Beiträge von brotschieber

    Wenn, und davon gehe ich jetzt einfach mal aus, das von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht kommt, dann fehlen hier ganz offensichtlich noch wesentliche Informationen.


    Dienst-/Schichtpläne unterliegen zweifelsohne der Mitbestimmung gem. § 87 (1) Ziffer 2 BetrVG. D.h. wenn ein Schichtplan erstellt worden ist, kann der AG ihn nicht einseitig ändern. (Was vermutlich der Grund ist, weshalb euer AG hier für Februar zurückgerudert ist.)


    Ich möchte gerne noch einmal auf diesen Teil meiner Fragen zurückkommen, da du darauf noch nichts geantwortet hast:

    Nein das waren ganz normale Stunden.

    Momentan haben wir ein paar Kranke, so das alle trotzden auf ihre tariflichen 38h die Woche kommen.

    Aber wenn alle da sind.....

    Ich habe das dem Anwalt genauso erzählt.

    Glaub mir da kommt man schon ins zweifeln

    So ganz habe ich den Fall noch nicht durchdrungen.


    Wurden hier bereits geplante Schichten einfach gestrichen oder geht es darum einen zukünftigen Plan ohne die Schichten zu erstellen?


    Und wie sieht es mit den Kollegen aus? Waren das bisher (vermutlich gut bezahlte) Zusatzschichten, die jetzt einfach wegfallen oder fehlen den Kollegen jetzt plötzlich Schichten, so dass sie ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können, einfach weil plötzlich Arbeitszeit fehlt?

    Unser Arbeitgeber hat beides gemacht, aber hat für Februar es wieder rückgängig gemacht.

    Im gleichem Atemzug aber für den Märzplan angedroht eben diese Schichten nicht zu planen.

    Obendrein hat er uns deutlich zu verstehen gegeben, das wir in dieser Frage kein Mitspracherecht haben und

    dieses auch nicht verhandelbar ist.

    Wir haben ihn mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, woraufhin er sehr erzürnt reagiert hat, da wir doch seine Zeit verschwenden.

    Wir haben noch nie eine Einigungsstelle angerufen, deshalb wollte ich Rechtssicherheit und

    bin zu einem Anwalt für Arbeitsrecht gegangen habe ihn den Fall geschildert.

    Und jetzt kommt es, er gab unseren AG recht, da in unserem Fall der Paragraph 87 Abs.1 nicht

    anwendbar ist.

    Er hat es noch genau erklärt, aber ich bin nun mal kein Rechtsverdreher.

    Alle anderen inclusive Gewerkschaft raten uns Schritte zu unternehmen.

    Moin zuusammen,


    Seit Jahren wird in unserem Betrieb der Schichtplan, unter anderem auch auf die Sollstärke des zu besetzenden Personals pro Schicht geprüft.

    Dieses wurde in einer mündlichen Absprache mit dem AG so geregelt.

    In der letzten Woche kam unser Depotmanager bei einer frühen Stippvisite an unseren Arbeitsplatz auf die Idee, da ja offensichtlich keine

    Arbeit anlag (was just in diesem Moment auch so war) einfach mal 2 Nachtschichten und 1 Spätschicht pro Woche zu streichen.

    Dieses geschh innerhalb von ein paar Tagen, ohne den BR zu informieren.

    Laut unserer Rechtsauffassung hat der BR nach §87 Punkt1 Absatz2 BetrVG aber Mitspracherecht, oder?!

    Kann er für den nächsten Monatsplan diese 3 Schichten pro Woche einfach streichen?

    Danke für die schnelle Antwort!

    Wenn alle so fehlerlos selbstsicher sind wie Du, braucht man dieses Forum nicht!

    Bedenke das in unserer kleinen Abteilung genügend MA sind die seit Jahren immer für

    dieselben Schnarchnasen einspringen.

    Die haben auch ein Recht auf planbare Freizeit!

    Was das Gesetz aussagt kann man nachlesen!

    Aber genau darum geht es mir nicht!

    Aber in einem hast Du definitiv recht, mit dem Thema BEM sind wir fahr-

    lässig umgegangen.

    Ich will es mal deutlicher ausdrücken, diese 2 Kollegen sitzen ihre Zeit ab

    und das kotzt ALLE an.

    Hallo zusammen !

    Wir haben bei uns im Betrieb 2 Kollegen die seit mehreren Jahren

    mal kurze, mal längere Zeit krankheitsbedingt ausfallen.

    Immer mehr wie 6 Wochen pro Jahr.

    Natürlich wird Ostern und Weihnachten gern genommen :-(

    Diese 'Kollegen' muss man ja schützen, man kann ihnen ja keine Absicht

    unterstellen bzw. beweisen.

    Da sind da aber noch die anderen Kollegen die aus diesem Grund immer

    einspringen müssen bzw. Überstunden leisten.

    Das Thema BEM wurde vernachlässigt, da die betreffende BV vom AG

    gekündigt wurde.

    Nun möchte der AG durch personenbedingte Kündigungen sich dieser MA

    entledigen... und will unsere Zustimmung.

    Meine persönliche Meinung zum Thema ist, das man sich von diesen MA

    trennen sollte, auch weil sich die beiden, wenn sie mal da sind

    'voll reinhängen' :cry: :cry:

    Gibt es da irgendwelche nachverfolgbaren Urteile ?

    Wie verhält man sich da richtig, gerade auch in Bezug auf die Kollegen

    die immer wieder einspringen müssen?

    [QUOTE=Moritz:]

    Inhaltlich ist der Tipp von Hubertus zwar durchaus richtig, aber leider zu sehr auf bayerische Beamte gemünzt...

    Zielführend sind hier die § 3 - 4x BDSG, dort insbesondere der Hinweis auf die Datensparsamkeit und die Verwendung personenbezogener Daten nur mit Einwilligung der Betroffenen.

    Muss der AG die Fehlzeiten der AN nachhalten? Klar! D.h. die elektronische Speicherung der Fehlzeiten und -gründe wird ihm niemand versagen können. Müssen aber alle AN über jedes Detail informiert werden? Ebenso klar nein!

    Tut der AG das trotzdem riskiert er von jedem einzelnen AN verklagt zu werden. Ist leider Individualrecht, aber als BR würde ich dem AG freundlich anbieten den Musterprozess schon mal zu führen und dann die AN entscheiden zu lassen, ob sie dem folgen... (nach meiner bisherigen Erfahrung reicht eine solche Androhung meistens aus um den AG zur Raison zu bringen) Danke...ist doch mal ne Hausnummer :idea: :o

    Darf der Arbeitgeber auf dem Dienstplan die Abwesenheit pro MA/Jahr darstellen,

    so das es für alle MA ersichtlich ist??? Ich bin der Meinung das das der Overkill in

    datenschutzrechtlichen Belangen ist! Welche Paragraphen ziehen hier ?:idea:

    Unser Jahresurlaubsplan ist sehr eng gestrickt, so das damit es aufgeht,

    jeder mindestens 1 Woche im Quartal nehmen muss.

    Auf der einen Seite wäre es einfach 2 MA gleichzeitig zur Entspannung des

    Planes in den Urlaub zu schicken (zumindest im Sommer), aber unser AG kommt

    aber immer mit dem

    Totschlagsargument -und was ist mit dem ernormenen Krankenstand? Wird der

    nächstes Jahr besser ?- . Auf der anderen Seite wäre diese Quartalplanung auch

    eine Lösung, aber ich kann doch keinen MA vorschreiben wie er seinen

    Urlaubswunsch zu gestalten hat.

    Der Paragraf 87/5 BetrVG ist da auch maximal ein Lösungsansatz des

    Problems.

    Müssen wir als BR jetzt vor die Einigungsstelle oder

    sollte man dieser Quartalsplanung zustimmen ?

    Wie habt ihr dieses Problem gelöst ?

    Wir als Betriebsrat wollten mit dem AG in Verhandlungen zu BV's mit dem Thema Arbeitszeit treten. Die Beschlüsse mit der Hinzuziehung eines Sachverstängen sind gefasst und die erste Reaktion unseres Chefs war : Wenn ihr mit meiner Schichtplanung nicht zufrieden seid, dann mach ich erst mal den Schichtplan von monatlich auf wöchentlich, um alle AN in der Abteilung gegen den BR aufzubringen....den der habe es ja schließlich so gewollt:cry: :cry: . Wir hatten immer einen monatlichen Dienstplan. Darf der AG so etwas ???:?:

    Naja ganz so einfach ist die Sache nun auch wieder nicht

    In unserem Tarifvertrag steht ein Passus unter der Arbeitszeit :

    ´In Wochen, in denen ein gesetzlicher Feiertag auf einen Werktag fällt,

    der nicht der arbeitsfreie Tag ist, entfällt dieser, der vorrausgehenden oder

    folgenden Woche der Anspruch auf den Arbeitsfreien Tag´

    Falls ich das richtig interpretiere :idea: habe ich dann gar keinen Anpruch mehr ??

    Beispiel:

    Ich arbeite in der Backwarenbranche als Brotschieber :lol: ,

    das heißt zum 1.Mai einem Freitag :

    30.4. Donnerstag Frei, da keine Auslieferung zum Freitag 1.5 ist

    01.05.Freitag z.B Spätschicht , da am 02.05 da Läden offen haben

    So aber mir geht es um den Monatsschichtplan !!! Dürfen da 18 oder 21 AT

    draufstehen.

    Im Übrigen Danke für die schnellen Antworten :P

    Hallo miteinander !

    Hätte da mal eine Frage an die Wissenden :?:

    Der Mai im Jahr 2015 hat bei einer Mo-Fr Arbeitswoche 18 AT, unser Chef sagt aber

    21 AT, da er alle Feiertage als Arbeitstage zählt. Dieses kann doch nicht rechtens sein,

    weil ich dann als Schichter arg benachteiligt wäre ???

    Dazu kommt, das seit Jahren in unserem Betrieb die Feiertage nicht ! als AT gezählt

    worden sind. Ist dies nicht eine 'betriebliche Übung' ??