Beiträge von WissenWill

    Zitat von Charly0907

    Wenn die Kandidaten nach der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen einen gemeinsamen Kandidatenflyer an die Wahlberechtigten verschicken wollen spricht doch nichts dagegen wenn wir als Wahlvorstand dafür die Namen zur Verfügung stellen, oder???? Es präsentieren sich alle Kandidaten gleichzeitig - keiner hat einen Vorteil bzw. Nachteil.

    Da die Namen der Wahlberechtigten ja sowieso veröffentlich werden ist das erst einmal kein Problem. Allerdings stellt sich die Frage, wer die Kosten für den Versand der Wahlwerbung übernimmt.

    Der AG ist hierzu nämlich nicht verpflichtet und von daher darf das nicht einfach mal so eben über die Hauspost laufen.

    Zitat von Charly0907

    Weitergabe der Privatanschriften auch ok? Diese liegen uns nämlich vor, da wir die Briefwahlunterlagen nach Hause schicken.

    Und das geht absolut nicht, die sind vertraulich und stehen auch Euch - ebenso wie z.B. die Geburtsdaten - ausschließlich für Eure Tätigkeit als Wahlvorstand zur Verfügung und auf gar keinen Fall für die Wahlwerbung der Kandidaten.

    Zitat von Hetschic

    wenn Datenschutz sofort als Argument verwendet wird

    Wenn jemand den Datenschutz als "Argument" vorschiebt, dann lass dir von ihm den entsprechenden Gesetzestext zeigen.

    Ohne entsprechende Vorschrift bzw. entsprechendes Gesetz oder einen Paragraphen ist das kein "Argument" sondern lediglich eine Meinung.

    Auch der sog. "Datenschutz" ist nicht so abstrakt, dass es da für entsprechende Vorgänge bzw. Fälle keine genauen Definitionen gibt.

    Also bei uns wird das Protkoll ganz normal in Word erstellt, dann der Entwurf an die betreffenden BR-Mitglieder - unverschlüsselt und ohne Passwortschutz - per hausinterner Mail verschickt und in der nächsten Sitzung abgenommen.

    Dann die Unterschriften drauf, Ablage und Feierabend.

    Es gab zwar in der Vergangenheit tatsächlich mal die Anforderung das Protokoll vor dem Versand und der Speicherung mit einem Passwortschutz zu versehen, aber davon sind wir - da nicht notwendig - wieder abgekommen.

    Nur nochmal zum Verständnis, der AG hat einen MA, dem jetzt - unabhängig von den Erfolgsaussichten - gekündigt werden soll?

    Statt dessen schafft er, um ihn eben nicht entlassen zu müssen, extra für diesen MA eine neue Stelle, um ihn dahin zu vesetzen?

    Der BR besteht im dem Fall auf eine (übliche) Ausschreibung, obwohl es ohne weiteres möglich gewesen wäre, in diesem besonderen Fall auch einmal ausnahmsweise darauf zu verzichten, um dem MA seinen Arbeitsplatz zu sichern?

    Die Ausschreibung verlief offenbar nicht regelkonform und deshalb hat der BR der Versetzung des - eigentlich zu kündigenden - MAs widersprochen?

    Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie habe ich mit diesem Ablauf, rechtliche oder verfahrenstechnische Aspekte mal ausser Acht gelassen, ein Problem ... und das sehe ich nicht beim AG.

    Zitat von Thomas Kalfhaus

    wir wollen unsere Daten regelmäßig auf einer externen Festplatte sichern.

    Ist das technisch seitens des AG überhaupt möglich bzw. erlaubt? Wenn Ihr bei Euch eine externe Festplatte anschließen könnt oder wollt, um dort Daten - egal welcher Art - aus dem Firmennetzwerk drauf zu spielen, dann würde ich als AG aber sofort NEIN sagen.

    Das Risiko, dass hier u.U. jemand - vielleicht sogar ein BR-Mltglied - unrechtmässig Firmendaten kopiert, wäre mir zu hoch.

    Was soll das auch? Für das Firmennetzwerk sollte es eigentlich eine gute und sichere Backupstrategie geben und die sollte ausreichen.

    Und für den Fall, dass diese Lösung trotzdem durchgeführt wird, dann ist die Festplatte natürlich vollständig und mit modernsten Mittels zu verschlüsseln. Stell Dir einfach vor bei Euch in der Firma wird ein- und der Schrank des BR aufgebrochen und die HDD mit den personenbezogenen Daten gestohlen? Dann viel Vergnügen dabei, dass der Belegschaft zu erklären.

    Zitat von Ergo_101

    In der Firma Fleißig gibt es Mitarbeiter in Schlüsselpositionen die unregelmäßig lange arbeiten, manchmal mehr als 12 Stunden an einem Tag

    Hierzu eine grundsätzliche Frage, was sagen deren Vorgesetzten dazu? Wissen die davon und dulden das?

    Zitat von Tyler Durden:


    Das ist übrigens ne mitbestimmungspflichtige Änderung von der Arbeitszeit, wurde der BR vorher gefragt?

    Du meinst, wenn die Perso oder der Chef den AG im Urlaub anruft und fragt, ob er für einen erkrankten Kollegen einspringt, ist das eine mitbestimmungspflichtige Änderung der Arbeitszeit?

    Zitat von Miaukatze:

    Ich versuche, objektiv damit umzugehen, aber Urlaub galt für mich bisher als "dienstfrei". Hoffe, es kann jemand helfen.

    Evtl, gehen da die Meinungen auseinander, aber rein von der Logik her hat die Perso hier Recht.

    Wenn ich an einem "Urlaubstag" in die Firma komme, dann habe ich ja den Urlaubstag noch, da er nicht verfällt sondern nur verschoben wird. Und damit habe/hatte ich nicht dienstfrei. Von daher gibt es - logischerweise - keine Zulage.

    Der Kollege hätte an dem Urlaubstag zwar garnicht kommen und arbeiten müssen, aber wenn er es macht, dann ist das zwar nett, aber das war es auch.

    Zitat von Monacomane:

    wenn das BRM mutwillig nicht teilnimmt.

    Und ich sage nochmal, wenn ich z.B. regelmässig Dienstags meinen festen Homeofficetag habe und alle anderen Tage im Büro bin und an den anderen Tagen auch alle anderen BR-Mitglieder da sind, dann wäre es böswillig seitens des BRV, wenn er genau an diesen Tag eine Sitzungen legt die auch an einem anderen Tag hätte stattfinden können.

    Hier könnte man - wenn man es anders auslegt - ohne weiteres behaupten, dass der BRV das absichtlich macht um mich - in Kenntnis meiner Abläufe - in meiner BR-Arbeit zu behindern.

    Und wenn sich sowas in einer Firma rumspricht, dann düfte der BRV ziemlich schnell einen sehr schweren Stand bekommen.

    Einfach zu behaupten, dass das BR-Mitglied im regelmässigen Homeoffice mutwillig nicht teilnimmt ist ziemlich überheblich. Man kann das ganze auch von der anderen Seite betrachten.

    Zitat von Rabauke:

    Für mich gilt hier, der BRV lädt zur Sitzung während der allg. Regelarbeitszeit ein. Jedes BR-Mitglied hat hieran teilzunehmen, es sei denn es fehlt aus gesetzlich zulässigen Gründen.

    Das sehe ich etwas anders. Wenn bekannt ist, dass ein oder mehrere BR-Mitglieder an einem bestimmten Tag immer Homeoffice machen, dann hat der BR-Vorsitzende hierauf Rücksicht zu nehmen.

    Ansonsten müsste ich als betroffenes BR-Mitglied davon ausgehen, dass dieser BR-Vorsitzende das absichtlich macht und mich damit an der Wahrnehmung meiner Rechte hindern will, weil er weiss, dass es für mich unzumutbar ist genau an diesem Tag ins Büro zu kommen (sonst würde ich ja kein Homeoffice machen).

    Aber das kann ja eigentlich auch nur der Fall sein, wenn es sich um eine außerordentliche Sitzung handelt. Bei den regelmässigen sollte man sich ja im Vorfeld abgestimmt haben, wann es jedem passt. Und dann dürfte es sich um eine absolute Ausnahme mit einer entsprechenden Begründung handeln, wenn ein BR-Mitglied genau an dem Tag einmal Homeoffice macht.

    Zitat von Ratz:

    Die Kernaufgabe des Betriebsausschusses ist es, die laufenden Geschäfte des Betriebsrats zu führen. Dazu gehören u. a. folgende Aufgaben:

    Mal eine wesentliche Frage, eine Schulung zum Thema "BR-Vorsitz" bzw. "Stellvertretung" hattest Du und Deine Stellvertretung aber noch nicht, oder?

    Die würde ich einmal dringend und vor allem kurzfristig besuchen, dann stellt sich so eine Frage nämlich nicht.

    Zitat von Ratz:

    Der BA bereitet doch die Sitzung vor. Deswegen.

    So ein Quatsch, wie Moritz schon schrieb, der Betriebsratsvorsitzende - und nur der - legt die Tagesordnung fest und beruft die Sitzungen ein.

    Ist der/die verhindert, dann der/die Stellvertreter/in. Und genau da habt Ihr jetzt dss Problem, sind die beiden nicht da und es gibt keine anderen offiziellen Vertreter/innen, dann hat der BA diesbezügl. auch nicht mehr viel zu melden, zumindest wird es nicht einfach.

    Also ich bin bei uns Sicherheitsbeauftragter und BR-Mitglied und als Sicherheitsbeauftragter vertrete ich in den ASA-Sitzungen nicht den BR.

    Das sind an dieser Stelle zwei verschiedene Positionen mit unterschiedlichen Aufgabensstellungen und hier möchte ich allein im eigenen Interesse eine mögliche Kollision vermeiden ... und kann das auch nur jedem anderen raten.

    Der BR entsendet offiziell andere BR-Kollegen in die ASA-Sitzungen und wenn von denen keiner kann, dann ist der BR offiziell nicht vertreten.

    Ob das rechtlich anders möglich wäre weiss ich nicht genau, aber wie gesagt, hier könnte es - wenn man seine Aufgaben als SiB und BR wirklich ernst nimmt - ggf. zu einem Interessenkonflikt kommen und von daher würde ich es nicht machen.

    Zitat von maddl:

    zu BetrVG wurde vom Referenten angesprochen, dass Schweigepflicht gegenüber den BR-Kollegen besteht, wenn ein

    Das ist dahingend korrekt, dass der Wunsch des MAs, dass kein anderes BR-Mitglied über einen Sachverhalt informiert wird, bindend ist und auch aus Vertrauensgründen eingehalten werden muss.

    Im Umkehrschluß bedeutet das aber auch - und so wird das bei uns klar kommuniziert - dass in dem Fall der BR dann halt nicht offiziell eingebunden ist, sondern dass es sich um ein rein "privates" Gespräch zwischen MA und BR-Mitglied handelt um schon mal im Vorfeld eine Meinung einzuholen.

    Der BR ist nur dann offziell dabei, wenn er - also dann alle Mitglieder - auch entsprechend informiert wurden. Hier kann es einen solchen Wunsch eines MAs nicht geben.

    Zitat von Adelbert12345:

    Wir haben bei uns auch eine WhatsApp Gruppe eingeführt damit wir schnell auf alles reagieren können.

    Hmmm - jetzt mal ohne auf die eigentliche Frage einzugehen, es gibt also WhatsApp-Gruppen in denen man sich ggf. über - evtl. sogar vertrauliche oder mitarbeiterbezogene - Firmeninternas austauscht?

    Habe damit nur ich aus Datenschutz- und firmeninternen Gründen ein Problem? :roll:

    Zitat von mikesch68

    Hallo zusammen, darf der Arbeitgeber vom Betriebsrat verlangen, einer Versetzung zuzustimmen bevor der betroffene Mitarbeiter darüber informiert wird, und vom BR auch Stillschweigen zu fordern? - D.h. BR stimmt zu ohne Gelegenheit zu haben, mit dem Mitarbeiter zu reden?

    Fordern bzw. verlangen darf er es natürlich ... ihr müsst Euch nur nicht darum kümmern bzw. es beachten ;).

    Zitat von Agrarflaechendesigner

    die ja nach Teilzeitarbeitsgesetz bevorzugt werden müssten

    Woher nimmst Du das? Sie dürfen nicht benachteiligt werden, von mehr ist im Gesetz nicht die Rede.

    Zitat von Agrarflaechendesigner

    da sich der Betriebsrat ja eigentlich für die Teilzeitkräfte einsetzen müsste

    Auch das finde ich eine merkwürdige Aussage. Der BR ist für jede(n) Mitarbeiter/in da und nicht nur für Teile davon. Und was habt Ihr - ausser, dass Ihr vermutet, dass hier gemauschalt werden soll - für Gründe die gegen die Azubine sprechen?.

    Zitat von schönefeld:

    Frage also: Ist nach Aussprache einer Ermahnung das Nachreichen einer Abmahnung möglich, oder ist das Recht dazu "verwirkt"?

    Den Begriff der "Ermahnung" gibt es so eigentlich nicht und von daher ist es zwar nett wenn der Vorgesetzte/AG es bei einem mündlichen "DuDu" belässt, aber die Möglichkeit der Abmahnung hat er - wenn sie zeitnah erfolgt - immer noch.

    Zitat von Hawky:

    Darf bei Empfang einer Email von einer Person (abteilungazubi ät ...) immer eine Kopie an wen anderes gehen. Die Person (also der Azubi) weiß das mit der Kopie auch.

    Sowas ist bestimmt Firmenintern zu regeln, aber ich würde hier das "Problem" eher auf der externen Seite sehen.

    Wenn ich z.B. als Kunde in einer Firma den Mitarbeiter A - ggf. sogar privat - anschreibe, dann ist für mich die Regelung, dass die private Nutzung nicht erlaubt ist, erst einmal nicht bindend bzw. weiss ich vielleicht sogar erst einmal nichts davon.

    Wenn diese e-Mail dann automatisch an die Person B oder den Verteiler C weitergeleitet wird, dann würdest Du mit mir - wenn ich das erfahre - ein zienliches Problem bekommen.

    Wie gesagt, intern ist das vielleicht zu regeln, extern sieht es schwieriger aus. Wobei es hier natürlich auch darauf ankommt ob die Mail an einen "Namen" geht (also eine Person) oder eine Funktionsmailbox bzw. erkennbaren Verteiler (z.B. einkauf@....).