Datenüberwachung?

  • Moin

    bei uns werden Arbeitszeit und Aufträge über eine App erledigt.

    Seit neuestem Hängt im Büroflur ein Monitor, wo jeder sehen kann wann jeder Mitarbeiter arbeitet und welche Aufträge er macht. Klarnamen der Mitarbeiter sind sichtbar.

    Die Frage ist, ob eine solche "Veröffentlichung" der Daten zulässig ist.

    Gruß aus dem Norden

  • guckst du § 87 (1) Ziffer 6 BetrVG:

    Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen;

    Sprich: ohne BR geht da nix (oder sollte es zumindest nicht).

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Zitat von Moritz:

    guckst du § 87 (1) Ziffer 6 BetrVG:

    Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen;

    Sprich: ohne BR geht da nix (oder sollte es zumindest nicht).

    Das Problem ist wiedermal: Das Ganze wurde eingeführt bevor es eine BR gibt

  • Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Darüber hinaus würde ich hier einen Datenschutzverstoß vermuten. Mir ist nicht klar wie hier der AG sein berechtigtes Interesse an einem öffentlich zugänglichen Monitor im Flur rechtfertigen will.

  • Wenn ich das in einem anderen Fred richtig gelesen habe, dann gibt es noch keinen BR in der Firma. Daher: Kein BR-Keine MBR.

    Ich würde aber einmal den Datenschutzbeauftragten eures Betriebes kontaktieren, wie er das sieht, ob das so in Ordnung ist. Ich denke nämlich, dass das öffentliche zeigen des MA-Statuses nicht der DSGVO entspricht.

    LG

    Markus

    Edit meint: Sorry im Prinzip hab ich das gleiche geschrieben, wie der Paragraphenreiter, man sollte den gesamten Thread lesen, bevor man schreibt.

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Hallo BRBremen,

    egal wann es eingeführt wurde kannst du individuell dagegen vorgehen.
    Dieses sind persönliche Daten und diese Veröffentlichung verstößt gegen den Datenschutz (Datenschutzgrundverordnung)

    Arbeitgeber auffordern sofort dieses zu unterlassen, ansonsten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Datenschutzgrundverordnung und schon erledigt sich das von selbst.

    Wenn nicht dann die Anzeige auch starten.

    Es gibt keine Notwendigkeit Personenbeziehbare Daten zu veröffentlichen. PUNKT.

    Welche Aufträge erledigt sind kann er veröffentlichen, aber nicht wer dafür zuständig ist, weil hierfür gibt es keinen Grund.

    gruß

    rabauke