Mitarbeiter fällt bei Arbeit um --- Unfallanzeige?

  • Hi,


    wir sind grad in einem Streitpunkt mit dem AG.

    Wir sind er Meinung wenn ein Mitarbeiter im Betrieb umfällt (keine Einwirkung von Außen) ist das wie ein Arbeitsunfall zu werten und es muss eine Unfallanzeige erstellt werden.

    Der AG ist hier anderer Meinung.


    Ich habe bereits im Internet gesucht aber leider nicht wirklich was gefunden.

    Gibt es irgendwo was genaues zu dem Thema?

    gruß

    MrSonnenschein:)

  • Da bin ich bei Dir. Nicht nur dass das ganze auf der Arbeit passiert ist, wie kann ein aussenstehender nicht Mediziner denn beurteilen was zu der Ohnmacht geführt hat?

    Edit: Auf die schnelle mal Wikipedia gefragt, scheint halt wirklich von zentraler bedeutung zu sien, dass der Unfall direkt mit der Arbeit zu tun hatte. Dann hat unser Personalhansel mir damals quatsch erzählt als wir meinen abgebrochenen Zahn gemeldet haben. Eine Frühstückspause wärend einer Schulung kann man wohl kaum als verrichtete Arbeit bezeichnen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsunfall

  • Zitat von Xolgrim:

    Da bin ich bei Dir. Nicht nur dass das ganze auf der Arbeit passiert ist, wie kann ein aussenstehender nicht Mediziner denn beurteilen was zu der Ohnmacht geführt hat?

    Edit: Auf die schnelle mal Wikipedia gefragt, scheint halt wirklich von zentraler bedeutung zu sien, dass der Unfall direkt mit der Arbeit zu tun hatte. Dann hat unser Personalhansel mir damals quatsch erzählt als wir meinen abgebrochenen Zahn gemeldet haben. Eine Frühstückspause wärend einer Schulung kann man wohl kaum als verrichtete Arbeit bezeichnen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsunfall

    Das ist ja mein Problem. Wenn z.B. ein Arzt gerufen wurde und dann in die Versorgung eintritt muss man doch von einem AU sprechen.

    Der MA kippt ja nicht um weil es ihm besonders gut geht.

  • Hallo

    Ich möchte hier widersprechen

    Ein Arbeitsunfall setzt immer eine Einwirkung von außen voraus.

    So zählt ein Schlaganfall oder Herzinfarkt nicht zu einem Arbeitsunfall.

    Selbst wenn ein Unfall zum Beispiel ein Sturz aus einer bestimmen Höhe zu einem Herzinfarkt führen würde, würde eine Beweisführung wohl einer längeren Gerichtlichen Klärung bedürfen.

    Das umfallen ohne das es hierzu einen ersichtlichen Grund gegeben hat ist kein Arbeitsunfall.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Zählt dann ein BurnOut nicht als Arbeitsunfall?

  • Zitat von Xolgrim:

    Richtig, ein Burnout zählt als (Berufs)krankheit nicht als Arbeitsunfall.

    Ok,, vestanden.

    Aber selbst wenn es kein Arbeitsunfall ist.

    Ist das Unternehmen verplfichtet wenn jemand Umfällt oder ein Arzt gerufen wird irgendwohiin zu melden?


    Gruß

    MsSonnenschein

  • Hallo zusammen,

    ist den erste Hilfe geleistet worden?

    Dann muss der Einsatz ohnehin gemeldet werden. Dann kann der Arzt später eine Diagnose stellen und beurteilen ob hier die Arbeit "schuld" war.

    Bei uns war es ein Epilepsianfall. Die erste Hilfe ist ordnungsgemäß eingetragen und als solche der G gemeldet worden. Der Anfall war natürlich kein AU.

    Liebe Grüße Lisa

  • Zitat von welute:

    Hallo zusammen,

    ist den erste Hilfe geleistet worden?

    Dann muss der Einsatz ohnehin gemeldet werden. Dann kann der Arzt später eine Diagnose stellen und beurteilen ob hier die Arbeit "schuld" war.

    Bei uns war es ein Epilepsianfall. Die erste Hilfe ist ordnungsgemäß eingetragen und als solche der G gemeldet worden. Der Anfall war natürlich kein AU.

    Liebe Grüße Lisa

    Ja es ist einerseits vom Ersthelfer und anschließend von einem Arzt Hilfe geleistet wurden.

    gruß

    MrSonnenschein

  • Hallo,

    auch wenn es natürlich stimmt, dass die BG nicht für alle Erkrankungen zuständig ist, die am Arbeitsplatz passieren, sondern nur für Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten, so ist m.E. der BG hier Meldung zu erstatten - die BG wird dann von sich aus die Zuständigkeit prüfen.

    Es kann ja durchaus sein, dass das "Umfallen" durch die Arbeit(sbedingungen) (mit-)bedingt war; dies zu beurteilen, kann nicht dem AG obliegen, er hat schlicht nicht die Kompetenz.

    Grüsse Winfried

  • Hallo

    ich halte diesen Vorfall für nicht meldepflichtig.

    Winfried du hast zwar Recht wenn du schreibst dass dem AG die Kompetenz fehlt aber die Aufgabe hat er dennoch.

    Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

    § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen

    (1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.

    (2) Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.

    (3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch

    1.die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,

    2.physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,

    3.die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,

    4.die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,

    5.unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,

    6.psychische Belastungen bei der Arbeit.

    vor allem 6. stellt eine Neuerung dar.

    Der AG hat halt für Kompetenz zu sorgen

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Hallo,

    bei einem Vorfall in der Arbeit, sei es Unfall oder eine Erkrankung die mit der Arbeit nichts zu tun hat, ist immer wichtig zumindest den Vorfall so genau wie möglich zu Dokumentieren.

    Es ist schon so das die BG nicht für Herzinfarkt oder Schlaganfall zuständig ist, auch auf dem Klo und in der Kantine bei Mittagessen ist man in der Regel nicht über die BG abgesichert.

    Nun ist es aber so das es sein kann, wie oben beschrieben, einer Umfällt und sich den Kopf ein Rennt an der Werkbank an der er arbeitet oder es liegt was rum und verletzt sich daran sind diese Verletzungen ein Fall für die BG nicht der Infarkt, die Kantine wurde auch schon genant, auf einer Schulung der BG zu Thema Unfallmeldung wurde der Fall beschrieben, einer war beim Mittagessen da wurde mehr mals von seinem Chef angepipst weil zu einem Treffen kommen sollte, nun begann er hastig zu essen, Rolate mit Zahnstocher,zum zusammen halten dieser.

    Denn Zahnstocher aas er in der eile gleich mit, das hatte schwere Folgen, normal kein Fall für die BG aber der Chef machte druck und so kam es das die BG zahlte.

    Güße

    ergo

  • Hallo noch mal,

    es wurde auch der Fall von der Leiter genannt, auch hir gild, der Infarkt ist außenvor, kann man nachweisen das der Tod duch den Sturz verurscht wurde ist den Angehörigen eine Rente zu zusprechen,

    auch wenn einner einen Schwächeanfall auf einer Treppe im Betrieb hat sind die Brüche ein Fall für die BG.

    Tritt einer auf seine eigenen Schünrsenkel und Fällt auf ebenen Boden hin ist es privad.

    Jeder der Unfallmeldungen aufnimmt sollte sich deshalb ein mal bei der BG informiernen, denn so eine Meltung ist nicht so einfach weil es eben so komplex ist!

    ergo

  • Hallo.

    Zitat von erco:

    § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen

    Was bitte schön hat das Thema "Gefährdnungsbeurteilung" mit den Fall hier zu tun?

    Ob die BG zuständig ist, muss die BG entscheiden, und das kann sie nur, wenn sie vom Vorfall Kenntnis hat.

    Grüsse Winfried

  • Hallo Winfried

    Die Gefährdungsbeurteilung hat insofern damit zu tun als der AG immer nach solchen Vorfällen seine Gefährdungsbeurteilung zu überprüfen hat.

    Unfälle sind der BG nur zu melden wenn eine AU größer drei Tage daraus resultiert.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen