Leitmerkmalmethode - Beurteilung der wöchentliche Belastung

  • Hallo,

    wir haben die Belastungen für AN über die Gefährdungsbeurteilung über die Leitmerkmal-Methode ermittelt.

    Es ist rausgekommen , dass die AN beim täglichen Arbeiten zu hohe Belastungen haben und Maßnahmen von AG vorzunehmen sind um die Belastungen zu verringern.

    Dies wurde auch getan, durch Wechsel der Arbeitnehmer an den Arbeitsplätzen. Dadurch sind die täglichen Belastungen in zulässigen Bereich gekommen.


    Nun konnten durch Prozessverbesserung mehr Produkt hergestellt werden.

    Das heißt, die AN haben nun 3 anstatts 2 Abfülltage die Woche , in der Folge dass sind die Belastungen für die AN gestiegen sind.

    Wir haben dort auch schon AN , die beim 2 tägigen Abfülltage der Woche schon über Schulterprobleme klagen.


    Der AG teilt mit durch die Erweiterung der Abfülltage von 2 auf 3 Tage pro Woche ist die tägliche Belastung für die AN nicht gestiegen sind.

    Er hat Maßnahmen ergriffen, dass die täglichen Belastungen im zulässigen Bereich sind.

    Dies stimmt soweit , nichts wurde an der Abfüllung verändert. Die AN hätte ihre 11 Std. Ruhezeit ja dann.


    Die Leitmerkmal-Methode schreibt nichts zu Ermittlung der wöchentlichen Belastung.

    Was können wir gesetzlich tun, um die MA vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren.

  • Hallo Kleinauge,


    wenn ihr in der Gefährdungsanalyse mittels LMM zu einem Wert gekommen seid, der im grünen Bereich liegt und es gibt MA die nach 2 Tagen in der Abfüllerei bereits Schulterbeschwerden haben drängt sich mir der Verdacht auf, dass ihr die LMM nicht richtig angewendet habt. LMM bietet einige Tücken und das steht auch in der entsprechenden Handlungsanweisung der BG´en.


    Eine wöchentliche Bewertung gibt es aber tatsächlich nicht. Es wird die Belastung der Tätigkeit bewertet für die Dauer der Tätigkeit. Soweit ich weiß, kann man dann die verschiedenen Tätigkeiten eines Tages noch einmal miteinander verrechnen, da bin ich mir aber nicht so ganz sicher.


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Dadurch sind die täglichen Belastungen in zulässigen Bereich gekommen.

    mir ist noch nicht ganz klar, was Du mit "zulässigem Bereich" meinst. Bei einer Beurteilung nach der Leitmerkmal-Methode wird eine Tätigkeit ja in einen von 4 Risikobereichen eingruppiert. Nur im Risikobereich 1 ist eine Gesundheitsgefährdung unwahrscheinlich und es sind keine Maßnahmen nötig. Eine solche Tätigkeit sollte sich problemlos auch täglich verrichten lassen. Schon im Risikobereich 2 spricht man von einer erhöhten Belastung und Gesaltungsmaßnahmen für vermindert belastbare Personen sollten vorgenommen werden. Wobei vermindert belastbare Personen hier definiert sind als älter als 40, jünger als 21, Berufseinsteiger und MA mit Vorerkrankungen.

    Also in welchem Risikobereich ist die Tätigkeit denn genau eingruppiert worden? Nur bei 1 würde ich sagen, ok AG Du hast alles getan. Schon bei 2 würde ich als BR weitere Maßnahmen fordern (§ 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG). Zumindest dann, wenn vermindert belastbare Personen (entsprechend der oben genannten Definition) diese Tätigkeit verrichten sollen.