Der Rezepte-Thread (nicht nur für Kartoffelsalat ;o) )

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    nachdem Der Nordfriese sich nicht ganz zu unrecht beschwert hat, dass wir in dem Fachthread etwas abgeglitten sind, hier also ein eigener Thread an passender Stelle!


    Und da Chefkoch.de ja schon genannt wurde, hier gleich ein Link auf einen meiner absoluten Favoriten zum Kartoffelsalat (Omas echter Berliner Kartoffelsalat).

    Ziemlich genau so machte meine Mutter den Kartoffelsalat, wenn sie ihn nicht mit Mayonaise machen wollte.


    Wenn man sich das Rezept anschaut, stellt man fest: der ist nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan! (Und wenn man das keinem erzählt, sondern ihn einfach nur als "Berliner Kartoffelsalat nach Omas Rezept" anbietet, wird er auch gerne gegessen! Wir mögen ihn gerne mit Bouletten (Frikadellen) oder Würstchen und Bautzener Senf. (Will sagen: kann man pur essen, muss man aber nicht ;) ))


    (Und falls sich einer wundert: ja, ich habe mir als Kind so manche Fuhre märkischen Sandes runterwaschen müssen.)


    Gutes Gelingen!


    wünscht Euch Moritz

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • der hier:


    https://www.chefkoch.de/rezept…salat-mit-Mayonnaise.html


    schmeckt fast, ich betont fast, so gut wie der von meiner Mama und das ist der einzig wirklich gut schmeckende Kartoffelsalat der Welt.


    ich denke, Mamas ist der beste weil der von Kleinkindesbeinen an immer da war und immer genau gleich angerichtet wurde und auch schmeckte.

    Ich liebe alles mit Kartoffeln und ich probiere überall Kartoffelsalate und es gibt da ganz viele verschiedene Arten die alle gut schmecken. Gekaufte allerdings schmecken meist wie die EPAs von Bund.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Wir mögen ihn gerne mit Bouletten (Frikadellen) oder Würstchen und Bautzener Senf.

    Dann ist das Ganze aber nicht mehr vegan ;) Allenfalls noch "halbvegan" für den Fall, das ich wenigsten die Tiere die zur Frikadelle wurden vegan ernährt haben. :D


    Aber egal, sag Bescheid wenn er fertig ist, ich komme zum Verkosten :thumbup:

  • Dann ist das Ganze aber nicht mehr vegan

    Verflixt! Woran hast Du es gemerkt? ;)


    Ich sprach ja auch nie von dem Ganzen, sondern nur von dem Salat.


    Und es ging mir auch nur darum (so jedenfalls meine Erfahrung): Stelle ich den hin und sage, hier gibt es einen veganen Kartoffelsalat, lassen ihn viele stehen, weil sie "so etwas" aus Prinzip nicht essen. Sagt man das nicht dazu, wird er probiert und von den meisten als sehr lecker wahrgenommen.


    Merke: Nicht-Vegetarier und Nicht-Veganer sind schlicht nur anders bekloppt. *duckundwech*


    ich denke, Mamas ist der beste

    Ich glaube, davon sind die meisten überzeugt. Mama kocht nur mittlerweile in der Engelsküche. Also muss man(n) selber ran...

    ich komme zum Verkosten

    Da reden wir nach Corona noch mal drüber... :*

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  • anstelle Bouletten (bei uns nennt man die Frikadellen) geht das hier auch ganz prima:


    https://www.chefkoch.de/rezept…con-Kaese-Hackbraten.html



    und nach Corona reden wir über die Verkostung, da kommt ja dann noch Bier, Rum, Schnaps, Whiskey und wat weiß ich noch alles bei.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

    Einmal editiert, zuletzt von rtjum ()

  • Also bei Kartoffelsalat bevorzuge ich den guten alten Bayrischen, den meine Mama und meine Oma gemacht haben (übrigens bin auch ich der Meinung, dass das die besten Kartoffelsalate der Welt sind bzw. waren)


    Beim bayrischen Kartoffelsalat ist halt wichtig, dass die Kartoffeln noch warm sein müssen beim anmachen. Beim Essen sollte er dann nicht unter Raumtemperatur haben. (und ich meine jetzt keinen Kühlraum)


    Aber ich esse auch gerne mal einen ostdeutschen Kartoffelsalat mit Majonaise und Fleischsalat und sonstigen Gedöns.


    Und ja, Fleischpflanzl sind da wirklich eine gute Beilage ;)


    P.S.: Bei einer gemeinsamen Verkostung wäre ich nach Corona auch dabei!


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Hallo,


    das Umland der Kapitale des Südwestens ist das Traumland aller Freunde des Mayonnaise-freien Kartoffelsalat. Denn hier gibt es ihn nicht nur als Salat, sondern auch als rustikale Beilage zu Schnitzel, Herrgottsbscheißerle (Maultaschen) oder auch Schweinebraten. Da hat dann auch jede wirklich schwäbische Beiz ihr eigenes Rezept.


    Das Destillat der verschiedensten Rezepte, das ich dann auch selbst zubereite, besteht aus gebratenen Speckwürfeln, kleinen Essiggürkchen einschließlich des Suds, Gemüsebrühe, gewürfelten Zwiebeln und Dill. Zur Abrundung kommt dann noch "a bitzele" Zucker dazu.


    Bei den Speckwürfeln aber bitte auf Qualität achten und nicht diesen allgegenwärtigen Bauchspeck verwenden, der in der Pfanne gerne zu Gummi wird, sondern wirklich geräucherten Speck wie zB eine Schwarzwälder Schmalseite, die dann beim langsamen Braten in der Pfanne richtig zart wird.

    Und Gurken (insbesondere auch der Sud) sind natürlich wenn nicht selbst aufgesetzt nur von heimischen Herstellern - gerne aus Esslingen. Da dominiert dann der Essiggeschmack nicht so wie bei norddeutschen Herstellern. Das gilt übrigens für alle Sauerkonserven einschließlich Sauerkraut.

  • Als Beuteschwabe, der eine rheinländische Mutter hatte, bin ich kulinarisch ein Kind zweier Welten. Sozialisiert wurde ich mit der Variante Mayonaise/Eier/Gurken/Äpfel, aber mit schwäbischem Kartoffelsalat macht man mir auch immer eine Freude. Für welche Variante ich mich entscheide, hängt davon ab, wozu der Kartoffelsalat als Beilage dienen soll - schwäbischen zu Maultaschen, Schnitzel, Rostbraten, rheinischen zu Frikadellen oder Wurst (unser Standardgericht an Sylvester, oder same procedure as every year) ;)


    Aber aus dem Nordfriesen spricht wahrscheinlich der Neid der Besitzlosen. :P

    Dort macht man den Kartoffelsalat bestimmt mit Hering, Schmand und Pflaumenmus... ;)

    Für einen Betriebsrat gilt: Lobt dich der Gegner, ist das bedenklich. Schimpft er, dann bist du in der Regel auf dem richtigen Weg. (August Bebel)

  • Aber aus dem Nordfriesen spricht wahrscheinlich der Neid der Besitzlosen. :P

    Dort macht man den Kartoffelsalat bestimmt mit Hering, Schmand und Pflaumenmus...

    Nee, nee, nee,

    da mir das kochen nicht fremd ist und ich aus einer Gastronomenfamilie komme und auch heute noch nebenbei manchmal bei einem Bekannten im Catering aushelfe,


    sind mir beide Varianten bekannt.

    Der bayrische mit lauwarmen Kartoffeln, Brühe, Öl, Essig und dem ganzen andern Beiwerk passt wirklich gut zu Weißwurst, Braten etc. und der Kartoffelsalat wie wir ihn hier oben zubereiten, da gibt es viele Rezepte, jede Hausfrau/Mutter hat ihr eigenen, halt mit Majo und oder Joghurt, Gurken, Senf, diversen Gewürzen und natürlich den Gurkensud und die hart gekochten Eier nicht vergessen, passt gut zu gegrilltem, Würstchen (Wiener oder was auch immer), Frikadellen und natürlich hier oben gerne gegessen, gebackener oder gebratener Fisch (Scholle, Fischfilet aber nicht aus dem Froster sondern frisch und auch gebratene, frische Heringe).


    Schmad geht aber Hering und Pflaumenmus im Kartoffelsalat hab ich noch nicht probiert.

    Das Leben ist Veränderung

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  • Mir geht es da ähnlich wie dem Mann mit der Ledertasche. Als Kind von 2 Hessen, aufgewachsen in NRW und mittlerweile seit 30 Jahren im Schwabenländle lebend, gibt es für mich praktisch keinen Kartoffelsalat den ich kategorisch ablehnen würde :D

    Allerdings hat mich dann doch die Oma eines guten Freundes mit ihrem Ur-schwäbischen Kartoffelsalat am meisten überzeugt.

    Da geht das Problem aber auch schon los! Oma Erna hat uns zwar detailliert in die Zubereitung ihres Kartoffelsalats eingewiesen und das Rezept ist auch relativ simpel:

    Kartoffeln in der Schale kochen, anschließend pellen.
    Noch warm in hauchdünne Scheiben schneiden, mit fein gehackten Zwiebeln mischen. Anschließend die heiße Fleischbrühe hinzugeben mischen, Öl, Senf und Essig hinzugeben, mischen und mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer abschmecken, noch warm essen.

    ...aber auch bei exakt gleicher Zubereitung schmeckt der einfach nicht so wie von Oma Erna! Es ist zum verzweifeln ;(

    Letztendlich sind wir beide zu dem Schluss gekommen, dass ein wesentlicher Bestandteil eines wirklich guten, schwäbischen Kartoffelsalates ist, dass er von einer mindestens 83 Jahre alten, schwäbischen Oma zubereitet werden muss.

  • Letztendlich sind wir beide zu dem Schluss gekommen, dass ein wesentlicher Bestandteil eines wirklich guten, schwäbischen Kartoffelsalates ist, dass er von einer mindestens 83 Jahre alten, schwäbischen Oma zubereitet werden muss.

    Wenn du dich beim Alter und der Region weniger präzise festlegst, könnte ich dir zustimmen :-D


    K.A. wo mein bevorzugtes Rezept herkommt und ob es einen Eigennamen hat, aber einfach ist es ebenso wie eure:
    Pellkartoffeln kochen.

    Währenddessen Remoulade mit Bautzner Senf mischen, gewürfelte Spreewälder Gurken dazu geben und je nach Menge auch ein bis zwei klein gewürfelte Zwiebeln, kräftig salzen (es muss richtig salzig schmecken). Das Wasser aus dem Gurkenglas bringt Flüssigkeit und weitere Würze dazu. Schinkenwürfelchen als weitere Zutat wären eine potentielle Variation, kommt drauf an, wozu der Salat angerichtet werden soll.

    Gekochte Kartoffeln noch heiß pellen und in Scheiben schneiden, dann zügig die angerührte Masse drübergießen und unterheben. Abkühlen und durchziehen lassen, gelegentlich etwas umrühren und nochmal mischen (Vorwand zum Naschen ;) ).


    Mit den Mengen muss man etwas Erfahrung sammeln und nach Geschmack, Konsistenz und Vorliebe variieren. Das Ergebnis gibts bei uns jedenfalls u.a. Heiligabend mit leckeren geräucherten Wiener Würstchen, aber auch sonst unterm Jahr sporadisch ab und zu. Nur zu unseren Familienfeiern taugt das ohne vorherige Absprache nix, weil dann mehrfach derselbe Kartoffelsalat mitgebracht wird - dafür gibts dann andere Leckereien wie z.B. Tomatensalat mit Avocado :-D

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • Wenn du dich beim Alter und der Region weniger präzise festlegst, könnte ich dir zustimmen :-D

    Beim Alter sehe ich da etwas Spielraum, aber bei der Region? Auf keinen Fall!

    schwäbischer Kartoffelsalat = schwäbische Oma.

    (Das lässt sich ja auf jeden Kartoffelsalat anwenden. Das Entscheidende ist ja, dass Rezept und Oma aus der gleichen Region stammen müssen ;) )

  • Das Entscheidende ist ja, dass Rezept und Oma aus der gleichen Region stammen müssen ;) )

    wer weiß, evtl sind unsere Omas, oder sagen wir unsere Vorfahren, aus der jeweils anderen Region und so haben sich der friesische und schwäbische K-Salat irgendwo bei Köln getroffen und sind zum rheinischen Sauerbraten geworden :/:S

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Hallo Moritz,

    oh ja, der ist lecker :) Weil auch ich als Kind den märkischen Sand in die Wohnung getragen habe, zum Leidwesen meiner Mutter....

    Gruß Akingretel

  • denn Schwaben haben mit dem rheinischen Sauerbraten nicht so viel zu tun,

    ja die Friesen werden auch ihr entsprechendes Pendant haben.


    Ich halt es mit "Probieren geht über Studieren", ich probier eigentlich alles was mit aufgetischt wird. Manchmal ist es durchaus nicht so einfach das unvoreingenommen zu tun aber man bekommts hin.

    Dann kann ich aber jedem Gastgeber ruhigen Gewissens ehrlich antworten ob es mir geschmeckt hat oder nicht...nagut bei Schwiegermutter schmeckts immer (igitt)...

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)