Urlaub von MA veröffentlichen

  • Kurze Frage zum Thema Resturlaub.

    Darf der Ag eine Liste veröffentlichen, wo der Resturlaub seiner MA erfasst wird ?



    In der DSGVO bin ich noch nicht fündig geworden oder habe am falschen Ende gesucht.

    Das Chaos zu beherrschen... das ist eine Kunst

  • dergeneral

    Hat den Titel des Themas von „Urlaub / Mehrarbeitszeit von MA veröffentlichen“ zu „Urlaub von MA veröffentlichen“ geändert.
  • Hallo,


    aus dem Bauch herraus würde ich NEIN sagen.


    Nach DSGVO heißt es einfach ausgedrückt, die Verabbeitung sämtlicher Personenbezogenen Daten (Hier Name der Mitarbeiter) ist untersagt, ausser ein Gesetz oder eine Notwendigkeit erlaubt es.

    Gut das ist sehr einfach ausgedrückt und alle §§-Kenner hier im Forum steinigen mich sicher ;-)


    Aber für mich geht das mal gar nicht.
    Nur einen passenden § kann ich dir nicht benennen.

  • Kurze Frage zum Thema Resturlaub.

    Darf der Ag eine Liste veröffentlichen, wo der Resturlaub seiner MA erfasst wird ?



    In der DSGVO bin ich noch nicht fündig geworden oder habe am falschen Ende gesucht.

    Kurze Antwort: Nein


    Lange Antwort:

    die DSGVO läßt zwar bei berechtigtem Interesse eine Veröffentlichung zu, allerdings sehe ich keinen Grund der ein berechtigtes Interesse ergibt. Siehe hierzu Art. 6 DSGVO damit bliebe nur eine freiwillige Einverständniserklärung aller Betroffener.


    Viele Grüße

    Bernd

  • Darf der Ag eine Liste veröffentlichen, wo der Resturlaub seiner MA erfasst wird ?

    Ich frage mich ja gerade, was der AG mit der Liste will?


    Wohlwollend soll es vielleicht die Aufforderung an die einzelnen AN sein, ihren Urlaub zu planen/zu nehmen. Ist aber nicht rechtssicher, da der AG nicht nachweisen können wird, dass der einzelne AN die Liste zur Kenntnis genommen und/oder geprüft hat. Er wird um eine individuelle Aufforderung nicht herumkommen.


    Weniger wohlwollend stellt der AG hier die Kollegen an den Pranger. Geht auch nicht.


    Wenn es einen abteilungsübergreifenden Informationsbedarf gibt, dann kann er eine Liste veröffentlichen, auf der zusehen ist, wieviele Urlaubstage in welcher Abteilung noch zu verplanen sind (weil sich daraus evtl. Koordinatiosschwierigkeiten ergeben), aber die Namen einzelner AN - nie nicht!

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • ich sage evt. ja, wo veröffentlichen.

    Wenn der AG seinem jeweiligen Vorgesetzten eine Liste mit den Resturlaubstagen aus 2020 zukommen läßt mit dem Hinweis dafür sorge zu tragen dass diese Abgebaut werden dann ja,


    wenn der Arbeitgeber netterweise dem BR diese Liste übergibt, weil er nun einen urlaubsabbauplan erstellen will dann ja


    wenn der Arbeitgeber diese Liste der Agentur für Arbeit übergibt, weil der kurzarbeit abgerechnet hat, dann evt. auch ja wenn dieses von der Agentur angefodert wurde


    daher ich bin da zwiegespalten und nicht pauschal bei nein.

  • Klar,


    ab dem 20.12 bis Neujahr macht der Betrieb zu, in einer BV mit dem BR geregelt, weil alles noch genügend Resturlaub haben, Urlaubsjahr das Kalenderjahr ist und so sicher gestellt wird, dass alle auch wirklich 2 Wochen Am Stück mal frei hatten ;) wie es das Gesetz verlangt.

    Damit 8 Tage Abbau bei jedermann


    Auch das ist zulässig


    Gruß

    rabauke

  • hallo Schwede,


    wir Kontrollieren immer die Urlaubslisten und Resturlaubsstände zur Jahresmitte. Wenn uns dann die Resturlaubstände in einigen Bereichen zuviel sind gehen wir genau mit dem Anspruch mit einer BV auf dem Arbeitgeber zu, zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter. Mitlerweile brauchen wir das jedoch nicht mehr, denn der Arbeitgeber legt nun auch Wert darauf, dass zum Jahresende der Resturlaub gegen Null bei jedem einzelnen strebt.


    Gruß

    rbauke