Abschaffung des Prämienlohns - Sicherung der Ausbringung

  • Hallo zusammen,


    unsere Fertigungsmitarbeiter bekommen zum Grundlohn noch einen Prämienlohn, der sich je nach erbrachter Leistung variabel gestaltet. Das heißt, dass das monatliche Einkommen nie gleich ist. Hinzu kommt noch der Zeitdruck (Stress), weil man einen gewissen Leistungsgrad erreichen möchte. Dadurch entstehen wiederum mehrere Fehler in jeglicher Art.

    Nun war die Überlegung, ob man den Prämienlohn abschafft und somit auch den Stress nimmt und die Fehler minimiert.

    Damit unser MA keinen finanziellen Nachteil erleiden, würde man den Durchschnitt des Prämienlohns von einem Jahr nehmen und auf den Grundlohn legen. Somit hätte man schon einmal jeden Monat immer das gleiche Einkommen.

    Unsere GL hätte nichts dagegen, aber möchte gleichzeitig eine Absicherung der Ausbringung haben. Die GL ist der Meinung, dass die Leistung der Fertigungsmitarbeiter bei Abschaffung der Prämie in den Keller geht und mit ihr auch die Ausbringung.

    Nun zu meiner Frage:

    Welche Möglichkeiten gibt es, dass die Ausbringung so halbwegs garantiert ist?

    Vielleicht habt ihr auch ganz andere Vorschläge, würde mich auf jeden Fall darüber freuen.


    Gruß

    Hasi

  • Um die Auswirkungen zu sehen hilft nur die Probeweise Einführung des neuen Modells. Bei zu Gravierenden Auswüchsen hilft dann nur die Rückkehr zum alten System. Ich bin immer ein Verfechter des Stundenlohns weil die Leistungszulagen oft auch ungerecht sind und auch Qualitätsprobleme mit sich bringen. Aber ein Erfolg hängt immer von den Teilnehmenden Personen ab. Im allgemeinen herrscht aber auch zu viel unberechtigtes Misstrauen. Man soll den persönlichen Ehrgeiz der Beteiligten nicht unterschätzen.

  • Man könnte das ja auch schrittweise probieren.

    Also stufenweise den Grundlohn erhöhen und parallel den Prämienlohn senken, sich also nicht vollständig von diesem Modell verabschieden, sonder es nur neu austarieren um eine besseres Ergebnis zu erzielen.

    (Das ist natürlich mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden).

    Bei dieser Gelegenheit könnte man auch den Prämienlohn neu definieren und z.B. fehlerfreies Arbeiten ebenso wie schnelles Arbeiten belohnen, also den Leistungsgrad nicht nur von der Stückzahl, sondern auch von der Fehlerquote abhängig machen.


    Grundsätzlich sehe ich das aber ähnlich wie Homer

    Ich bin immer ein Verfechter des Stundenlohns

    Der Prämienlohn darf nie mehr als ein netter Bonus sein und der Grundlohn muss immer ausreichen um vernünftig davon leben zu können.

  • In unserer Fertigung ist die Prämie auch von der Qualität abhängig. Da wären dann Verschiebungen je nach Optimierungswunsch möglich. Ideal finde ich aber auch einen hohen Anteil festen Lohnes, bei dem die Prämie eher ein Bonbon ist als ein Mietsichernder Bestandteil.

  • Der Prämienlohn darf nie mehr als ein netter Bonus sein und der Grundlohn muss immer ausreichen um vernünftig davon leben zu können.

    Der Bonus ist weder nett, noch kannst Du mit dem Grundlohn vernünftig leben X(


    In unserer Fertigung ist die Prämie auch von der Qualität abhängig.

    Bei uns ist auch Qualität gefragt, aber die Quantität hat doch noch Vorrang.


    Grüße

    Hasi

  • Mal für ein Jahr zur Probe einführen, war auch unser Vorschlag. Da ist aber immer noch das Ding mit der Ausbringung :(

    Es muss ja nicht gleich ein ganzes Jahr sein, man kann dem AG ja auch früher ein Recht zur Rückkehr in die alte Vorgehensweise geben. Man sollte hierfür aber Kriterien festlegen in die Ausbringung und Qualität mit einfließen.