Arbeitsplatz im Risikogebiet

  • Hallo,


    in Deutschland selbst gibt es sogenannte Risikogebiete. Angesichts steigender Infektionszahlen stellt sich mir eine Frage. Ich lebe noch in keinem Risikogebiet, mein Arbeitsplatz könnte in Kürze in einem solchen liegen, wie sollte sich mein Arbeitgeber verhalten? Was gibt es zu beachten? Eigentlich müsste man bei Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne.


    Es wäre natürlich gut wenn er mich im Homeoffice belassen würde, aber im Moment plant er das genaue Gegenteil, er möchte das die MA langsam wieder ins Büro zurückkehren.


    Eine BV Homeoffice oder ähnliches haben wir noch nicht, wir haben für das Büro ein Hygienekonzept.


    Grüße

    Bernd

  • Hallo,


    Was gibt es zu beachten? Eigentlich müsste man bei Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne.

    Nein - das gilt nicht wenn es innerhalb Deutschlands ist.


    DAs mag vielleicht mal in Zukunft so kommen, aber dann wird das vom Gesundheitsamt / Ordnungsamt verhängt.


    Der BR kann das natürlich zum Anlaß nehmen um über Home Office Angebote des AG zu verhandeln,

    aber einen Rechtsanspruch auf Home Office entsteht dadurch nicht.

  • Nein - das gilt nicht wenn es innerhalb Deutschlands ist.

    Für Schleswig-Holstein gilt genau das bereits, wenn ich aus einem, der als Risikogebiete in Berlin, nach SH zurückkomme.


    Edit: Nenya war da schnellere.


    Das gilt aber nicht für (tägliche) Berufspendler.

    Das trifft auch für Berufspendler zu, die die Deutsche Grenze passieren müssen, war Anfang des Jahres bei uns so, weil wir auch Kollegen aus Dänemark haben, die in Deutschland arbeiten und umgekehrt.

    Das Leben ist Veränderung

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    Benutze das, was du hast!

    Aber versuche jeden Tag etwas neues zu benutzen!
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    2 Mal editiert, zuletzt von Der Nordfriese () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Der Nordfriese mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • ja da ist er wieder unser schöner Förderalismus, RLP ist es zu beachten, die Kollegen aus NRW und Hessen, die auch bei uns arbeiten müssen es nicht beachten.

    Selbiges gilt bei den Regeln der Absonderung/Quarantäne auch, immer irgendwo irgendwas anders

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Ja, der föderale Flickenteppich schlägt wieder zu. Wir haben bei der Erarbeitung einer BV Homeoffice / Mobiles Arbeiten etwas gepennt. Zur Endschuldingung taugt gerade noch, das wir mit Kurzarbeit zu kämpfen hatten.

  • Wir haben bei der Erarbeitung einer BV Homeoffice / Mobiles Arbeiten etwas gepennt

    da benötigt man auch bei den meisten AGs noch viel Zeit und, so zumindest bei uns, immer noch Bohrer für die dicken Bretter.

    Gerade bei Home Office/Telearbeit ist aber auch so viel zu beachten das sollte man nicht übers Knie zerbrechen.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Ich lebe noch in keinem Risikogebiet, mein Arbeitsplatz könnte in Kürze in einem solchen liegen, wie sollte sich mein Arbeitgeber verhalten?

    na, so jedenfalls nicht:

    Es wäre natürlich gut wenn er mich im Homeoffice belassen würde, aber im Moment plant er das genaue Gegenteil, er möchte das die MA langsam wieder ins Büro zurückkehren.


    Was gibt es zu beachten?

    Den SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard:

    "Besondere technische Maßnahmen

    1. Arbeitsplatzgestaltung
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ausreichend Abstand (mindestens 1,5 m) zu
    anderen Personen halten. Wo dies auch durch Maßnahmen der Arbeitsorganisation nicht
    möglich ist, müssen alternative Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Transparente
    Abtrennungen sind bei Publikumsverkehr und möglichst auch zur Abtrennung der
    Arbeitsplätze mit ansonsten nicht gegebenem Schutzabstand zu installieren.
    Büroarbeit ist nach Möglichkeit im Homeoffice auszuführen. Andernfalls sind für
    Büroarbeitsplätze die freien Raumkapazitäten so zu nutzen und die Arbeit so zu
    organisieren, dass Mehrfachbelegungen von Räumen vermieden werden können bzw.
    ausreichende Schutzabstände gegeben sind
    ."(Fettung von mir)


    Hygienekonzept für das Büro ist ja schön und gut und auch notwendig, das ändert aber nichts daran, dass Büroarbeit nach Möglichkeit im Homeoffice auszuführen ist (nicht sollte oder könnte).


    Daher würde ich hier den AG mal freundlich auffordern ausführlich darzulegen aus welchen sachlichen Gründen jetzt kein Homeoffice mehr möglich sein soll. Und auch wie er gerade jetzt auf so eine Idee kommt, wo weltweit die Infektionszahlen wieder steigen und sich in Deutschland jede Klinik und jeder Rettungsdienst mit Hochdruck auf eine massive 2. Welle vorbereitet.

  • Bereits seit gestern ist Berlin offiziell schon Risiko Gebiet. In meinem Büro können wir uns jetzt aussuchen, ob wir ins Büro kommen oder einfach im Home-Office bleiben wollen. Die meisten Leute entscheiden sich für das Home-Office, ich gehe einmal pro Woche ins Büro, und mit der Maske im Büro herrscht... das ist ein bisschen kompliziert