Beiträge von xyz22

    Die Software ist mir leider nicht bekannt.

    Vielleicht kann ich aber zum Thema Lastenheft etwas helfen:

    Üblicherweise beinhaltet ein Lastenheft die Anforderungen des Kunden an den Lieferanten. Wenn es zum Beispiel eine speziell für Euch geschriebene Software wäre, stünde im Lastenheft, was diese Software alles können muss. Ist es eine Software von der Stange, wird es eher kein Lastenheft geben.


    Bei der Einführung der Software geht es euch ja vor allem darum, dass die Leistungs- und Verhaltenskontrolle nicht stattfinden kann oder zumindest nur in bestimmten, genau definierten Fällen stattfinden darf.


    Euer Arbeitgeber wird ja wohl wissen, was er mit der Einführung der neuen Software erreichen will. Wer welche Rechte bekommen soll und ob einzelne Mitarbeiter ausgewertet werden können / sollen.


    Bei uns gibt es eine Informations- und KommunikationsTechnik-RahmenBV in der der sowohl die Abläufe bei der Einführung einer neuen Software festgeschrieben sind als auch der Leistungs- und Verhaltenskontrolle ein genereller Riegel vorgeschoben ist. Falls der Arbeitgeber mal eine Software einführen wollte, mit der er auch die Leistung oder das Verhalten kontrollieren wollte, gäbe es eine separate BV.

    Wenn du auch irreführenderweise xy statt xx in deinem Nick führst... natürlich tappen wir da im Dunkeln... :*

    Ganz ehrlich - das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Ich bin auch keine 22 mehr ^^


    Ganz kurz zu mir,


    Ich bin gebürtige Mecklenburgerin und wohne nun seit über 20 Jahren im schönen Thüringen. Im BR bin ich seit 2011 und außerdem noch im KBR. Beruflich beschäftige ich mit Personaleinsatzplanung und der Schulung von Mitarbeitern.


    Hier suche ich nach anderen Sichtweisen und Denkanstößen.


    Übrigens hat für mich das Geschlecht bei meiner Arbeit eine eher untergeordnete Rolle: Höchstens wenn es um das Heben von Bauteilen geht, da pass ich schon auf, dass die Frauen sich nicht übernehmen. ;)

    Ihr seid ja als BR in der vollen Mitbestimmung. Nutzt diese auch.


    Ich erstelle auch Schichtpläne und kenne die Problematik zumindest zum Teil.

    Die Feiertagswochen kommen ja jetzt gehäuft und der Arbeitgeber wird immer auf eine für ihn günstige Verteilung der Arbeitstage drängen (habe mal einen erlebt, der meinte, der Ausgleich für Sonntagsarbeit könne ja auf einen Feiertag liegen :cursing: )

    Ihr benötigt eine Systematik, wie die freien Tage üblicherweise in der jeweiligen Schicht verteilt wären, unabhängig von einen Feiertag. Diese Systematik wird dann ausgerollt. So entsteht dann der Schichtplan.

    Und wenn in der Feiertagswoche mehr Arbeit anfällt, so ist das ja Mehrarbeit, die entsprechend zu vergüten ist oder durch zusätzliche Freizeit abgegolten wird. Oder der Arbeitgeber benötigt für diese Zeit mehr Personal.

    Auf welcher Grundlage ist er denn jetzt bei euch beschäftigt?


    Ein Arbeitsvertrag kann auch durch Handschlag besiegelt werden und bedarf nicht der Schriftform.


    Und wenn im Arbeitsvertrag zur Beendigung bei Eintritt ins Rentenalter nichts geklärt ist, dann muss eine der beiden Parteien den Vertrag schriftlich kündigen, um den Arbeitsvertrag zu beenden. Ansonsten läuft er weiter.


    Und der Betriebsrat müsste zur Kündigung (wenn vom Arbeitgeber angestrebt), gehört werden.

    Vielleicht findest du ja auch ein paar Unterstützer in der Zentrale, die mit dir zusammen auf eine Liste gehen. Das würde dann eventuell auch zu mehr Stimmen führen.

    Vielleicht stehe ich ja auf dem Schlauch, aber bei einer 5 Tage Woche und z. B. 30 Tagen Urlaub hätte die TZ-Kraft mit ihrer 4 Tage-Woche 24 Tage Urlaub im Jahr und nimmt pro Arbeitstag einen Tag Urlaub. Dies kann man für den jeweiligen Urlaubsanspruch per Dreisatz einfach berechnen. Dabei ist es dann ganz egal, wann der freie Tag liegt.


    Ich errechne doch den Anspruch an Urlaubstagen für das Jahr. Wir haben Teilzeitkräfte mit allen Variationen, von 4 Tage Woche (hier wird immer im Voraus festgelegt, welcher Tag frei sein soll und Änderungen entsprechend beantragt) bis zu 5 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche. Den meisten Stress und die meisten Fehler bei der Abrechnung gab es bei der fiktiven Verteilung der Wochenarbeitszeit auf die 5 Tage Woche, und dann aber nur an 4 Tagen kommen. Durch Feiertage und einzelne Tage Abwesenheit gab es da immer Fehler. Diese Variante machen wir nicht mehr.

    Yammer wird bei uns hauptsächlich in den Entwicklungsbetrieben genutzt. Dort war auch das Geschrei groß, es endlich einzuführen. Zumal die Werke in anderen Ländern schon damit arbeiteten. Ich habe zwar auch eine Zugang, nutze ihn nicht und habe auch nichts verpasst. Aber damit man nicht auf mehreren Plattformen unterwegs sein muss, gab es ja auch die KBV zu Yammer. Bei uns ist es mehr so ein konzerninternes Facebook.

    Andere Plattformen haben wir auch, ganz aktuell Teams, wobei ich dort die effektiven Möglichkeiten der Nutzung schon interessanter finde. Aber auch hier gibt es keine Leistungs- und Verhaltenskontrolle. Selbst die Statusmeldung kann man selbst einstellen.

    Das kann dann durchaus so sein. Aber die Matrixstruktur hat ja der Arbeitgeber gewählt.


    Und ja, es kann durchaus passieren das die Betriebsräte unterschiedlich entscheiden, mit durchaus berechtigten Gründen.

    So nebenbei, Protokolle kann man auch noch am nächsten Tag fertig schreiben. Und somit die langen Tage vermeiden. Zumal ein regelmäßiger 12 Stunden-Tag ja nicht wirklich optimal ist. Auch wenn das Arbeitszeitgesetz für die Ehrenamtstätigkeit nicht in aller Schärfe gilt, so sollte man als BR auch mit gutem Beispiel vorangehen. Wie will ich bitte sehr, engagierte und übermotivierte Mitarbeiter dazu bringen, sich ans Arbeitszeitgesetz zu halten, wenn ich mir selbst alle 4 Wochen eine Ausnahme genehmige?

    Bei uns wird Yammer innerhalb des Konzerns genutzt. Die Mitarbeiter im Office-Bereich speziell in den Entwicklungsteams nutzen es wohl auch intensiv. Ich bin in einen produzierenden Bereich und bei uns wird es eher nicht genutzt.

    Das jammern nach Yammer war entsprechend verteilt. Geregelt haben wir alles in einer Konzern-BV. Wichtig war, das die Nutzung freiwillig ist, die Nutzung Arbeitszeit ist. Den Mitarbeitern, die es nicht nutzen möchten, dadurch keine Nachteile entstehen. Und es nicht zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle genutzt werden darf.

    Wie hatten es noch vor Office 365 eingeführt.

    Also, wir haben das Problem leider auch des Öfteren. Üblicherweise können ehemalige Mitarbeiter bei uns frühestens nach 6 Monaten als LAN wieder eingesetzt werden. Begründet wird das auf §8 (3) AÜG. Hier soll vermieden werden, dass Mitarbeiter ausgenutzt werden, in dem man sie erst kündigt und dann unter schlechteren Konditionen als LAN zurückholt. Vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wurden wohl verstärkt innerhalb von Konzernen eigene Zeitarbeitsfirmen gegründet. Schlecker hat sich da besonders hervorgetan.

    Zwar versuchen wir natürlich auch, die Mitarbeiter in feste Verträge zu bekommen, allerdings ist die Situation in bei uns als Zulieferer bei Verbrennern halt aktuell schwierig.

    Und die erste Antwort des Anwalts wird sein: "Es kommt darauf an" ;)

    Auch der Anwalt wird den genauen Sachverhalt prüfen. Dazu gehört unter anderem auch, ob dein Arbeitgeber dich rechtzeitig und nachweislich darüber informiert hat, wann dein noch nicht genommener Urlaub aus 2020 verfällt.

    Moin,


    .....Rein arbeitsrechtlich beginnt die Arbeit dann wenn ich bereit bin, meine Tätigkeit aufzunehmen. D.h., ich sitze vor meinem PC, der ist hochgefahren, und kann mit der Arbeit beginnen......

    Sehe ich etwas anders: Die Zeit, in der mein PC hoch- oder runterfährt ist Arbeitszeit, ich mache das ja nicht zu meinem Privatvergnügen, sondern um zu arbeiten (wenn ich nur daran denke, wie lange mein Rechner manchmal benötigt, bis er sich entscheidet, mit mir zu arbeiten).

    Das ist genauso mit den Vorbereitungszeiten von LKW-Fahrern oder auch Kurierdienstfahrern. Da gibt es auch Arbeitgeber, die der Meinung sind, Laden und Rüsten des Fahrzeuges wäre keine Arbeitszeit.

    Arbeitszeit beginnt an der Stechuhr, die meinem Arbeitsplatz am nächsten liegt.