Betriebsratgremium lehnt Beschluss für eine Umbuchung des Seminars ab

  • Hallo,


    ich brauche Rat oder Infos.

    Ich hätte im April dieses Jahres Seminare besuchen sollen. Der Beschluss war schon im Oktober dazu gemacht.

    Durch die Corona Krise durften wir diese nicht besuchen.

    Ich hatte dann mit dem Personaler, der dafür zuständig ist, geredet und durfte sie für den August umbuchen.

    Also die Seminare waren schon beschlossen.

    Meine Frage nun: Brauche ich für die Umbuchung einen neuen Beschluss?

    Einige meiner Kollegen sind bezüglich der Seminar missgünstig und haben jetzt die Chance genutzt, es mir zu verweigern.

    Ich bin total perplex, weil die Gründe dafür nicht sachlich und stichhaltig sind.

    Jetzt hab ich gelesen, wenn ich die Seminare nicht antreten darf, kann der Arbeitgeber mich dazu verpflichten die Kosten zu tragen.


    Es geht um eine Ausbildung, die der Arbeitgeber befürwortet hat. Und es ist viel Geld.

    Ich finde keine Infos darüber, was ist , wenn das Betriebsratsgremium den Beschluss der Umbuchung verweigert.


    Vielen Dank im Voraus.


    Freundliche Grüße

    Branki

  • Der Beschluss zur Schulung umfasst zwingend auch Ort und Zeitpunkt: D.h. bei einer Umbuchung ist ein erneuter Beschluss fällig. Nach aktueller Lage muss die Schulung somit storniert werden.


    Kannst Du mehr ins Detail gehen, um was für eine Ausbildung es sich handelt?

  • Danke für die Antwort.

    Es handelt sich um eine Ausbildung als Mediator.

    Wir hatten verschiedene Projekte zu einer Fehlerkulturveränderung / minimierung.


    Ich habe eine psychotherapeutische Ausbildung und habe bei dem Personalchef angefragt, ob

    er so eine Ausbildung befürworten würde. Ohne seine Einwilligung hätte ich das gar nicht beim BR angefragt.


    Die Umbuchung hätte ich ohne die Einwilligung des Pers. chef auch nicht gemacht. Dadurch meinte er, er spare Geld.

    Na das war jetzt ja für die Katz.


    Bei uns im Gremium sind Zustände und unterschwellige Konflikte an der Tagesordnung.

    Solche infantile Verhaltensweisen kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich hatte gedacht, wir sind erwachsene Menschen.


    Also werde ich die Schulung stornieren.

  • Wenn der Arbeitgeber einverstanden ist und Dir Freistellung und Kostenübernahme auch ohne einen erneuten BR-Beschluss garantiert, am Besten schriftlich, spricht imho nichts gegen eine Teilnahme an der Ausbildung, BR-Querelen hin oder her.

  • Hallo Branki,


    wenn der BR für sich feststellt, dass er nun keinen Mediator in seinen Reihen benötigt. Dann ist das so.


    Hier handelt es sich um eine Spezial-Schulung. Der BR muss für sich die Notwendigkeit sehen und in die die Person sehen, die seiner Meinung nach dafür geeignet ist die Interessen des BR zu verstehen und umzusetzen.



    Der BR sieht es nicht mehr und fertig.


    Nun sieht der Arbeitgeber, dass du für diese Schulung aus seiner Sicht geeignet bist (Interessenkonflikt ggf. vorauszusehen aus Sicht des BR).

    Dann gibt es im BetrVG die §§ 96,97,98

    Auch hier hat der BR ein "Mitbestimmungsrecht". Der Ag darf nicht einfach so jeden weiterbilden wie er es für richtig hält, sondern hat die Maßnahmen mit dem BR zu beraten, die Bedenken des BR anzuhören, Ergänzungen vorzunehmen etc.


    Sollte der AG also feststellen, jawohl Branki ist für uns ein guter Mediator, der durch dann sein erlerntes die Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitgeber und dem BR positiv beeinflusst, dann muss auch der AG dem BR mitteilen, dass er für dich diese Schulung plant und bezahlen will. Der BR kann dann feststellen, ok, mach doch oder feststellen, ne branki ist nach unserer Meinung aus den und den Gründen weniger geeignet wir Herr Müller von der IT, und außerdem haben wir auch im Bereich deutlich mehr bedarf an einem Mediator als in unserer Zusammenarbeit. das läuft doch prima.


    Und dann gehst du oder weil der AG es sich nicht mit dem BR verscherzen will geht keiner .


    Gruß

    rabauke