Beiträge von taigahilli

    Hallo Ihr Beiden,

    danke noch mal für Eure netten, ermuntigenden Worte!
    Den Begriff "Moral" hat keiner außer mir verwendet, im Gegenteil, es wurde noch nicht mal über die Möglichkeit gesprochen, dass ich das Amt nicht übernehmen sollte :shock:
    Moralisch war wohl auch nicht ganz der richtige Ausdruck, aber Ihr habt ja offenbar trotzdem verstanden, was ich meine.
    Puh, ich muss echt noch mal in mich gehen. Ich bin auch nicht wirklich auf einen Konflikt aus wegen so einer Geschichte. Spare mir meine Streitbereitschaft lieber für die Themen auf, wo es sich lohnt.
    Mal sehen, ob mir noch was einfällt, wie ich ohne Theater aus der Nummer rauskomme...

    Schöne Grüße
    Kirsten

    Hallo Winfried und Siegbert,

    danke für Eure Antworten!
    Letztendlich sehe ich meinen Verdacht bestätigt, dass ich mich zwar gegen das Amt wehren könnte, moralisch aber schon doch irgendwie dazu verpflichtet bin.

    Im Protokoll der konstituierenden Sitzung sagt schlicht:
    XXX ist Schriftführerin. Die erste Stellvertretung übernimmt [taigahilli], die 2. Stellvertretung XYZ.
    Alle unter Punkt 5 stehenden Personen für Ausschüsse und Ämter wurden einstimmig gewählt.

    So haben wir es bis dato auch gelebt. Wenn die Schriftführerin verhindert war, habe ich Protokoll geschrieben, war ich auch nicht da, hat es Herr XYZ gemacht.

    Es ist aber natürlich schon ein Unterschied, ob man hin und wieder mal Protokoll schreiben muss oder bei jeder Sitzung. Natürlich trifft Siegberts Erfahrung auch auf unser Gremium zu: niemand ist freiwillig bereit, auch nur im Ausnahmefall mal das Protokoll zu schreiben. Ich habe z.B. zweimal, als ich dran war, darum gebeten, dass es ausnahmsweise mal jemand anders machen könnte, da ich definitiv keine Zeit hatte (einmal z.B. bin ich direkt im Anschluss an die Sitzung auf eine mehrtägige Dienstreise gefahren).
    Auch sonst gibt es leider nur einige wenige in unserem BR, die sich wirklich engagieren. Jeder weiß, dass ich zu diesen gehöre. Aber ich kann auch einfach nicht alles machen, zumal ich auch für den Wirtschaftsausschuss schon immer die Protokolle schreiben muss, die meist recht lang sind. Das bisschen Zeit, das ich darüber hinaus noch für BR-Arbeit aufbringen kann, würde ich lieber in unsere Mitarbeiterzeitung investieren, um die sich sonst auch keiner kümmert.

    Ach, ich hab jetzt schon wieder viel zu viel rumgejammert, sorry!
    Vielleicht hat ja noch jemand einen guten Tipp für mich, ansonsten - vielen Dank für’s Lesen!

    Schöne Grüße
    Taigahilli

    Hallo zusammen,

    leider komme ich immer noch mit der Suchfunktion im Forum nicht zurecht. Darum entschudligt bitte, falls diese Frage schon einmal gestellt wurde (wäre in dem Fall über einen Link äußerst dankbar).

    Ich bin ordentliches BR-Mitglied und stellvertretende Schriftführerin im Gremium.
    Nun ist es so, dass unsere Schriftführerin selbst in Elternzeit geht, welche voraussichtlich bis zum (bzw. nach dem) Ende der Amtsperiode dauern wird. Bin ich dadurch automatisch bis zur nächsten BR-Wahl Schriftführerin? Oder muss/kann der Schriftführer neu gewählt werden?

    Wäre toll, wenn Ihr mir darauf eine Antwort geben könntet. Ich bin nämlich nicht scharf auf den Posten :?

    Viele Grüße
    Taigahilli

    12. Hab immer ein offenes Ohr für Deine Kollegen. Vertröste sie nach Möglichkeit nicht auf irgendwelche Termine ein paar Tage später, sondern hör Dir sofort zumindest an, worum es geht. Sonst fühlen sich die Mitarbeiter schnell vom BR alleingelassen.

    Jedoch:

    13. Gib nie voreilige Ratschläge. Informiere Dich immer selbst über die Rechtslage und gib ruhig offen zu, wenn Du unsicher bist. Eine falsche oder missverständliche Auskunft ist immer schlimmer als warten zu müssen.

    14. Beobachte genau, wem Du vertrauen kannst. Auch in BR-Kreisen und erst recht auf der anderen Seite wird es leider immer Menschen geben, die nicht aufrichtig sind oder die andere Ziele verfolgen als Du erwarten würdest.

    Hallo Winfried und Koko,

    vielen Dank für Eure Beiträge bis jetzt und sorry, dass ich mich erst jetzt wieder äußere.
    Bisher sind die Kollegen (bei einem zweiten wird wohl dieselbe Masche geplant) noch nicht angesprochen worden, daher kann ich Euch leider auch noch nichts Genaueres zu deren Arbeitsverträgen sagen.

    Über Mitarbeiter A weiß ich aber inzwischen, dass er nicht etwa zufällig außerhalb des Gebiets wohnt, sondern vor Jahren bewusst mit Zustimmung des AGs dorthin gezogen ist aus beruflichen Gründen seiner Frau. Der AG hat dies akzeptiert, weil man damals auf den MA nicht verzichten wollte.

    Ich melde mich wieder, sobald ich mehr weiß.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo zusammen,

    ein Außendienstmitarbeiter wohnt knapp außerhalb der Grenzen des Gebiets, das er bearbeitet. Dies ist seit einigen Jahren der Fall und damals bewusst in Kauf genommen worden, als die Gebiete neu aufgeteilt wurden.
    Nun möchte der AG vom Mitarbeiter verlangen, dass er umzieht um innerhalb des Gebietes zu wohnen.

    Kann er das? Gibt es dafür eine rechtliche Grundlage?

    Wäre toll, wenn Ihr mir dazu was sagen könntet!

    Viele Grüße
    Taigahilli

    PS: Eine selbstverständlich völlig irrelevante Zusatzinfo: Man hat vor Kurzem im Rahmen unseres Sozialplans dem Kollegen ein Angebot für einen Aufhebungsvertrag gemacht, welches er abgelehnt hat.

    Hallo Oldie,

    bei uns gibt es auch unterschiedliche Pausenregelungen in Produktion und Verwaltung. Auch die Arbeitszeitmodelle insgesamt sind ganz unterschiedlich. Ich sehe da kein Problem, wenn es sachlich gerechtfertigt und im Interesse der Kollegen ist.

    Schwierig wird es nur, wenn die Mitarbeiter durch Gleitzeit oder Überstunden auf neun Stunden Arbeitszeit kommen. Dann reichen die 30 Minuten Pause nicht mehr aus. Auch für diese Fälle solltet Ihr also unbedingt eine Regelung schaffen.

    Ich persönlich bin allerdings froh über meine 45 Minuten Mittagspause :lol:

    Viele Grüße
    Kirsten

    Hallo Erna,

    wenn Du bei Google "Seminar Betriebsrat" o.ä. eingibst, findest Du zahlreiche Anbieter.
    Meine BR-Kollegen und ich haben bisher aber auch nur Seminare von Poko und ifb besucht, sodass ich keine anderen empfehlen kann. Ich persönlich fand ifb besser.

    Es hat übrigens auch gewisse Vorteile, nicht in direkter Nähe seines Wohnortes das Seminar zu besuchen. Teilnehmer, die nicht mit im Hotel übernachten, sind nach meiner Erfahrung immer in gewisser Weise Außenseiter, zumindest, wenn sie auch den den Mahlzeiten und dem Abendprogramm nicht teilnehmen.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo zusammen,

    herzlichen Dank für Eure ganzen Antworten!
    Insgesamt fühle ich mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass die Befristung wahrscheinlich nicht rechtmäßig sein wird. :)
    Die Formulierung kenne ich nach wie vor nicht und wahrscheinlich wird mein Schwager auch diese Woche noch nicht den neuen Vertrag bekommen, da er wieder auf Montage ist.

    In unserem Interesse liegt ja eigentlich nicht die rechtlich sichere Variante, sondern eher, dass der AG einen Fehler macht und die Befristung dadurch unwirksam wird.

    Übrigens hat der Chef ihm sogar noch gesagt, er solle bloß nicht kündigen ohne vorher mit ihm zu sprechen. Sie wollen ihn unbedingt behalten. Schade, dass sie ihn nicht dementsprechend behandeln... :(

    Liebe Grüße
    Taigahilli

    Zitat von Kokomiko :

    hier käme es auf den genauen Wortlaut des Vertrages an. So wäre es z.B. denkbar, dass ein Auflösungsvertrag geschlossen wurde.

    Siehe: http://www.arbeitsrecht.de/arb…er/archiv/2002/NL_074.php

    Hallo Koko,

    bisher kennen wir den Wortlaut des Vertrages nicht. Ich glaube allerdings nicht, dass er einen Aufhebungsvertrag unterschreiben soll. Zumindest war davon bisher nicht die Rede.
    Ich hoffe wirklich sehr, dass der AG hier einen Fehler machen wird...

    Liebe Grüße
    Taigahilli

    Zitat von Winfried :

    wenn der neue AV keine Sachgrundbefristung hat, ist die Befristung ungültig. D.h. Dein Schwager unterschreibt in diesem Fall den neuen AV, dessen Befristung ungültig ist, und hat damit im Streitensfall einen unbefristeten AV. Guckst Du § 14 II Satz 2 TzBfG.

    Hallo Winfried,

    gelesen hatte ich den § natürlich auch schon, aber an der Interpretation hat’s bei mir noch gehapert. Ich war mir nicht sicher, ob sich das Verbot nur auf sachgrundlose oder auch auf Sachgrundbefristungen bezog. Danke für Deine Klarstellung!

    Wie der Vertrag genau formuliert ist, wissen wir noch nicht. Aber ich habe so meine Zweifel, ob "die unsichere wirtschaftliche Lage" ein Sachgrund wäre. Müsste nicht "ein nur vorübergehender Bedarf an der Arbeitsleistung" nach § 14 I Satz 2 genauer konkretisiert werden?
    Zur Zeit sind ausreichend Aufträge da, die Firma befürchtet nur, dass es weniger werden, da schon einige storniert worden sind. Zum Zeitpunkt der Einstellung vor fünf Monaten war aber eindeutig ein langfristiges Beschäftigungsverhältnis geplant. (was arbeitsrechtlich vermutlich nicht relevant ist?)

    Wie siehst Du das mit dem Sachgrund?

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Liebe Ratgeber :lol:

    dieser Thread ist zwar schon älter, aber inhaltlich passt "mein" Fall dazu. Allerdings ist er schon noch etwas anders als der Fall von Laura, deshalb hoffe ich auf weitere Meinungen von Euch.

    Also: Mein Schwager hat vor ca. fünf Monaten einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit sechsmonatiger Probezeit geschlossen.
    Nun hat der Arbeitgeber diesen Vertrag vor Ablauf der Probezeit gekündigt und meinem Schwager gleichzeitig einen auf sechs Monate befristeten Arbeitsvertrag angeboten.

    Begründung: die unsichere wirtschaftliche Situation

    Ist das so zulässig?

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Hans,

    wir (BR) haben mit der Personalabteilung vereinbart, dass wir eine Info erhalten, sobald jemand die 6-Wochen-Frist überschreitet. Leider klappt das bei Weitem nicht immer, aber das ist ein anderes Problem.

    Unser sachliches Argument ist, dass wir traditionell nach Ablauf dieser Zeit einen Krankenbesuch abstatten, wenn der Mitarbeiter es wünscht.

    Ansonsten finde ich es überhaupt wichtig, dass der BR und die SBV informiert sind, welche Mitarbeiter langfristig krank sind, damit man denen bei Bedarf Unterstützung anbieten kann.
    Ob es einen Anspruch auf diese Informationen gibt - keine Ahnung :oops:

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Zitat von Tyler Durden :


    wenn’s der ag von allen verlangt wie bei taigalilli, dann brauchts die mitbestimmung des br.

    In der Firma von meinem Mann gibt’s keinen BR.
    Aber ansonsten - woher nimmst Du die Mitbestimmung? Würde wohl unter Ordnung im Betrieb fallen?

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Stefan,

    ich habe schon von vielen Firmen gehört, dass es dort standardmäßig so gehandhabt wird. Zum Beispiel bei meinem Mann ist es auch so, dass er bereits für den ersten Krankheitstag einen gelben Schein einreichen muss. Trotzdem verlangt niemand von ihm, dass er sich krank zur Firma schleppt, um diesen abzugeben. Dies kann er ruhig am nächsten Tag nachholen bzw., wenn die Krankheit länger dauert, per Post tun.
    Nur die Krankmeldung selber (also i.d.R. der Anruf) muss natürlich am ersten Tag gleich zu Arbeitsbeginn erfolgen.
    Ich würde mit dem Arbeitgeber eine klare, einvernehmliche Regelung suchen, wie der Kollege das in der Praxis handhaben soll.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Zitat von Timo Beil :


    Könnte es sein dass Du Dir nicht einmal die Mühe gemacht hast meine Antwort zu lesen? Ehrlich gesagt empfinde ich Deinen Beitrag als völlig neben der Spur!


    Hallo Timo,

    ich hatte Deinen Beitrag gestern schon komplett und aufmerksam gelesen, aber beim heutigen nochmaligen Durchlesen stelle ich fest, dass ich vielleicht tatsächlich etwas neben der Spur war. Ich hatte den Eindruck, dass Du den Fragesteller nur veralbern würdest und seine Kommentare dazu haben diesen Eindruck verstärkt. Ich glaube, was mich eigentlich geärgert hat, war das Gefühl, dass Ihr Ahoesas Problem an sich nicht ernst nehmen würdet.
    Heute erkenne ich, dass Du durchaus auch hilfreiche Hinweise gegeben hast, die ich gestern irgendwie nicht als solche wahrgenommen habe. Ich hätte länger nachdenken sollen vor meinem Posting.

    Ich bitte Dich um Entschuldigung für meinen wirklich nicht ganz fairen Angriff und danke Dir für’s Wachrütteln!

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Wilfried,

    Fakt ist doch, dass an allen Tagen gearbeitet wurde, wenn ich das richtig verstanden habe. An dem Tag, an dem er krank war, hätte der Kollege sonst frei gehabt, oder?
    Dann verstehe ich erst recht nicht, wo überhaupt das Problem des Arbeitgebers ist. Hätten die beiden den Dienstplan nicht ändern lassen und der Unfall wäre an einem anderen Tag gewesen, wäre doch auch niemand auf die Idee gekommen, den Lohn zu kürzen.
    Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Dingen...