Beiträge von Milchknilch

    In der derzeitigen Lage eine Betriebsversammlung durchzuführen halte ich für kontraproduktiv. Nicht deshalb, weil ich persönlich das Virus für besonders gefährlich halte, sondern weil viele unserer Kolleginnen und Kollegen uns als Betriebsrat für bekloppt halten würden. Alle sprechen davon, die Kontakte auf das absolut Notwendigste zu beschränken und der BR Veranstaltet eine Versammlung. Die zeigen uns schlicht den Vogel...

    In einem Land, in dem Politiker völlig offen das Verbot von Demonstrationen fordern, wundert mich einfach gar nichts mehr. Wer jetzt nicht gemerkt hat, auf was für eine Gesellschaft wir zusteuern, in der die Einschränkung oder gar Abschaffung ELEMENTARER Grundrecht von einer großen Anzahl Menschen geradezu GEFORDERT wird, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Für mich als liberalen Menschen ist das eine Vollkatastrophe. Mehr will ich zu dem Quatsch gar nicht mehr sagen.

    Ich stell mal eine naheliegende Frage: Was müsste passieren, damit es dir gesundheitlich besser geht und du wieder arbeiten kannst?

    Das ist meiner Meinung nach das ENTSCHEIDENDE. Dieser ganze Rechtskram wird dich nicht weiterbringen und dich nur noch mehr belasten und am Ende steht dann eine krankheitsbedingte Kündigung. Spätestens dann, wenn du keinen Kündigungsschutz mehr hast durch deine BR Tätigkeit.

    Ich für meinen Teil finde es sehr spannend, dass das Verständnis für jede noch so kleine, sich ständig diskriminiert und benachteiligt FÜHLENDE Gruppe gibt, aber gleichzeitig die Personen die korrekt mit Herr (oder auch Frau) Mustermann angesprochen werden möchten (was bisher Standard an Höflichkeit war) sich doch nicht so haben soll. Schon irgendwie so bisschen zweierlei Maß, nicht war?


    Ich weigere mich diese blödsinnige gendergerechte Sprache zu benutzen. Nicht deshalb, weil ich irgendjemanden diskriminieren möchte, sondern deshalb, weil die Texte beim lesen in den Augen weh tun, grammatikalisch schlichtweg falsch sind und ich auch keine Ahnung habe, wie ich diesen Quatsch korrekt aussprechen soll.

    Ich würde gerne einmal mit einem Menschen sprechen und diskutieren, der diese Gendersprache befürwortet. Das Problem ist: Nicht mal in meinem weitesten Umfeld kennen ich irgendjemanden, den das auch nur Ansatzweise juckt. Naja gut, liegt vielleicht daran, dass hier in Bayern auf dem Land lauter Hinterwäldler leben...

    Servus Bernd,


    du hast völlig Recht, sehr sehr häufig läuft es auf einen Vergleich hinaus. Das ist bei Kündigungsschutzverfahren einfach so. Außer die Kündigung ist völlig absurd oder komplett fehlerhaft. Aber wie gesagt. Ob da dann der Betriebsrat widersprochen hat oder nicht ist für den bzw. die Richter nicht so relevant.

    Ich will ja auch gar nicht behaupten, dass es völlig egal ist, was der BR macht. Geht schließlich auch um einen möglichen Weiterbeschäftigungsanspruch. Aber man sollte von dem Trichter runterkommen, dass der BR bei einer Kündigung WIRKLICH was zu melden hätte...

    Ich glaube, dass hier einige völlig überbewerten, was die Äußerung bzw. Nichtäußerung des Betriebsrates im Zweifel im Prozess für Auswirkungen hat. Ich habe noch NIE erlebt, dass ein Mitarbeiter nach einer Kündigung wieder in der Firma arbeitet. Nie.

    In 99% der Fälle läuft es im besten Fall auf eine Abfindung raus. Und deren Höhe hat rein gar nichts mit dem Widerspruch des BR's zu tun.

    Nun ja. Selbst wenn ein Tarifvertrag "Vorteilsregelungen" enthalten würde um Mitglieder zu locken ist das ein sehr stumpfes Schwert. Denn das Unternehmen kann ohne weiteres freiwillig die gleichen Leistungen auch Nichtmitgliedern gewähren. Wer will das verbieten? Und jeder normal denkende Arbeitgeber würde das tun.

    Aber das ist doch das Tolle an Meinungen: Sie müssen gar nicht richtig sein. Sie müssen noch nicht mal Sinn ergeben.

    Und ob jemand ein Arschloch ist oder nicht ist doch auch wieder eine ganz subjektive Meinung. Oder? ;)

    Ich finde es eher bedenklich, dass man überhaupt nachfragen muss, wie man mit einem Menschen, der eine andere Meinung hat (und sei sie noch so verrückt) umzugehen hat. So als hätte derjenige eine ansteckende Krankheit (passt ja gerade). Wir leben Gott sei Dank in einem Land, indem jeder das Recht hat, seine eigene Idiotie (und die hat jeder Mensch) offen zur Schau zu stellen. Solange nicht gegen Gesetze verstoßen wird lautet die Devise: Deal with it!


    Mein Kollege und ich sind sehr häufig sehr unterschiedlicher Meinung und da geht es im Büro auch schon mal etwas lauter zu. Aber solche Debatten sind doch erfrischend und wir sind trotzdem sehr gut befreundet. Einfach weil der eine die Meinung des anderen toleriert.

    Naja versteuern muss man es auf jeden Fall erst mal. Ob jetzt der Arbeitgeber diese Differenz ausgleichen muss, darüber kann man sich vortrefflich streiten.
    Von meinem Rechtsempfinden her muss er es nicht ausgleichen. Für das was an Steuern abgezogen wird kann man schließlich nicht den Arbeitgeber in die Pflicht nehmen.

    Ich für meinen Teil finde es völlig in Ordnung, dass meine Kollegen die im Vollkonti arbeiten einfach ein paar Euro mehr in der Tasche haben wegen der steuerfreien Zuschläge. Dafür habe ich die wesentlich angenehmeren Arbeitszeiten. Und wenn man selbst lange genug Vollkonti gearbeitet hat weiß man das zu schätzen.
    Das ist allerdings sicherlich eine Frage der inneren Einstellung.

    Da du als Betriebsrat weder bevorzugt noch benachteiligt werden darfst, muss dir dein AG deinen durchschnittlichen Lohn weiterzahlen als würdest du normal weiter arbeiten. Wie das genau zu berechnen ist kannst du dem BetrVG entnehmen.
    Steuerfreie Zuschläge (Sonntag, Nachtschicht, etc.) sind dann allerdings zu versteuern. Du wirst also unterm Strich dennoch etwas weniger Netto in der Tasche haben.

    Bei einer Mitarbeiteranzahl von 1501 bis 2000 SIND 4 Betriebsratsmitglieder freizustellen. Ohne Wenn und Aber. Teilfreistellungen sind möglich und natürlich genauso "geschützt".
    Ob dem Arbeitgeber das passt oder nicht spielt gar keine Rolle. Es ist klar gesetzlich geregelt. Nachzulesen in § 38 BetrVG.

    Ein klärendes Gespräch in neutralem Rahmen mit dem Betriebsrat als Vermittler kann unter Umständen natürlich helfen. So würde ich es wohl auch versuchen wenn die Vorgesetzten es nicht gebacken bekommen.

    Es ist schon ein ziemliches Armutszeugnis, wenn ein Teamleiter eine Situation so eskalieren lässt, dass bereits die Arbeitsleistung darunter leidet. Ich bin wahrlich kein Fan von Disziplinarmaßnahmen, aber in so einem Fall würde ich wie gesagt konsequent abmahnen. Vielleicht bewirkt das ein Umdenken der beiden Streithähne...

    Streitigkeiten unter Kollegen kommen wohl in jeder Firma vor. Klar kann man da auch als Betriebsrat versuchen zu vermitteln, aber in erster Linie zuständig ist der disziplinarische Vorgesetzte.
    Häufig kommen solche Streitereien in schlecht geführten Abteilungen zu stande. Spätestens in dem Moment, wo sich das private Verhältnis der Mitarbeiter auf die Arbeit auswirkt (nicht ans Telefon gehen etc.) würde ich als Vorgesetzter einschreiten und gegebenenfalls auch abmahnen.

    Als Betriebsrat kann man auch nicht für jeden Mitarbeiter Kindergärtner spielen. Das sind erwachsene Menschen, von denen man zurecht erwarten kann, dass sie sich vernünftig benehmen. Zumindest was die Arbeit betrifft. Die müssen ja kein Bier zusammen trinken gehen.

    Wenn natürlich schlechte Stimmung in einer Abteilung herrscht, weil die Arbeitsbedingungen schlecht sind, dann sollte man als Betriebsrat sofort etwas unternehmen. Denn was die allgemeinen Arbeitsbedingungen angeht hat der Betriebsrat genug Mittel und Wege um Verbesserungen zu erreichen...

    Ohne jetzt schlaumeiern zu wollen... Die Anerkennungsquote bei Flüchtlingen aus Guinea ist ziemlich gering (etwa 15%). Das muss man natürlich auch als Arbeitgeber im Hinterkopf haben.
    Sicherlich kann man geteilter Meinung sein, was die Asylgesetze angeht in Deutschland, aber was Recht ist, muss Recht bleiben. Wir fordern schließlich auch von unseren Arbeitgebern, dass sie sich an die Gesetze halten.

    So wie ich das sehe, kann ein Betriebsrat da gar nichts tun. Wenn der betreffende Kollege vollziehbar ausreisepflichtig ist, dann ist das eben so. Hier greifen Gesetze, die ja nichts mit der Arbeit an sich zu tun haben, sondern mit dem Aufenthaltsstatus der Person. Dies liegt nicht im Zuständigkeitsbereich des Betriebsrates.
    Die einzige Möglichkeit der Einflussnahme, wäre vielleicht wenn sich die Geschäftsleitung zusammen mit dem Betriebsrat direkt an die zuständige Behörde wendet. Aber auch hier befürchte ich, dass das nicht zum Erfolg führen wird...

    Aus meiner Erfahrung heraus als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht kann ich dir sagen, dass Eingruppierungsklagen nur in seltenen Fällen zum Erfolg führen. Das Problem ist, dass Tarifverträge häufig recht schwammig formuliert sind, was die Eingruppierungsregeln angeht.

    Eine "gefühlte" Falscheingruppierung kann man da einfach vergessen. Da muss es schon KONKRETE Fakten geben, die für eine falsche Eingruppierung sprechen. Beispiel: Im Tarifvertrag steht, dass ein Mitarbeiter, der in seinem erlernten Beruf arbeitet, die Ecklohngruppe 5 zu bekommen hat. In diesem Fall ist völlig klar und unstrittig, dass eine Bürokauffrau, die in der Dispo arbeitet die 5 hat. Ohne wenn und aber.

    Leider sind die Regeln häufig nicht sehr konkret...