AG stellt keine Corona-Tests zur Verfügung.

  • Hallo an Alle ,


    Der AG eines Freundes stellt keine Corona-Tests zur Verfügung. Er ist als Minijobber im gewerblichen Bereich tätig. Wöchentliche Arbeitszeit sind 8 Stunden. Betriebsrat gibt es nicht. Gibt es eine Behörde wo man Beschwerde einlegen kann ?


    Viele Grüße :)

  • Erste Anlaufstelle sollte der Arbeitgeber selbst sein. Einfach einmal fragen, was da los ist.


    Wenn man dann merkt, dass der Arbeitgeber nicht möchte, könnte man ihn auf die Bußgelder hinweisen, die ihm bei einer Kontrolle drohen. (Bis zu 30000 €) Oder gleich zu der zuständigen Arbeitsschutzaufsichtbehörde gehen. Bei uns in Bayern sind das die Gewerbeaufsichtsämter. Diese haben die Testpflicht durchzusetzen.


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

    Einmal editiert, zuletzt von Markus 1973 ED ()

  • Dass der AG Tests zur Verfügung stellen muß, ist ein Gesetz und nicht von der Existenz eines BR oder Dauer der Arbeitszeit gebunden. Der Freund sollte zunächst den AG möglichst schriftlich darauf hinweisen und ihm Gelegenheit geben, sich gesetzeskonform zu verhalten. Sollte der AG sich dann stur stellen, kann er sich ans Gewerbeaufsichtsamt wenden ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

    Für einen Betriebsrat gilt: Lobt dich der Gegner, ist das bedenklich. Schimpft er, dann bist du in der Regel auf dem richtigen Weg. (August Bebel)

  • Es werden immernoch keine Tests zur Verfügung gestellt bis heute. Die allgemeinen Hygieneregeln sind Ihm auch egal.

    Ihn darauf anzusprechen wäre auch keine gute Idee, derjenige wäre den Job los. Arbeitsstelle wäre in NRW. Bleibt nur noch eine Beschwerde.


    Viele Grüße

  • Ihn darauf anzusprechen wäre auch keine gute Idee, derjenige wäre den Job los. [...]. Bleibt nur noch eine Beschwerde.

    Das halte ich für die noch schlechtere Idee.


    Wer zuerst die Mißstände innerbetrieblich zu klären versucht hat und bei Mißerfolg eine berechtigte Beschwerde bei den zuständigen Stellen einreicht, wird im Normalfall den Kündigungschutzprozess gewinnen. Im umgekehrten Fall wird es deutlich schwieriger. Siehe auch hier.

    Für einen Betriebsrat gilt: Lobt dich der Gegner, ist das bedenklich. Schimpft er, dann bist du in der Regel auf dem richtigen Weg. (August Bebel)

  • Kann denn der AG herausfinden wer die Beschwerde eingereicht hat ?

    wie willst Du offiziell eine Beschwerde bearbeiten ohne dann auch mal Roß und Reiter zu nennen?


    Wer zuerst die Mißstände innerbetrieblich zu klären versucht hat und bei Mißerfolg eine berechtigte Beschwerde bei den zuständigen Stellen einreicht, wird im Normalfall den Kündigungschutzprozess gewinnen.

    ja wenn man denn klagt und das weitere was dann in solchen Betrieben ja meistens folgt aushalten will.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)