shopfloor management

  • Hallo ForumsteilnehmerInnen,
    hat jemand positve oder negative Erfahrungen mit der Ein- und Durchführung eines sogenannten Shop-Floormanagements.
    Ich hab irgendwie ein schlechtes Gefühl.
    Danke für Eure Beteiligung und Bemühungen im Voraus.

  • Zitat von Werner :

    Shop-Floormanagements.

    Geht das auch auf Deutsch? "Laden-Bodenhandhabung" :wink: ?

    Aber mal im Ernst: Der Begriff ist so allumfassend-schwammig, damit können so viele unterschiedliche Maßnahmen gemeint sein, die sowohl positive als auch negative Effekte haben können, dass es schwierig ist, das ohne konkretere Vorgaben zu beurteilen. Konkrete Erfahrungen habe ich nicht vorzuweisen, denke mir aber, der BR sollte auf jeden Fall ein bis zwei kritische Augen drauf haben und das Ganze sehr aufmerksam und konstruktiv begleiten.

    Winfried

  • Hier die Erklärung der durchführenden Fa. Staufen:
    Shopfloor Management
    Konsequente Übernahme und Umsetzung von Führungsverantwortung am Ort der Wertschöpfung

    Ständige Veränderungen und Prozessverbesserungen erfordern ein Führungsverständnis und ein Führungssystem, welches die Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit, im Erkennen von Handlungsnotwendigkeit und im Setzen von Prioritäten nachhaltig unterstützt. Die Führungskraft sollte als Coach in einer lernenden Organisation vor Ort diese Freiräume gestalten und mit BestPractice-Standards ausfüllen.

    Das Führungsverständnis im Shopfloor Management beruht auf einem konsequenten Coachingprozess entlang der Wertschöpfungskette in der Fabrik. Weiter auf standardisierten Lean-Projekten, die von Führungskraft und Mitarbeitern durchgeführt werden. Prozesse und deren Kennzahlen (KPIs) werden transparent beschrieben, Handlungsfelder und Probleme werden definiert, priorisiert und strukturiert abgearbeitet.

    Wichtig ist die aktuelle Visualisierung weniger und stichhaltiger Kennzahlen:
    - die kurzzyklische Messung der Stückzahl
    - die kurzzyklische Messung der Qualität
    - die Belegung der Arbeitsplätze mit Mitarbeitern
    - die Prozesssteuerung und strukturierte Problemlösung
    - ggf. weitere KPIs und flankierende Maßnahmen

    Vorteile und Nutzen von Shopfloor Management

    - Kürzere Reaktionszeiten
    - Nachhaltige und strukturierte Problemlösung
    - Optimaler Einsatz von Ressourcen
    - Optimierte und robustere Prozesse
    - Effiziente Planung und Kontrolle
    - Grafische Auswertung von Optimierungspotenzialen und -resultaten
    - Erhöhte Transparenz der Soll-/Ist-Zustände und deren Trends
    - Effizientere Kommunkation
    - Erhöhte Selbstdiziplin in den Teams

  • ach so, das scheint ein neuer Name für Teamarbeit zu sein. Oder es ist die Konsequenz daraus, inkompetente Führungskräfte zu ersetzen. So nach dem Motto: lass die Leute unten das doch selber machen, die wissen am besten wie es geht. Fragt sich nur, ob sie das auch in der Entlohnung spüren.
    Doch schwarzmalen und Polemik beiseite. Man sollte schauen, wo die anders gelagerte Führungsverantwortung die Mitbestimmung tangiert. Insbesondere im Bereich der arbeitszeitlichen und der ordnungspolitischen Regeln, der Verantwortungsdelegierungen usw.

  • Es hört sich für mich auch nach KVP an: die MA sollen sagen, wo man was verbessern kann, und die Führungskraft setzt dies dann um (Spekuliermodus an: um z.B. höheren Bonus zu bekommen - Spekuliermodus aus).
    Beim KVP seid Ihr als BR mit im Boot. Die KollegInnen sollten schon partizipieren, wenn ihre Ideen umgesetzt werden und Früchte tragen.

  • Hallo Werner,
    wir haben mit dem " shopfloor management " im Rahmen von Kaizen ( KVP )einen Großteil unserer Produktion umgestaltet.
    Dies hat auch zu einem PersonalÜBERHANG geführt.
    Also vorher klären was am Ende erwartet wird und in einer BV die Kollegen / Kolleginnen so gut es zur Zeit geht schützen.
    Mitbestimmung nach § 87 BetrVG

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen