Schwerbehinderter Kollege wünscht Corona-Impfung - soll gemaßregelt werden

  • Auch wenn er einen Arbeitsvertrag mit der Firma hat, so ist die gesundheitliche Gefährdung, an Covid während der Arbeit zu erkranken gleich null, da der Mitarbeiter ja zu 100% im HomeOffice sitzt und daher keinem Infektionsrisiko ausgesetzt ist. Wenn ein Familienangehöriger an Covid erkrankt ist und den Kollegen ansteckt, dann ist das klar dem privaten Bereich zuzuordnen.


    Daran ändert auch nichts, wenn du die falsche Textpassage zitierst, es geht in erster Linie darum:

    Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebrs bezieht sich in der Hauptsache auf den Schutz vor Gefährdungen, die mit der Arbeit zu tun haben und nicht auf den Schutz vor allen möglichen Gefährdungen.

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Auch wenn er einen Arbeitsvertrag mit der Firma hat, so ist die gesundheitliche Gefährdung, an Covid während der Arbeit zu erkranken gleich null, da der Mitarbeiter ja zu 100% im HomeOffice sitzt und daher keinem Infektionsrisiko ausgesetzt ist. Wenn ein Familienangehöriger an Covid erkrankt ist und den Kollegen ansteckt, dann ist das klar dem privaten Bereich zuzuordnen.


    Daran ändert auch nichts, wenn du die falsche Textpassage zitierst, es geht in erster Linie darum:

    In deinen Augen die falsche, in meinen die richtige Textpassage !


    Wir werden nicht die gleiche Meinung haben und auch nicht zu dieser kommen.

    Für mich ist ganz klar, auch wenn rechtlich und aus Arbeitsschutzrechtlichen Maßnahmen alles konform ist, ich als AG ALLE Mitarbeiter Impfen lasse ob HO oder nicht.

  • ich als AG ALLE Mitarbeiter Impfen lasse

    Das ist wie mit dem Sozialismus. Die Idee mag ja nett klingen (und nachvollziehbar sein), sie scheitert nur an den Realitäten.


    Unser AG sieht das im Prinzip genauso, wie du das schreibst, er würde gerne jedem der will eine Impfung anbieten. Und unser betriebsärztlicher Dienst sagt: Wie pieksen bis die Nadel glüht oder die Ampullen leer sind - aber die Ampullen müsst ihr besorgen...


    Daraus folgt, ob der AG will oder nicht, er MuSS am Ende priorisieren, weil er gar nicht soviel Impfstoff bekommt, wie er bräuchte...


    Und ja, auch bei uns tuten jetzt einige Kollegen in das Horn der Ungleichbehandlung.


    Vermutlich empfänden die Kollegen es als gerechter, wenn der AG Lose verkaufen würde (vorausgesetzt natürlich, der AG würde damit kein Geld verdienen oder auch nur die Kosten der Aktion decken), als hier sinnvoll nach dem Grad der Gefährdung zu priorisieren...


    Ich bin da bei Markus... a6ea28397fefed85c15b30d724bc20df.gif

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

    Einmal editiert, zuletzt von Moritz ()

  • Ich bezog mich auf die Antwort von "Ledertasche"

    ...und stellst den 2 Wochen alten, kalten Kaffee in die Mikrowelle... <X

    Es wirkt ein bisschen so, als hättest Du diesen Thread gar nicht vollständig gelesen, denn irgendwie drehen wir uns hier im Kreis. Es ist immer noch so, dass uns das nicht gefallen muss, es ist aber auch immer noch so, dass Dein hektisches schwenken der Flagge der moralischen Überlegenheit, neben der formal korrekten und sachgerechten Argumentation von Markus, keinerlei Bedeutung hat.

    Natürlich kann man jedes Problem leicht lösen, wenn man störende Fakten einfach ignoriert. Mathematik hat natürlich keine Chance gegen moralische Überlegenheit! Ist doch völlig egal, dass die Anzahl der Mitarbeiter größer ist, als die Anzahl der verfügbaren Impfdosen! Du würdest als AG natürlich trotzdem alle MA impfen lassen (um das "wie" soll sich dann halt jemand anders kümmern) und wenn sie kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen.


    Die meisten AG kümmern sich doch einen Scheißdreck um die Impfung ihrer MA. Jetzt haben wir hier einen der tatsächlich versucht etwas für seine MA zu erreichen und der wird dann verteufelt, weil er nicht genug Impfdosen bekommen hat und gezwungen ist zu priorisieren? Das Problem liegt hier schlicht und einfach nicht beim AG, sondern in der zu geringen Anzahl verfügbarer Impfdosen und die leider notwendige Priorisierung wurde vom AG sachgerecht vorgenommen.

    Entschuldigung, aber ich persönlich finde es einfach nur erbärmlich, wenn man sachgerechte Lösungen und Fakten einfach zur Seite schiebt, damit man sich mal wieder selber für seine überlegene Moral auf die Schulter klopfen kann.

  • ...und stellst den 2 Wochen alten, kalten Kaffee in die Mikrowelle... <X

    Es wirkt ein bisschen so, als hättest Du diesen Thread gar nicht vollständig gelesen, denn irgendwie drehen wir uns hier im Kreis. Es ist immer noch so, dass uns das nicht gefallen muss, es ist aber auch immer noch so, dass Dein hektisches schwenken der Flagge der moralischen Überlegenheit, neben der formal korrekten und sachgerechten Argumentation von Markus, keinerlei Bedeutung hat.

    Natürlich kann man jedes Problem leicht lösen, wenn man störende Fakten einfach ignoriert. Mathematik hat natürlich keine Chance gegen moralische Überlegenheit! Ist doch völlig egal, dass die Anzahl der Mitarbeiter größer ist, als die Anzahl der verfügbaren Impfdosen! Du würdest als AG natürlich trotzdem alle MA impfen lassen (um das "wie" soll sich dann halt jemand anders kümmern) und wenn sie kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen.

    Interessant, was man so aus Texten interpretiert.

    Ich habe im übrigen den Thread gelesen aber nicht darauf geachtet das, dass Thema schon 2 Wochen alt ist. Kann ja auch nix dafür, wenn mir das auf der Hauptseite als aktivste Themen angezeigt wird.


    Bedeutung hin oder her, dafür ist das hier ja eine Plattform um sich auszutauschen.


    Wir wissen beide das der AG auf vieles kein Bock hat. Das brauchst du mir nicht erzählen. Selbst wenn die Anzahl der MA grösser ist als die Anzahl der Impfdosen, aber es ist ja nicht so, das man danach plötzlich vergessen hat, wie man einen Impfstoff mixt, weil man das Rezept verbummelt hat.


    Und ich wollte mir damit nicht auf die moralische Schulter klopfen, was sind denn das für Sprüche?

  • Wir wissen beide das der AG auf vieles kein Bock hat. Das brauchst du mir nicht erzählen.

    Na ja, etwas differenzierter ist die Welt ja doch, oder?

    Selbst wenn die Anzahl der MA grösser ist als die Anzahl der Impfdosen, aber es ist ja nicht so, das man danach plötzlich vergessen hat, wie man einen Impfstoff mixt, weil man das Rezept verbummelt hat.

    Hässliches Fragewort mit 2 Buchstaben: Hä?


    Der böse, bocklose AG hat die Chance genutzt, die durch ihre Berufsausübung gefährdeten MA impfen zu lassen. Mehr war nach dem, was wir hier wissen oder vermuten, nicht drin. (Auch wenn der eine MA doch noch geimpft wurde.)

    Der böse AG hatte danach dann allerdings keinen Bock mehr, Impfstoff zu mixen. Gemein!


    Auch wenn ich die Reaktionen des AG bei dem gaaanz oben geschilderten Fall nicht richtig finde, muss man ihm ja nun nicht jeden Müll vor die Füße kippen.

  • Habe jetzt irgendwie das Gefühl nicht richtig verstanden worden zu sein.


    von "böse" und "bocklos", war nie die Rede. Vielmehr wollte ich meinen Zuspruch des vorherigen Posts zum Ausdruck bringen.


    Es ging im Vorfeld um die Priorisierung, wer eine Impfung bekommt und wer nicht. Da es ja nicht genug Impfdosen zu einem bestimmten Zeitraum gibt oder gab.


    ich denke da es sich hier um ein altes Thema handelt und ich es leider wieder interessant gemacht habe, kann man das hier schließen. Nicht das sich noch jemand auf den Schlips getreten fühlt, das ein "altes" Thema wieder warm gekocht wird. :thumbup:

  • ... wenn die Menge des Stoffes begrenzt ist.

    War in diesem Fall eigentlich nicht so, denn das Zentrum sagte dem Koll.: Es ist genug für alle da, wir impfen alle, die uns genannt werden.


    Es ging im Vorfeld um die Priorisierung, wer eine Impfung bekommt und wer nicht. Da es ja nicht genug Impfdosen zu einem bestimmten Zeitraum gibt oder gab.

    Darum ging es in diesem Thread aber nicht. Grisu sagte direkt, dass genügend Impfdosen zur Verfügung gestanden haben.

    Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen. [YODA] - BRV, 7er Gremium, kein Tarif, GBRM

  • Nicht das sich noch jemand auf den Schlips getreten fühlt, das ein "altes" Thema wieder warm gekocht wird.

    Zum einen kann man mir nicht auf den Schlips treten, weil ich selbst für Geld keinen tragen würde und zum anderen bezog sich der kalte Kaffee weniger auf das Alter des Threads, sondern mehr darauf, dass auf den von Dir zitierten Beitrag noch weitere folgten und der Ledertaschenmann in einem von diesen die von Dir zitierte Aussage selbst relativiert hat.

    Daher auch meine Vermutung, Du hättest den Thread nicht ganz gelesen. (Es wirkte ein wenig so, als hättest Du nach dem von Dir zitierten Beitrag nicht weitergelesen).

    Versteh mich nicht falsch, ich will Dich hier sicher nicht anpöbeln (und habs irgendwie trotzdem getan, sorry dafür), aber in diesem Beitrag wurde über 2 Seiten und knapp 40 Beiträge darüber diskutiert, ob die Priorisierung sachgerecht bzw. zulässig war, so wie sie vorgenommen wurde. Für mein Verständnis war der Konsens dieser Diskussion, dass wir alle die Priorisierung kacke finden, sie aber formal korrekt und sachgerecht war, auch wenn uns das nicht gefällt. Dann kommst Du und schreibst "Ich würde als AG einfach alle impfen lassen", Also Du beantwortest die hier diskutierte Frage "wie priorisiert man in diesem Fall sachgerecht" mit "am besten gar nicht". ...und damit hast Du sogar recht, nur hat das leider mit der Realität nichts zu tun.

    Die Frage, ob man überhaupt priorisieren sollte, lässt sich mit einem Satz beantworten: "Nur wenn es gar nicht anders geht".


    Darum ging es in diesem Thread aber nicht. Grisu sagte direkt, dass genügend Impfdosen zur Verfügung gestanden haben.

    Nein, dass sagte er nicht. Er sagte: "das Zentrum sagte dem Koll.: Es ist genug für alle da". Natürlich ist im Impfzentrum genug Impfstoff für alle MA da, dass lässt aber keinen Rückschluss darauf zu wie viele Impfdosen der AG davon tatsächlich reservieren konnte. Auch war zum Zeitpunkt dieses Gespräches das Kontingent des AG vermutlich noch nicht ausgeschöpft, womit auch hier noch Impfstoff "da" wäre. Auf jeden Fall lässt sich aus der Aussage des Zentrums, sie hätten genug Impfstoff, nicht ableiten, dass es dem AG auch möglich war eine für alle MA ausreichende Menge zu reservieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Paragraphenreiter () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Paragraphenreiter mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Unser AG bietet auch Impfungen an. Und auch er hat auf Grund zu weniger Impfdosen priorisieren müssen. Und das gut nachvollziehbar. Er hat uns allerdings auch gleich mitgeteilt, dass es nicht für alle reichen wird und die MA sich deswegen auch weiter um andere Impfmöglichkeiten kümmern sollen. Da hat keiner gemeckert. Ich bin auch schwerbehindert, wurde aber in der Prioliste nicht berücksichtigt, obwohl ich 0% HO mache. Tja, und trotzdem habe ich meine zwei Impfungen schon erhalten, weil ich mich selber gekümmert habe.


    LG Lilex

    ~~~ Alle sagten: Das geht nicht! Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht. ~~~

    ~~~ Eine Lösung hätte ich - mir fehlt nur das passende Problem. ~~~

  • Wie es weiterging: Der Mitarbeiter ist weiterhin erkrankt. Eine Reha ist geplant. Der Arbeitgeber wiederum besteht auch weiterhin auf (s)ein Gespräch.

    In x Wochen. Thema Impftermin: Ich kenne die Unterlagen des Betreffenden. Der Mann hatte sich am selben Tag der Einladung offiziell online angemeldet. Aber in dem Bundesland stand zu dem Zeitpunkt kein entsprechender Impfstoff (es durfte kein Astra Zeneca sein) zur Verfügung. Er wäre erst im Juni, mit Aufhebung der Priorisierung geimpft worden.