Organisationsgrad im Unternehmen

  • Hallo,


    da ist schon teilweise etwas dran. Die NGG zum Beispiel verlangt laut Satzung einen Organisationsgrad größer als 50% für Verhandlungen über einen ersten Haustarifvertrag/Anerkennungstarifvertrag (bei OT Betrieben)


    Gruß

    BR-Kollege

  • also eigentlich ganz einfach.

    Der Wirtschaftsingenieur geht zur zuständigen Gewerkschaft, lässt sich die Vorteile und Nachteile einer Mitgliedschaft erklären und durch den ihm eigenen Sachverstand und Scharfsinn erkennt alle Lügen und Ammenmärchen und weiß daher nach den Erklärungen genau was los ist.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • sorry bin nicht in der für Dich zuständigen Gewerkschaft aber wie schon geschrieben

    Der Wirtschaftsingenieur geht zur zuständigen Gewerkschaft, lässt sich die Vorteile und Nachteile einer Mitgliedschaft erklären und durch den ihm eigenen Sachverstand und Scharfsinn erkennt alle Lügen und Ammenmärchen und weiß daher nach den Erklärungen genau was los ist.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Hallo lieber Wirtschaftsing.,


    natürlich wird sich das jetzt für dich nach sozialistischem Geschwätz anhöhren, allerdings liegen die Gründe doch eigentlich auf der Hand.


    Einmal zum Thema Organisationsgrad und Haus- bzw. Anerkennungstarifvertrag.

    Sicherlich wird es so sein, dass eigentlich alle Gewerkschaften einen gewissen Organisationsgrad benötigen, bevor sie in Tarifverhandlungen gehen. Dieser wird so zwischen 30 und 60% liegen. Stell dir vor, der Arbeitgeber stellt sich bei den Verhandlungen zu einem Haustarifvertrag quer und es stehen dann von 2000MA im Betrieb alle drei Gewerkschaftsmitglieder vor dem Tor und streiken. Ich denke die nächsten Verhandlungen werden einfach, denn der Arbeitgeber hat sich wahrscheinlich totgelacht.


    zum Zweiten: Organisationsgrad und Betriebsbetreuung.

    Nachdem Gewerkschaftssekretäre in der Regel ein bis zwei Studiengänge hinter sich haben und sich im Laufe ihrer Karriere ständig weiterbilden, sind sie auch nicht unbedingt die günstigsten Arbeitnehmer. Deshalb kann ich Gewerkschaften durchaus verstehen, dass sie nur Betriebe betreuen, die genügend organisiert sind, oder wo sie davon ausgehen, dass der Organisationsgrad gesteigert werden kann. (letzteres macht leider nicht jede Gewerkschaft) Die Gewerkschaftssekretäre werden ja, wie fast die gesamte Tätigkeit der Gewerkschaften durch die Mitgliedsbeiträge bezahlt.


    Und die dritte Frage nach den Vorteilen für die Belegschaft kannst du dir im Prinzip selbst beantworten.

    Schau dir einfach die unterschiedlichen Betriebe und Branchen an und vergleiche die Arbeitsbedingungen zwischen tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Unternehmen, sowie die Arbeitsbedingungen bei Mitgliedsstarken Gewerkschaften sowie weniger starken Gewerkschaften.


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand