Arbeitsplatzteilung - möchte ich nicht

  • Hallo liebes Betriebsrat.de-Forum,

    mein erster Beitrag! Gleich mit Problemen! :-(

    Mein AG möchte meinen Arbeitsplatz auflösen indem ich meinen Arbeitsplatz mit einer weiteren Person teilen soll.

    Wir beide arbeiten 25 – 30 Std./w., unbefristet.

    Die Kollegin soll immer vormittags anwesend sein und ich nur noch nachmittags...

    Ich habe im Bewerbungsgespräch eine mündliche Zusicherung erhalten meine Zeiten flexibel zu halten, solange ich für die Kollegen adäquat erreichbar bin. Das hatte ich immer getan und es gab keine Probleme.

    Es bestehen genug Arbeitsplatze, der AG (eigenltich der Vorgestzter) will mich loswerden und versucht meine Rahmenbedingungen massiv zu verschlechtern.

    Der Betriebsrat steht hinter mir.

    Der Umzug wurde dennoch beantragt und mein Arbeitsplatz mit dem Nachfolger bestimmt.

    Die ungleiche Behandlung da ich Teilzeitkraft bin ist auch schon anderen Mitarbeitern aufgefallen.

    Das Unternehmen steht nicht hinter der Entscheidung des Vorgesetzten. Dennoch „zieht“ er das durch.

    Mir ist bekannt, dass das Weisungsrecht vom Vorgesetzten so einen Veränderung nicht begründet. Dazu bin ich schon mehrfach umgesetzt worden (innerhalb drei Monaten soll ich jetzt das dritte Mal umziehen!).

    Der Betriebsrat sagt, dass das „Mobbing“ sei, da in unserer Firma ein Umzug eine Ausstrahlwirkung auf die anderen Mitarbeiter hat.

    Es sind genug Plätze vorhanden!

    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich dann massive Schwierigkeiten habe zu Arbeit zu kommen und das wird nicht beachtet…

    Mein Vorgesetzter macht einfach was er will…

    Könnt ihr mir vielleicht helfen… bestehen gesetztliche Bestimmungen seine Motivation einzudämmen oder habt ihr andere Ratschläge für mich… (außer Kündigen :-)

    Besten Dank und viele Grüße!

    Johannes1000

  • Zitat von Johannes1000:

    Mein AG möchte meinen Arbeitsplatz auflösen indem ich meinen Arbeitsplatz mit einer weiteren Person teilen soll.

    Was verstehst Du unter Auflösung Deines Arbeitsplatzes? Falls damit so etwas wie Desksharing gemeint sollte, ist der BR in der Mitbestimmung (ArbG Frankfurt/Main, 8.1.2003, 2BVGa587/02). Und könnte es sein, dass Du diese andere Person nicht magst?

    Zitat von Johannes1000:

    Ich habe im Bewerbungsgespräch eine mündliche Zusicherung erhalten meine Zeiten flexibel zu halten, solange ich für die Kollegen adäquat erreichbar bin.

    Auch mündliche Vereinbarungen sind verbindlich; Problem ist die Beweisbarkeit.

    Zitat von Johannes1000:

    Der Betriebsrat steht hinter mir.

    Und wie versucht er konkret zu helfen?

    Zitat von Johannes1000:

    Die ungleiche Behandlung da ich Teilzeitkraft bin ist auch schon anderen Mitarbeitern aufgefallen.

    Es steht nirgends geschrieben, dass ein AN einen durchsetzbaren Anspruch auf z.B. einen Schreibtisch hat, der nur ihm zur Verfügung steht. Egal ob man in Voll- oder Teilzeit arbeitet.

    Zitat von Johannes1000:

    Das Unternehmen steht nicht hinter der Entscheidung des Vorgesetzten. Dennoch „zieht“ er das durch.

    Also steht das Unternehmen (der AG) hinter diesem Vorgesetzten, sonst könnte er nicht tun was er will.

    Zitat von Johannes1000:

    Dazu bin ich schon mehrfach umgesetzt worden (innerhalb drei Monaten soll ich jetzt das dritte Mal umziehen!).

    Der Betriebsrat sagt, dass das „Mobbing“ sei, da in unserer Firma ein Umzug eine Ausstrahlwirkung auf die anderen Mitarbeiter hat.

    Bossing trifft es wohl eher ... aber bestimmt nicht, weil ein Umzug eine Ausstrahlwirkung. auf andere KollegInnen hat.

    Zitat von Johannes1000:

    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich dann massive Schwierigkeiten habe zu Arbeit zu kommen und das wird nicht beachtet…

    Warum hast Du massive Schwierigkeiten zur Arbeit zu kommen?

    Zitat von Johannes1000:

    Könnt ihr mir vielleicht helfen… bestehen gesetztliche Bestimmungen seine Motivation einzudämmen oder habt ihr andere Ratschläge für mich… (außer Kündigen :-)

    Hier kann Dir niemand helfen, aber Dein Betriebsrat könnte einiges für Dich tun. Leg beim BR eine offizielle Mitarbeiterbeschwerde ein und dann muss über deren Berechtigung entschieden werden. Hält der BR die Beschwerde für berechtigt, muss er beim AG auf Abhilfe hinwirken.

    Gruß
    Kokomiko

  • Hallo Johannes,

    wie kokomiko schon geschrieben hast, gelten für dich die Arbeitszeiten, die AG und Du miteinander vereinbart haben. Solltest Du schon eine längerer Zeit tatsächlich flexibel gearbeitet haben, dann wäre das ein konkreter Beleg für diese mündliche Vereinbarung.

    Davon ausgehend, dass diese flexible Arbeitszeit als vereinbart gilt, kann der AG diese Arbeitzeiten nicht einseitig ändern. Änderungen bedürfen immer der Zustimmung beider Seiten.
    Wenn der AG aus wichtigen und nachvollziehbaren Gründen diese beiden (räumlichen) Arbeitsbereiche aber zusammenlegen muss - Du das aber nicht willst, so könnte er versuchen, dies per Änderungskündigung durchzusetzen.
    Aufgrund Deiner Beschreibung scheint es solche wichtigen Gründe aber gar nicht zu geben...

    Insofern kannst Du auf die vertraglich festgelegten, also flexiblen Arbeitszeiten bestehen.
    Wenn es tatsächlich stimmt, dass die Firmenleitung den Vorgesetzten zwar gewähren lässt, in Wirklichkeit aber nicht voll hinter ihm steht, dann solltest Du den BR bitten, dies gegenüber der Geschäftsführung anzusprechen und auf dieser Ebene zu lösen. Falls das gelingt, dürfte Dein Vorgesetzter darüber aber keineswegs besonders erfreut sein...

    Du schreibst:
    Der Umzug wurde dennoch beantragt und mein Arbeitsplatz mit dem Nachfolger bestimmt.
    Das verstehe ich nicht so ganz.
    Du erwähnst, dass der BR auf Deiner Seite ist und das ganze als Mobbing ansieht - hat aber dennoch der Versetzung zugestimmt - obwohl diese Versetzung für Dich nachteilig ist oder sein könnte?

    Interessant wäre auch noch zu wissen, ob es bei Euch eine Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit gibt, also eine Regelung, die AG und BR abgeschlossen haben.

    Ulli

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen