Zusätzliche Ausbildung beginnen und Vertrag beim altem Arbeitgeber behalten?

  • Ein Kollege (gleichzeitig BRM) überlegt nachträglich eine Ausbildung anzufangen (er hat bisher keine; möchte sich aber für die Zukunft noch eine solide Grundlage aufbauen). Die Ausbildung würde er bei einer fremden Firma machen, da der Beruf beim aktuellen AG zwar gerne gesehen ist, aber in dem Beruf dort nicht ausgebildet wird.

    Der Kollege würde gerne seinen Vertrag mit dem bisherigen AG behalten, möchte diesen also (ähnlich einem Sabbatical) per individueller Vereinbarung mit dem AG ruhend stellen, damit er nach Ende der Ausbildung nicht arbeitslos wird, falls der Ausbildungsbetrieb ihn nicht übernimmt. Außerdem ist er sich nicht sicher, ob er sich auf die Zusage verlassen kann, dass der bisherige AG ihn nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung wieder einstellen würde.

    Geht sowas? Könnte er dann BRM bleiben? In welchen Betrieb dürfte er während seiner Ausbildung zur nächsten BR-Wahl a) aktiv wählen bzw. b) sich passiv wählen lassen?

    Vielen Dank für eure Antworten!

  • das ruhende Arbeitsverhältnis dürfte gehen, sofern der jetzige Arbeitgeber das mitmacht. Ohne Arbeitsleistung wäre sonst ja eine Kündigung möglich. BRM könnte meines Erachtens der Kollege bleiben. Er wäre dann wohl als zeitweilig verhindert anzusehen. Bei der nächsten Betriebsratswahl dürfte das aktive Wahlrecht mangels der erforderlichen Eingliederung im Betrieb nicht mehr bestehen. Wählbar dürfte er wohl bleiben, sofern der Wahlvorstand die Rückkehr nach der Ausbildung als zutreffend ansieht.

  • Zur rechtlichen Lage, ob das so möglich ist, kann ich keine Aussage machen. Vom Gefühl geleitet, würde ich mich Siegbert anschließen. Könnte mir vorstellen, dass es ähnlich einer Meisterschule ist, die ja auch als Block innerhalb weniger Monate absolviert werden kann.

    Auf jeden Fall sollte so eine "Auszeit" und die Rückkehr nach erfolgreicher Ausbildung schriftlich festgehalten werden, damit der Kollege danach wirklich wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann.

  • Hallo Siegbert,

    Deine Argumentation hinkt. 8)

    Erstens müsste dieser Kollege seine Verhinderung aktiv erklären (analog zur Elternzeit) und zweitens bliebe er (ebenfalls analog zur Elternzeit) auch weiterhin mit dem aktiven und passiven Wahlrecht ausgestattet.

    @ Fieldcraft

    Da es um die erste Berufsausbildung überhaupt zu gehen scheint, halte ich das Ansinnen Deines Kollegen zwar für nachvollziehbar, aber trotzdem für daneben.

    Eine Berufsausbildung ist nicht mal eben in ein paar Monaten absolviert. Da würde ich von diesem BRM erwarten, dass es sein Amt niederlegt.

    Was die Rückkehr in den Betrieb betrifft, kann der Kollege mit dem AG genau so gut eine schriftliche Wiedereinstellungs-Vereinbarung treffen, die nach Abschluss der Ausbildung greift.

    Wenn man schon den Schritt vollzieht, eine Berufsausbildung nachzuholen, ist das mehr als vernünftig. Aber man sollte sich den Kopf von jeglichen anderen Verpflichtungen freihalten!

    Gruß
    Kokomiko

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen