Vorwahl Vorschlagsliste

  • Hallo,

    zum Festlegen der Kandiatenreihenfolge auf einer der Vorschlagsliste, haben wir eine "Vorwahl" an dem jeweiligen Standort durchgefürt. Einige Tage danach habe ich erfahren, das die drei Azubis (alle über 18 Jahre alt) nicht bei der Vorwahl berücksichtigt worden sind und die Wahlhelfer gemeint haben, sie dürften an der Vorwahl nicht teilnehmen. Gibt es eine gesetzliche Grundlage - wie kann ich mit der Situtation umgehen?!

    Danke!

  • Spannende Frage. Was ist denn bitte eine Vorwahl? (kenne ich bisher nur vom Telefon ;) )

    Mich beschleicht gerade das Gefühl, dass da bei euch einiges im Argen liegt.

    Wie groß ist das Unternehmen und welches Wahlverfahren verwendet ihr ggfls.?

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Unternehmen hat 730 Mitarbeiter und verwendet das normale Wahlverfahren durch Listenwahl.

    Die Vorwahl dient bei uns dazu, die Kandidaten - die sich zur Betriebsratswahl aufstellen lassen - in eine Reihenfolge für die Vorschlagsliste durch eine demokratische Wahl zu bringen - also Kandidat 1 hat 100 Stimmen und ist somit auf Platz der Liste, der zweite Kandidat hat 80 Stimmen also auf Platz 2 usw. Diese Vorwahl fand an allen Betriebsstätten statt. Die somit erstellen Vorschlagslisten wurden dann an den Wahlvorstand fristgerecht eingereícht und abgenommen.

    Die eigentliche Betriebsratswahl, wo die eingereichten Listen mit Kandidaten gewählt werden können, findet im März statt.

  • OK, danke für die Hintergrundinfos.

    Eine gesetzliche Grundlage kenne ich nicht, ich höre zum ersten Mal von so einem Verfahren. Insofern halte ich den Ausschluss der Azubis zwar für reichlich unglücklich, aber letztlich irrelevant, da das Verfahren gesetzlich nicht geregelt ist.

    Wer hat diese Wahlen veranstaltet? Ich hoffe doch mal die Listenvertreter? Denn wenn es der Wahlvorstand war (d.h. offiziell der Wahlvorstand, dass die handelnden Personen identisch sind/sein können ist nicht das Thema), sehe ich hier die gesamte Wahl gefährdet.

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  • Nein alle Vorwahlen wurden von den Kandidaten selbst organisiert und durchgeführt. Auch als Wahlhelfer wurden freiwillige Kollegen herangezogen.

    Wie soll ich reagieren, sollten die Azubis bei richtigen Wahl im März beanstanden, dass sie bei der Vorwahl nicht wählen durften, es aber jetzt dürfen?! :roll:

  • Zitat von flusebaer:

    Wie soll ich reagieren, sollten die Azubis bei richtigen Wahl im März beanstanden, dass sie bei der Vorwahl nicht wählen durften, es aber jetzt dürfen?! :roll:

    Ich vermute mal, du bist im Wahlvorstand?

    Die Antwort kann nur lauten: Vorwahlen? Was für Vorwahlen? Ich kenne keine Vorwahlen! *

    Nein, ernsthaft, die Vorwahlen haben den gleichen Stellenwert, als wenn die Kollegen sich zum gemeinsamen Fußballspielen verabreden. Doof für den, den sie nicht mitspielen lassen, aber das war es dann auch.

    Alternativ könntest du ihnen empfehlen bei der nächsten Wahl eine eigene Liste aufzustellen, bei der sie dann entscheiden, wer mitbestimmen darf, in welcher Reihenfolge die Kandidaten auf die Liste kommen.

    * (Im Original eigentlich Alesia, nachzulesen in Asterix und der Avernerschild)

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  • Um es einmal klar und deutlich in Worte zu fassen.

    Die Reihenfolge in welche die Kandidaten auf einer Vorschlagsliste stehen bestimmt der Listenführer und zwar er ganz alleine. Wenn jemand mit der Ihm zugewiesenen Position nicht zufrieden ist muss er sich ja nicht auf diese Liste setzen lassen. Er kann sich auf eine andere stellen lassen oder selber eine eröffnen.

    Wenn der Listenführer das nun nicht Diktatorisch bestimmen will kann er sich natürlich mit den Leuten die auf die Liste wollen absprechen. Das ist jedoch wie bereits erwähnt nicht rechtlich geregelt. Hier in dem Fall gab es dann eine Vorwahl (interessanter Ansatz übrigens) an dessen ausgang sich der Listenführer dann gehalten hat (aber nicht hätte halten müssen.)

    Also frei Nach Moritz: Ob Fußballspielen oder Vorwahl ist für die Gültigkeit der Liste und der Wahl vollständig egal.

    PS: Netter Arbeitgeber übrigens der solche Vorwahlen wärend der Arbeitszeiten zulässt.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen