  • Wir sind gerade etwas verunsichert. Vielleicht kann uns hier ja jemand weiter helfen.

    Folgende Ausgangslage:

    Ein Mitarbeiter wurde von der Muttergesellschaft zu uns zeitlich begrenzt (Projekt)versetzt. Da wir in einer anderen Branche arbeiten, gibt es bei uns so manche andere Regelungen. Laut unserer Kenntnis ruht der Arbeitsvertrag des Mitarbeiters und er hat für den Zeitraum den er bei uns ist, einen anderen Vertrag.

    Die eigentliche Frage ist aber folgende:

    In der Muttergesellschaft gibt es eine völlig andere Regelung bezüglich Arbeitszeit. Dort gibt es Langzeitkonten auf die Mitarbeiter ihre Überstunden schieben können.

    Als wir unsere Arbeitszeitregelung das letzte mal neu abschließen wollten, wurde uns vom Betriebsrat der Mutter dringend abgeraten solche Langzeitkonten einzurichten, da es dort zu vielen Problemen führte und sie am liebsten wieder los werden würden. Deswegen gibt es diese Konten bei uns nicht.

    Der oben erwähnte Mitarbeiter ist der Meinung die bei uns gültige BV Arbeitszeit gilt für ihn nicht, sondern die der Muttergesellschaft.

    Im BR sind wir uns etwas uneinig.

    Wäre Toll wenn ich hier ein paar Antworten finden würde.

  • Nachdem der Kollege sogar einen neuen Arbeitsvertrag hat, bei dem euer AG der Vertragspartner ist würde ich sagen, dass eure BV´s gelten.

    Wobei man durchaus mit dem Mutterkonzern reden könnte, ob man für den MA die Stundenkontenmodelle übernimmt.

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Sorry, aber da passt irgendwas nicht.

    Entweder der Kollege wurde versetzt/ausgeliehen, dann gilt sein alter Arbeitsvertrag inkl. aller BVen seines Arbeitgebers.

    Oder er hat tatsächlich einen ruhenden Arbeitsvertrag und einen zeitlich befristeten in der Tochtergesellschaft. Dann gelten auch die alten Regelungen nicht und nur die des aktuellen Arbeitsvertrages.

    Zeigt irgendwie einmal mehr, dass solche "Mauscheleien" schon mal kniffelig sein können. (Mauscheleien bewusst in "", denn prinzipiell ist es doch ok, wenn sich AG und AN auf einen Weg einigen um Probleme zu lösen - nur zu Ende gedacht (und geklärt!) sollte es sein.)

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Team-ifb

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