Orthopädischen Gehörschutz

  • Ich musste jetzt erst einmal nachschauen, was orthopädischer Gehörschutz ist... (und habe dann festgestellt: kannte ich, nur nicht unter dem Namen)

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihr in einem Bereich arbeitet, wo ein Gehörschutz vorgeschrieben ist. Dafür gibt es jede Menge (vergleichsweise) kostengünstige Mittel (angefangen von simplen Ohrstopfen, über die berühmt berüchtigten "Mickey Mäuse" bis hin zur aktiven Lärmdämpfung (die dann schon nicht mehr so günstig ist!))

    Ganz prinzipiell gilt: der Arbeitgeber trägt die Kosten für notwendige Arbeitsschutzmittel. Betonung auf notwendig. Heißt der Lärmschutz an sich muss notwendig sein (das nehme ich mal als gegeben an), aber auch die spezielle Form als orthopädischer Lärmschutz muss notwendig sein. Nur weil er vielleicht angenehmer zu tragen ist, sähe ich nicht als Notwendigkeit an. Wenn der Kollegen aber (aus welchen Gründen auch immer) nachweisen kann (Betriebsarzt), dass er anders nicht den Schutzzweck erreichen kann, dann sehe ich den AG auch in der Kostenpflicht.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Wenn du Otoplasten (angepasster Gehörschutz) meinst, dann hat der AG die Kosten zu übernehmen, wenn die Gefährdungsbeurteilung das Tragen von Gehorschutz fordert und es keinen anderen Möglichkeiten gibt ( wie Moritz schon schrieb) den Lärm zu reduzieren.

    Orthopädischen Gehörschutz kenne ich auch nicht. Das müsste dann ja von einem Arzt angeordnet sein.

    Otoplasten sind da sinnvoll, in dem dauerhaft eine Lärmexpositionszeit von über 85 db vorliegt. Aber da schau mal in die Gefährdungsbeurteilung.