AG gibt inhouse Seminar Datenschutz nicht frei

  • Hallo zusammen,

    wir sind ein 11er Gremium und wollten eine inhouse Schulung Datenschutz teil 1 machen, aber der AG sieht dies nicht als notwendig da wir einen Datenschutzkoordinator haben, wir möchten aber das alle eine bekommt da Datenschutz jeder einhalten muss und unser Koordinator sonst nichts anderes mehr macht.


    Meine Frage daher:


    Gibt es Urteile darüber oder gute Argumente die ich dem AG gegenüberbringen kann?


    MFG Rashed

  • Na das Seminar erfüllt doch wohl die Anforderungen an eine Freistellung nach §37.6 BetrVG und alle BRM haben einen Anspruch auf das nötige Grundlagen Wissen.


    Wenn wir nur auf Seminare gehen würden die unser AG für notwendig hält wäre der ifb schon längst Pleite ;)

  • Hallo Rashed,


    dann solltet ihr mit eurem AG anders sprechen.

    macht ihm Klar, dass dieses ein Seminar nach §37.6 ist, an dem zumindest der gesamte EDV-Ausschuss ein Teilnahmerecht hat, dem er sich nicht verweigern kann.

    Ein Seminar für 5 Ausschussmitglieder kostet neben den 6000,-€ Seminargebühren, den 30 Tagen Lohnfortzahlung, den Hotelgebühren für Übernachtung und Vollverpflegung von ca. 5000,-€ auch noch die Anfahrtskosten von ca. 500,-€.

    Alles in Allen Kosten in höhe von mehr als 20000,-€.

    Das Inhouseseminar zum gleichen Thema dauert nur 2,5 Tage, da es genau auf euch zugeschnitten ist und somit ändern sich in der Lohnfortzahlung nicht viel zu seinem gunsten (11x2,5=27,5).

    Verpflegung und Hotel ist aber nur für 2 Referenten erforderlich für 2 Nächte, macht Kosten von 1000,-€ statt 5000,-€

    Das Inhouseseminar kostet 1500,-€ je Tag also 3750,-€ statt 6000,-€ und die Anfahrt liegt bei 100,-€ statt 500,-€.


    Somit spart er zum einen ca. 7000,- € und hat den Vorteil, dass alle geschult sind und nicht bei einem Wechsel im Ausschuss er wieder die Kosten einer Schulung von ca. 4000,-€ übernehmen muss.


    Wenn mann Inhouse plant, dann helfen Kostenbetrachtungen meist mehr als nice to have für alle.

    Meine Erfahrung


    Gruß

    Rabauke

  • zumindest der gesamte EDV-Ausschuss ein Teilnahmerecht hat Zitat Rabauke


    sehe ich nicht so!:)

    Grundsätzlich sind alle BRM dazu verpflichtet die Bestimmungen des Datenschutzes einzuhalten da diese mit personenbezogene Daten von AN und Bewerbern arbeiten. Deswegen ist die Schulung für alle BRM erforderlich.

  • Hallo Schwede, das stimmt, alle BR Mitglieder und alle Beschäftigte sind dazu verpflichtet den Datenschutz einzuhalten. Darum führen die Datenschutzbeauftragten (zumindest in den Großbetrieben die ich kenne) regelmäßig schulungen zu den Anforderungen des Datenschutzes während der AZ durch.


    Das Seminar nach §37.6 ist ein Spezialseminar.

    Hier geht es darum die hierfür zustänigen BR-Mitglieder darüber aufzuklären, was alles getan werden muss um den Gesetzlichen Anforderungen zu genügen und wo die Mitbestimmung ist.

    Da sehe ich erstmal nicht die Grundlage für diese Schulung braucht jeder.


    Damit kommst du auch nicht vor dem Arbeitsgericht durch (meine Annahme). Schaue dir doch mal bitte die Schulungsinhalte an.


    Wichtig aber, ich bin mit dir einig, dass es sinnvoll ist, wenn alle diese Schulungen haben. Daher argumentiere ich in solchen Fällen immer mit dem Kosten-Nutzen efect. Win Win für beide, die Inhousschulung ist preiswerter für den Arbeitgeber und der Nutzen des BR alle sind geschult. Es gab sogar ein Inhouseseminar, da haben wir HR gleich mit geschult, weil diese Schulung auch für HR sinnvoll war :).


    Gruß

    Rabauke