Heben und Tragen im großen Umfang

  • Hallo,


    ich oute mich gleich mal als unwissend :|


    Wir lagern seit kurzer Zeit Ware für einen Kunden. Die Kartons kommen u.a. auch in Übersee Containern bei uns an. In den Containern befinden sich dann bis zu 1.300 Kartons mit Gewicht von 10-27 kg, die von Hand zu entladen und auf Paletten zu stapeln sind. Vorhandene MA 3-4.


    Eine Gefährdungsbeurteilung zum Heben und Tragen ist vorhanden aber auf die normale Lagertätigkeit ausgerichtet, bei der Heben und Tragen nicht zu den Hauptaufgaben zählt und im Normalfall nur gelegentlich anfällt.


    Gefährdungsbeurteilung anpassen ist klar aber wie sieht das konkret aus?

    Selbst wenn Pausen für die MA geregelt werden, ist das für 3-4 MA ein Knochenjob.


    Hat jemand Vorschläge, wie wir den Kollegen am besten helfen können?


    Vielen Dank im Voraus.


    VG whynot

    Die Frage ist nicht "WARUM" - Die Frage ist "WARUM NICHT"

  • Hallo Whynot,


    google mal "Lastmerkmalmethode" das ist ein recht gutes Tool, um einen Anhaltspunkt für die körperliche Belastung beim Heben und tragen zu bekommen.


    Allerdings sollte man diese Methode nicht einfach so anwenden, sondern vorher ein bisschen in das Thema einlesen.


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Allerdings sollte man diese Methode nicht einfach so anwenden, sondern vorher ein bisschen in das Thema einlesen

    oder bzw und auf jeden Fall dazu


    Fachkraft für Arbeitssicherheit

    hinzuziehen.

    BG auch aber erstmal denke ich intern, BG ist ja quasi eine "Behörde" und manche AG werden komisch wenn man eine Behörde ins Haus holt, auch wenn uns das als BR egal sein kann würde ich das im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit erstmal ohne versuchen bzw mit dem AG absprechen

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • wir haben jetzt die LMM heben-halten-tragen erstellt und die FaSi hat dazu ein Schreiben verfasst.

    Die körperliche Belastung ist so hoch, dass jeder einzelne MA max. 30 Minuten diese Arbeit verrichten darf.


    Es wurden jetzt zwei Leiharbeiter bestellt, die sollen den Job machen und die werden das auch machen. Geplante Einsatzzeit ca. 3 Stunden und das schon übermorgen.


    MB bei der Gefährdungsbeurteilung und den Maßnahmen haben wir ja und wenn man sich nicht einig wird ggf. Einigungsstelle aber das dauert ja bis da was zustande kommt.


    Mit der BG drohen wäre eine Möglichkeit.


    Gibt s ansonsten Tipps, wie wir das angehen könnten?


    Danke im Voraus

    whynot

    Die Frage ist nicht "WARUM" - Die Frage ist "WARUM NICHT"

  • also wenn eigene MA das max 30min machen dürfen dann gilt das für LA auch, das müsst ihr als BR durchsetzen, LA sind meist noch leidensfähiger.

    Wenn der AG nicht hören will dann BG oder, zumindest bei uns in Hessenm die Regierungspräsidien.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Hallo,


    ich hätte noch eine Frage hierzu.

    Wenn die FaSi extern ist und der BR sich für diverse Fragen dessen bedient, fällt das dann schon unter Sachverständiger gem. §80 (3) BetrVG?

    Oder nimmt die FaSi eine Sonderstellung ein, sodass sich der BR auch ohne nähere Vereinbarung Infos holen und beraten lassen kann?


    VG whynot

    Die Frage ist nicht "WARUM" - Die Frage ist "WARUM NICHT"

  • die FaSi hat schon lt. Gesetz mit dem BR zusammenzuarbeiten, nein kein Sachverständiger

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