Kündigung während der Probezeit (Krankheitsfall)

  • Hallo zusammen,

    ich finde leider nur eine etwas ähnliche Sachlage, deshalb meine Frage hier im Forum.

    ich bin in der Probezeit (Start Januar, Krank zum 28.03 ) Krank geworden. Innerhalb der Probezeit habe ich dann auch meine Kündigung mit einer Frist von 14 Tage erhalten.

    Meine Kündigung habe ich am (Briefdatum 26.04 zum 10.05.2019 erhalten.

    Entgeldfortzahlung durch die Krankheit bis zum 08.05.2019.

    in der Kündigung steht "Wir stellen Sie ab sofort von der Pflicht zur Erbringung der Arbeitsleistung frei"

    Ich hätte eigentlich noch Resturlaub ca. 7,8 Tage.

    Dieser wurde mir aber in der Lohnabtrechnung für Mai nicht ausgezalt sondern nur das Gehalt bis zum 08.05.2019.

    Habe ich denn überhaupt Anspruch auf Abgeltund des Resturlaubes? Ich konnte den Resturlaub ja auch nicht nehmen, da ich Krank war.

    LG

  • Die Frage lässt sich mit den vorliegenden Informationen nicht abschließend beantworten.

    Pauschal: Du hättest Anspruch auf 4/12 des Jahresurlaubs (nur volle Monate der Beschäftigung zählen).

    Ebenso pauschal: der AG darf Resturlaub mit Freistellungszeit verrechnen. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. muss er in seinem Kündigungsschreiben (bzw. dem Schreiben zur Freistellung) klar darauf hinweisen, dass er evtl. Resturlaub auf die Freistellung verrechnen will. Ob das bei dir erfolgt ist kann ich den Informationen nicht entnehmen.)

    Der nächste Knackpunkt ist die Frage, ob die Zeit der AU auch dafür genommen werden darf (da müsste ich jetzt die dicken Bücher wälzen...)

    Auch wenn das vermutlich nicht das ist, was du hören möchtest, aber die intelligenteste Lösung dürfte sein, du gehst zum einem Fachanwalt für Arbeitsrecht und investierst die ca. 150,- Euro für eine Erstberatung. Der wird sich die Unterlagen ansehen und wird dir sagen können, ob du eine Chance hast, das Geld noch einzuklagen oder nicht.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Hallo,

    danke für die Antwort.

    Ebenso pauschal: der AG darf Resturlaub mit Freistellungszeit verrechnen. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. muss er in seinem Kündigungsschreiben (bzw. dem Schreiben zur Freistellung) klar darauf hinweisen, dass er evtl. Resturlaub auf die Freistellung verrechnen will. Ob das bei dir erfolgt ist kann ich den Informationen nicht entnehmen.)

    Nein es stand nichts darüber, das der Urlaub damit abgegolten ist. Nur dieser Satz "Wir stellen Sie ab sofort von der Pflicht zur Erbringung der Arbeitsleistung frei" und das übrliche bezüglich der Meldung innerhalb der Frist beim Arbeitsamt.

    Wir haben uns eigentlich nicht im bösen getrennt, deshalb hatte mich das nur gewundert.

    Ich frage erstmal an, wie mein Resturlaub nun abgeholten ist und entscheide dann ob ich zum Rechtsanwalt gehe.

    Ich bin immer davon ausgegangen, Kranheit und Urlaub sich nicht aufheben können und immer separat betrachtet werden müssen, aber die Konstelation Krank / Kündigung und Urlaub war mir bisher nicht bekannt.

    Danke nochmal für die Antwort.