Krankheitsvertretung und "Nachrücker" mit Rückkehroption

  • Hallo zusammen,

    Es tut mir leid, dass ich immer nur Fragen stelle, aber ich kann einfach an Antworten noch nicht so furchtbar viel beitragen, von daher vielen Dank für eure Geduld :)

    Aktuell haben wir im Betrieb folgende Konstellation:

    Es gibt einen langzeiterkrankten Mitarbeiter Y (welcher mit gewisser Wahrscheinlichkeit dauerhaft ausscheiden wird), für welchen eine Krankheitsvertretung gesucht wird. X, Kollege des Erkrankten, möchte gern dessen Stelle übernehmen, jedoch mit Rückkehroption auf seine alte Stelle, sofern Y doch wieder arbeitsfähig werden sollte.

    Die alte Stelle von Mitarbeiter X soll als Krankheitsvertretung ausgeschrieben werden, da dieser Mitarbeiter ja im Falle der Rückkehr von Kollege Y seine Stelle für Kollegen X wieder räumen müsste.

    Nun sollen wir über die Versetzung des Kollegen X mitbestimmen und sind uns etwas unschlüssig, ob dieses Konstrukt tatsächlich rechtens ist. Schließlich wäre die Stelle von Kollege X ja "eigentlich" keine Krankheitsvertretung.

    Klar, für den neuen Mitarbeiter wird es keinen Unterschied machen, da dieser ja sowieso befristet als Krankheitsvertretung eingestellt würde, entweder direkt als Vertreter von Kollege Y oder eben "stellvertretend" für Kollege X.

    Andererseits "könnte" die Stelle von Kollege X ja eigentlich ganz regulär ausgeschrieben werden und wird es nur darum nicht, weil Kollege X gern seinen alten Arbeitsplatz in der Hinterhand behalten möchte.

    Sei ihm gegönnt! Nur wie ist eigentlich die Rechtslage dazu? Unser AG macht so oft hanebüchenes Zeug, dass ich mich darauf nicht verlassen möchte.

    Viele Grüße und danke schonmal :)

    Eure Bananenbrot

  • Hallo Bananenbrot,

    wenn Kollege X die Stelle von Y übernehmen sollte müsste folglich auch für Kollege X ein Nachfolger gesucht werden.

    Wenn Y dann evtl. doch wieder die Arbeit aufnimmt und X wieder zurück auf seinen alten Arbeitsplatz will, wass passiert dann wohl mit dem Nachfolger von X?

    Hört sich recht kompliziert an oder?

    Nach meiner Ansicht kann sich X schadlos auf die Stelle von Y bewerben ohne Rückkehroption.

    Sollte Y zurückkommen, muss der Arbeitgeber sehen wie er den Kollegen angemessen weiter beschäftig.

    Ist denn mit Kollege Y schon ein BEM-Verfahren durchgeführt worden?

    Ist der Kollege evtl. gar schwerbehindert oder gleichgestellt, was bei der Lesart deines Beitrages zu vermuten ist.

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  • Hi Nordfriese,

    Du hast es erfasst, es geht um den Nachfolger für Kollege X und ebenjene Stelle soll als Krankheitsvertretung ausgeschrieben werden. Kollege X will aber auf diese Stelle zurückkehren können, falls Kollege Y zurückkehren sollte. Ich würde vermuten, dass ihm ein "wird man dann sehen" zuwenig ist, konnte aber urlaubsbedingt mit ihm noch nicht selber drüber sprechen.

    Deswegen soll ja eben auch die Stelle von X als Krankheitsvertretung ausgeschrieben werden, damit man den neuen Kollegen im Falle des Falles schnell wieder "loswerden" kann.

    Kollege Y ist schwerbehindert und Ü60, BEM-Verfahren gab es bisher nicht, da der Kollege möglichst große Distanz zum Arbeitsplatz wünscht.

    Viele Grüße,

    Bananenbrot

  • Hallo Bananenbrot,

    habt ihr euch schon mal mit dem Thema Rente für Schwerbehinderte oder besonders längjährige MA beschäftigt?

    Wir sind in solchen Fällen gemeinsam mit unserer Personalleiterin sehr kreativ, soll heißen, wenn ein MA aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann/möchte, finden wir immer einen Weg für einen vorzeitigen Ausstieg ohne große finanzielle Einbußen.

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  • Ja, das Problem ist tatsächlich, dass der Kollege sich zur Perspektive derzeit auch gar nicht äußern kann (vielleicht auch möchte). Von daher ist eine langfristige Planung halt schwierig.

  • Der MA muss aber irgendwann für sich eine Lösung finden, denn auch die AU ist irgendwann vorbei und was kommt dann?!

    Dann fangen die Probleme (Finanzen) erst richtig an.

    Das Problem sollte daher nicht auf die lange Bank geschoben werden denn das macht die Situation nicht besser.

    Auch der AG muss Planungssicherheit haben was die Stellenbesetzung betrifft.

    Wenn du möchtest, kann ich dir gerne mal unser Vorgehen per PN zukommen lassen.

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  • Ja, da bin ich ganz bei Dir, aber man kann ihn ja nicht zwingen und ich glaube auch nicht, dass das die Situation zum Besseren verändern würde. Der Kollege ist viele Jahre im Betrieb gewesen und da würde ich es auch schwierig finden, jetzt auf eine Perspektive zu drängen, die er anscheinend ja selber nicht hat. Er bleibt ja nicht zum Spaß daheim.

    Euer Vorgehen würde ich trotzdem gerne lesen, also sehr gern! :)

  • Hallo Bananenbrot

    du hast eine PN

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  • Ich würde davon abraten, die Stelle von Kollege Y, intern zu vergeben, um diesen Reigen gar nicht erst entstehen zu lassen.

    Ein Externe neuer MA kann befristet, mit Sachgrund eingestellt werden und bei Rückkehr von Kollege Y entsprechend den Arbeitsplatz wieder verlieren, indem man nicht verlängert.

    Wenn definitiv feststeht, das Y nicht zurück kommt, kann Kollege X immernoch die Stelle von Y bekommen, indem man die Befristung des exterenen MA auslaufen lässt und intern ausschreibt.

    Oder ganz anders die Lücke durch Arbeitnehmerüberlassung schließen, dann kann ich jederzeit ohne Kündigungsfristen den Platz von Y wieder freimachen.

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  • ich verstehe das Problem nicht,

    wenn der "krankheitsvertreter" unbefristet eingestellt ist gibt es hier eh kein Problem.

    Sollte der langzeitkranke wieder zurück kommen, so muss geschaut werden, wo wird dieser eingesetzt. ggf. muss einer das Feld räumen, dann kommen wir zur Sozialauswahl. das der vertreter mit dem neu eingestellten vergleichbar ist wird zwischen den beiden verglischen und ggf. genau hierüber der neu eingestellte wieder abgebaut, da dieser einen geringeren Schutz hat.

    Gruß

    rabauke