Beiträge von taigahilli

    Hallo Timo,

    Ahoesa hat doch eine ernsthafte und durchaus berechtigte Frage gestellt, darum finde ich es schade, dass Du ihn NUR veralberst. Oft sind Deine zynischen Kommentare ja wirklich witzig, aber sie sollte schon trotzdem auch inhaltlich etwas hilfreich sein. Meine Meinung ;-)

    Ahoesa, leider kann ich Dir, was die rechtliche Situation angeht, auch nicht weiterhelfen. Aber im Gegensatz zu meinen Vorrednern verstehe ich absolut, dass Du und Deine Kollegen ein Problem mit den englischen Anweisungen habt.
    Ich selbst spreche auch besser Englisch als viele meiner Kollegen, aber ich finde es trotzdem deutlich anstrengender, englische Texte zu lesen und die Gefahr von Missverständnissen ist deutlich größer.

    Die Frage, die ich mir stellen würde, ist: Ist Englisch für ALLE Kollegen fester Bestandteil des Arbeitsalltags, d.h. kann man davon ausgehen, dass alle wirklich absolut sicher die Sprache beherrschen?
    Sollte das der Fall sein, dann - und nur dann - finde ich auch englischsprache interne Korrespondenz zwar immer noch nicht gut, aber akzeptabel.

    Ich persönlich würde mich freuen, wenn hieraus doch noch eine ernsthafte Diskussion entstünde.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Timo,

    nein, die Zahl steht nicht in der BV und wir habe auch kein Problem damit, diese für uns zu behalten, da sie sowieso nichts aussagt. Es geht nur darum, ob wir die anderen Dinge weitererzählen dürfen, z.B. Anzahl der "abzubauenden" Stellen, Höhe der Abfindungen, Zugenständnisse, die der AG gemacht hat etc. Diese Informationen sind natürlich für die anderen als Verhandlungsbasis hochinteressant und daher besteht wohl ein verständliches Interesse des AG, diese nicht zu kommunizieren. Dieses Interesse hat er aber nicht explizit geäußert.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Timo,

    Deine Antworten sind immer zu herrlich!

    Ich bin ja total Deiner Meinung, aber mir fehlt halt immer noch die Rechtssicherheit :?

    International sind die Drucker nicht vernetzt.

    Der Punkt, bei dem unser Chef um Stillschweigen gebeten hat, war total lächerlich: Eine Zahl, welcher Gesamtbetrag in Frankreich eingespart werden soll, ohne Angabe, aus welchen Maßnahmen sich der Betrag zusammensetzt.
    Wohlwollend hätte man das natürlich so verstehen können, dass über die gesamte Präsentation nichts weitergesagt werden soll, aber gesagt hat er es nicht.

    Was konkret in einem anderen Land außer Deutschland passieren wird (Struktur, Personalmaßnamen etc.) wurde nicht gesagt, daher können wir da auch nichts weitergeben.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Guten Morgen zusammen,

    danke für Eure schnellen Antworten.

    Mein Problem ist, genauer betrachtet, nicht unbedingt ein Betriebsratsproblem.
    Wir haben einen GBR, welcher die 4 deutschen Standorte unseres Geschäftsbereichs zuständig ist. Der Interessenausgleich und der Sozialplan sind ja sogar Gesamtbetriebsvereinbarungen.
    Wir haben auch einen KBR, welcher für die deutschen Standorte aller Geschäftsbereiche zuständig ist.
    Wir haben aber keinen europäischen Betriebsrat.

    Da die Betriebsvereinbarungen mit allen Anhängen etc. seit gestern öffentlich sind, haben wir ja ohnehin keine Geheimhaltungspflicht mehr, zumindest nicht gegenüber den deutschen Mitarbeitern unseres Geschäftsbereichs. Denen können wir die Vereinbarungen aushändigen, per Mail schicken etc.

    Die Frage ist jetzt einfach, dürfen nur diejenigen Mitarbeiter die Inhalte der Vereinbarungen kennen, für die sie gelten, oder auch unternehmensfremde Personen, z.B. eben die Kollegen im Ausland.
    Es könnte ja auch irgendeiner der 600 deutschen Mitarbeiter einem Kollegen z.B. in Belgien eine Kopie der Betriebsvereinbarung zugänglich machen. Wäre das erlaubt oder nicht? Und wenn nicht, wäre es erlaubt, dass er mit dem Kollegen in Belgien über die Inhalte der Vereinbarung spricht?

    Die Geschäftsführung hat während der Versammlung zu einem konkreten Punkt darum gebeten, dass dies nicht an die Kollegen in Frankreich weitergetragen würde, da dort noch nichts kommuniziert sei. Dies übrigens, obwohl eine der französischen Kolleginnen anwesend war!
    Über eine Geheimhaltung gegenüber den anderen Ländern wurde nichts gesagt.

    In Belgien hat es ebenfalls bereits vor zwei Wochen eine Betriebsversammlung gegeben, wo nichts von Geheimhaltung gesagt wurde. Allerdings gibt es dort noch keinen Sozialplan etc.

    Ich weiß, es ist recht kompliziert, aber ziemlich wichtig für die Kollegen in den Ländern. Natürlich weiß ich, dass dies aus rechtlicher Sicht nicht mein Problem ist. Trotzdem würde ich gerne helfen, wenn ich dadurch gegen kein Recht verstoße.

    Liebe Grüße
    Taigahilli


    PS: Zu Günthers Frage: Dem Betriebsrat gegenüber hat der Arbeitgeber seit Abschluss der Verhandlungen nichts mehr von Geheimhaltung erklärt. Das Wort Geschäftsgeheimnis ist nicht gefallen.
    Es gab lediglich die o.g. Bitte an alle Mitarbeiter während der Betriebsversammlung.

    Hallo Ihr Lieben,

    vielleicht könnt Ihr mir auf die Schnelle helfen, ehe wir uns in endlose Diskussionen mit unserer Geschäftsleitung verstricken.

    Wir haben gestern einen Interessenausgleich und einen Sozialplan auf GBR-Ebene sowie Standortsicherungs-Betriebsvereinbarungen an unseren vier deutschen Standorten abgeschlossen. Über die Inhalte wurden die Mitarbeiter der deutschen Standorte heute auf Belegschaftsversammlungen informiert und die Vereinbarungen selbst sind den Mitarbeitern ordnungsgemäß zugänglich gemacht worden.

    Zu unserem Konzern gehören aber weitere Unternehmen im Ausland, die ebenfalls von den aktuellen Umstrukturierungen betroffen sind. Diese sind teilweise noch nicht informiert worden und teilweise stehen noch Verhandlungen mit den dortigen Mitarbeitervertretungen an.

    Meine Frage ist jetzt, dürfen wir die Betriebsvereinbarung an die Kollegen in den anderen Ländern weiterleiten? Oder sie zumindest detailliert über deren Inhalte informieren?

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe mir gedacht, dass solche Einwände von Euch kommen und hätte sie als Außenstehende auch vorgebracht. Ich kläre Euch gerne auf:

    Bisher haben wir immer die Protokolle der JAV, SBV und diversen Ersatzmitgliedern gegeben, die einigermaßen regelmäßig nachrücken müssen, damit alle immer vernünftig informiert sind.
    Jetzt sind wir aber in einer betrieblichen Situation, dass es sehr viele EXTREM geheime Dinge zu besprechen gibt und die Geschäftsleitung extrem rumzickt und am liebsten selbst dem GBR einen Maulkorb gegenüber dem BR verpassen würde, damit auch ja nichts nach außen dringt. Darum haben wir uns entschieden, den Verteilerkreis möglichst eng einzuschränken, damit nicht noch Leute, die bei den Sitzungen nicht dabei waren, mit Halbwissen aus den Protokollen versorgen und damit schlimmstenfalls entgegen ihrer Geheimhaltungspflicht hausieren gehen.
    Wir wissen auch, dass das total daneben anmutet, aber es gibt leider einige wenige unzuverlässige Personen in diesem Kreis, die uns in dieser Situation (Umstrukturierung, sich anbahnender Sozialplan) vieles kaputt machen könnten.

    Unsere Schwerbehindertenvertretung ist einer davon. Er kommt nicht mehr zu BR-Sitzungen, seit er sich vor vielen Monaten mal über einen Satz im Protokoll aufgeregt hat und trotz Korrektur bis heute deswegen schmollt.
    Er liest aber immer jedes Protokoll und stinkt dagegen an, sobald ein Wort nicht seinem Geschmack entspricht. Er kommuniziert mit dem BR nahezu nur noch schriftlich in Form von Anweisungen. Er macht im Betrieb Stimmung gegen den Betriebsrat und gegen die Geschäftsleitung.

    Wir haben also zwei durchaus triftige, wenn auch rechtlich gesehen irrelevante Gründe, ihm die Protokolle nicht mehr zu schicken, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist.

    Die Vermutung von Kokomiko ist im dem Zusammenhang natürlich auch wahr, wir ärgern uns schon seit Langem darüber, dass er selbst auf Zusammenarbeit keinen Wert legt, aber trotzdem immer informiert sein will.
    Dies allein wäre aber für mich noch kein ausreichender Grund, ihm die Protokolle vorzuenthalten.

    Was meint Ihr jetzt nach meinem Roman?

    Viele Grüße und herzlichen Dank für Eure schon so zahlreichen Antworten!
    Taigahilli

    Hallo zusammen,

    ein Schwerbehindertenvertreter bzw. ein JAV-Mitglied hat ja das Recht, aber nicht die Pflicht, an jeder BR-Sitzung teilzunehmen. Wenn sie von diesem Recht nicht Gebrauch machen, müssen wir ihnen dann trotzdem die Protokolle dieser Sitzungen zur Verfügung stellen?

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Marco,

    was nützt Euch ein BR-fremder Wirtschaftsausschuss, dem zwar alle Informationen vorliegen, der sie aber nicht weitergibt, obwohl er dazu verpflichtet ist.

    Mein Vorschlag: Den jetzigen WA absetzen und mit BR-nahen Arbeitnehmern besetzen, von denen idealerweise natürlich einige kaufmännische Kenntnisse haben sollten. Wenn das nicht möglich ist, müsst Ihr Euch das Wissen eben durch mehr als nur die üblichen Seminare aneignen.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Milanex,

    leider kenne ich spontan keien Regelung dazu, aber mir kommt’s echt hoch, wenn ich das lese.
    Die Unternehmensberatung kostet mit Sicherheit an einem einzigen Tag so viel wie das Seminar für die ganze Woche!

    Vielleicht wäre aber eine andere Variante sogar noch besser: Ladet Euch einen Anwalt ein und macht ein Inhouse-Seminar für alle Betriebsräte. Das kostet möglicherweise noch nicht einmal mehr und hat den Vorteil, dass es dann genau auf die Bedürfnisse bei Euch im Konzern zugeschnitten ist.

    Wir stecken gerade in einer ähnlichen Situation und haben (ebenfalls bei einem 9er-Gremium) zunächst eine Art Inhouse-Seminar (eher ein offenes Infogespräch mit einem Rechtsanwalt) gemacht, außerdem haben insgesamt 4 Personen an 2 einwöchigen Seminaren teilgenommen.
    Wenn es bei Euch wirklich haarig wird und zu einem Sozialplan kommt, werden noch ganz andere Kosten auf Euren Arbeitgeber zukommen. Ihr solltet dann nämlich auf jeden Fall justistische und wirtschaftliche Beratung in Anspruch nehmen sowie wenn möglich mit der Gewerkschaft zusammenzuarbeiten.
    Das Thema ist einfach zu wichtig, um sich da mit dem Totschlagargument "zu teuer" abwatschen zu lassen!

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Claudia,

    das ist ja megaätzend! Ein Ergebnisprotokoll bei unseren WA-Sitzungen - das wäre so gut wie leer!
    Ich versuche, immer möglichst viel von dem mitzuschreiben, was der Geschäftsführer erzählt bzw. auf den Folien steht. Unwichtige Sachen lasse ich weg. Ich zitiere auch nicht wörtlich, es sei denn, es fällt mal ein besonders prägnanter Satz (Beispiel von neulich: "[Firma X] ist mit unglaublicher Blauäugigkeit an die Sache herangegangen.").
    Bei wichtigen Fragen und den zugehörigen Antworten notiere ich schon, von wem sie kommen.
    Ich schicke die Protokolle nicht an die Geschäftsleitung und bin auch noch nie danach gefragt worden, zum Glück.

    In einer internen Besprechung (nicht Betriebsrat, sondern dienstlich) hat mich unser Geschäftsführer mal quer durch den ganzen Raum angemacht: "Sie dürfen sich aber keine Notizen für den Betriebsrat machen."
    Ich hätte dem gerne sonstwas erzählt in der Situation, bin aber leider nicht spontan genug gewesen ;-(

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Ängstlich,

    ich verstehe das noch nicht ganz: Der "1. Kandidat" ist jetzt neben den beiden anderen BRM im GBR? Da passt was nicht. Der GBR und der WA sind zwei ganz unterschiedliche Gremien.
    Im Übrigen habe ich noch nichts davon gehört, dass im GBR, geschweige denn im WA die Geschlechterverteilung berücksichtigt werden muss. Falls ich da falsch liege, korrigiere mich bitte jemand.

    Liebe Grüße
    Taigahilli

    Hallo Peter,

    das würde ich auch klasse finden!

    Schon allein, weil man vielleicht vor ein paar Jahren schon mal ein Seminar bei einem bestimmten Referenten hatte, sich aber an den Namen nicht mehr erinnern kann. Oder so ähnlich...

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo zusammen,

    wir machen es ähnlich wie bei Wolle:
    Die Schriftführerin schickt das Protokoll direkt nach Fertigstellung per E-Mail an alle BR-Mitglieder (und die Ersatzmitglieder, die bei der Sitzung oder sonst häufig dabei waren).
    In der nächsten Sitzung gehen wir das Protokoll dann noch mal stichpunktweise durch. Ergänzungen oder Korrekturen werden dann ggf. im Protokoll der neuen Sitzung festgehalten.
    Diese Vorgehensweise hat sich vor allem deshalb bewährt, weil wir sehr oft Themen haben, die mit Ende der Sitzung noch nicht abgeschlossen waren (z.B. wenn man noch mit dem Arbeitgeber sprechen muss, Dinge erledigt werden müssen oder Themen vertagt wurden). Diese Sachen können nicht vergessen werden, wenn man sie in der nächsten Sitzung noch einmal anspricht und ggf. im neuen Protokoll festhält. Dann kommen sie nämlich bei Bedarf auch in der übernächsten Sitzung noch einmal dran.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Siegbert,

    danke für den Link! Ist der Fall bei Euch aus dem Betrieb? Ohne Hintergrundwissen ist es für mich ziemlich unverständlich, wieso man wegen ein paar zusätzlichen Erfassungsgeräten vor Gericht geht. Ich kenne eher das Problem, dass es zu wenige gibt.
    Aber wie auch immer - Ihr hattet sicher Eure Gründe und das ist ja auch gar nicht Thema dieses Threads.

    Bei uns hat sich sie Situation mit den Azubis gerade leicht entschärft. Die Ausgelernte mit dem Zeugnis bekommt nun - oh Wunder - doch eine Verlängerung für weitere 6 Monate. Wohlwissend, dass die Befristung unserer BV widerspricht, haben wir dennoch der Einstellung zugestimmt und werden nun abwarten, was in den nächsten Monaten passiert.
    Die zweite Ausgelernte, die sie eigentlich bis Mitte 2009 behalten wollte, hat sich entschieden ein Studium zu beginnen und auf ihren Wunsch nach längerem Hin und Her eine Verlängerung bis zum 28.02. bekommen.

    Die beiden Azubis, die im Januar fertig werden, bekommen ebenfalls erst mal Verträge bis 30.06.

    Wenn die dann nicht verlängert werden, werden sie wohl klagen müssen. Aber bis dahin läuft noch viel Wasser die Ems hinunter und das wird leider noch sehr viel Schmutz aufwirbeln...

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Siegbert,

    entschuldige bitte, dass ich Deinen Beitrag erst jetzt entdeckt habe. Die E-Mail-Benachrichtigung hat offenbar nicht funktioniert :?

    Wie Winfried würde auch mich sehr interessieren, welche Möglichkeiten wir als Betriebsrat konkret haben.
    Auf Einstellung der Ausgebildeten klagen können wir ja nicht, oder?
    Evtl. allgemein auf Einhaltung der BV?

    Wir könnten natürlich die BV kündigen wegen Verstößen seitens des Arbeitgebers, aber das würde zurzeit nicht in unserem Interesse liegen, da wir damit einen zumindest latenten Kündigungsschutz aller fest angestellten Mitarbeiter aufs Spiel setzen würden.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Zitat von Siegbert :


    da haben die Ex-Azubis doch recht gute Karten. Die persönliche und fachliche Eignung nachzuweisen müsste doch kein Problem sein. Fachlich ist schon fast zwangsläufig, ansonsten wäre doch in der Ausbildung was schief gelaufen und niemand hätte reagiert. Auch spricht das Zeugnis eine deutliche Sprache, dass dem nicht so ist. Und die persönliche Eignung könnte heißen, ich will und kann und stelle mich auch nicht blöde an. Und auch hier besagt das Zeugnis nichts anderes.

    Hallo Siegbert,

    ich sehe das genauso. Rechtlich müsste die Frau eigentlich auf der richtigen Seite sein. Durchsetzen lässt sich ihr Anspruch aber nur, wenn sie selbst vor Gericht geht, oder?
    Das wird sie wahrscheinlich nicht tun, leider.

    Die zweite Ex-Azubine bekommt jetzt übrigens eine befristete Verlängerung für 6 Monate, nachdem wir die Zustimmung zur Verlängerung einer anderen Kollegin in der Abteilung verweigert haben.

    Leider gibt’s für Kollegin Nr. 1 (also die mit dem Zeugnis) diese Möglichkeit nicht. In der Abteilung ist sie die einzige, deren Vertrag demnächst ausläuft.

    Viele Grüße
    Taigahilli

    Hallo Koko und Winfried,

    schönen Dank für Eure schnellen Antworten!

    Ihr habt schon Recht, es kann durchaus sein, dass die Kollegin durch die Umstrukturierung dennoch ihren Arbeitsplatz verliert. Bisher lässt sich noch nicht eindeutig absehen, ob es zu einem Sozialplan kommen wird und in welchem Umfang. Aber auch eine kleine Abfindung aus dem Sozialplan wäre ja für eine möglicherweise bald arbeitslose junge Frau besser als gar keine, oder?

    Ihr Anspruch auf einen unfristeten Arbeitsvertrag ergibt sich aus unserer Betriebsvereinbarung zur 40-Stunden-Woche, die als "kleine Gegenleistung" für die Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich u.a. eine Übernahmegarantie für Auszubildende enthält, und zwar:
    - bei persönlicher und fachlicher Eignung für zunächst ein Jahr
    - bei weiterer persönlicher und fachlicher Eignung und Bewährung anschließend unbefristet.

    Wie aus dem Zeugnis hervorgeht, hat sie Anfang dieses Jahres ihre Ausbildung abgeschlossen und nun nähert sich das erste, befristete Jahr seinem Ende.

    Das gleiche Problem haben wir übrigens noch bei einer weiteren Mitarbeiterin. Deren Zwischenzeugnis liegt mir nicht vor, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das schlechter ausfällt.

    In beiden Abteilungen gibt es weitere Mitarbeiter mit wenig Sozialpunkten und teilweise befristeten Verträgen (ohne Übernahmeanspruch). Es ist also keineswegs zwangsläufig, dass diese beiden Ex-Azubis als erste auf der Straße stehen würden (zumal es auch schon erste Kündigungen durch Mitarbeiter gibt).


    Zitat von Kokomiko :


    Was ich vermisse ist ein Satz zu direkten Kundenkontakten oder kommen die in ihrem Bereich nicht vor?

    Das ist mir auch aufgefallen. Ich muss die Kollegin noch mal fragen, ob sie Kundenkontakte hat. Ich vermute das, aber auf jeden Fall "nur" telefonische.
    Könnte sie verlangen, dass diese erwähnt werden oder besteht dadurch die Gefahr, dass der Arbeitgeber bei der Gelegenheit gleich das ganze Zeugnis in ein schlechteres ändern würde?

    Viele Grüße
    Taigahilli