Beiträge von suppenkasper

    Ich sehe da den Arbeitgeber klar in der Leistungspflicht. Und den Stuhl darf der Arbeitnehmer wenn er gestellt wird auch nicht absetzen bei der Steuer.

    Am einfachsten ist es wohl das zuständige Integrationsamt zu kontaktieren und die Leistungspflicht für den Bürostuhl dort zu klären. Alternativ die Rentenversicherung. Wobei egal ist welchen möglichen Leistungsträger für man wählt weil die bei einem schriftlichen Antrag ja diesen weiterleiten müssen. Ziel wäre für mich aber die klare Aussage des Integrationsamtes und/oder Rentenversicherung zu bekommen das hier der Arbeitgeber in der Leistungs/Aussstattungspflicht ist.
    Das kann mann dann dem Arbeitgeber freundlich mitteilen.
    Vielleicht überzeugt den Arbeitgeber aber auch der Hinweis was du jetzt als BR/SBV an Aufwand hast das zu klären, zu klären ob der Arbeitnehmer überhaupt ein Arbeitszimmer hat. Und falls ja ob dieser Telearbeitsplatz auch von der FaSi begutachtet worden ist, usw.
    Und dabei vielleicht mal laut darüber nachsinnen ob der eine Stuhl vom Arbeitgeber nicht vielleicht doch der einfachere, schnellere und auch billigere Weg für den Arbeitgeber ist. :-)

    Dann kannst Du als BRV ggf. auf die e-mail verweisen und damit hat sich für mich die Nachforschung auch erledigt.

    Bei zweifelhafter Verhinderung entscheide ich immer auf "keine Verhinderung", weil lieber einer zu wenig als ein unberechtigter EBRM in einer Sitzung. Wenn ich schon Mist mache, dann bitte ohne Datenschutzverstoß oder Vertraulichkeitsverstoß.

    Naja das ist wie schon diskutiert nicht nur ein Problem der möglichen Beschlussanfechtung sondern vielleicht auch für das zu ladende gewesene Ersatzbetriebsratsmitglied, welches dann 11 Monate nach dieser Sitzung die ordentliche Kündigung bekommt.

    ähnlich bei uns: Wir haben mit dem AG vereinbart, dass er uns alle Änderungen nennt und wir dann entscheiden wo wir eine "echte" Anhörung haben wollen. Da kommt es dann eben genau auf den Einzelfall und die Umstände drumherum an.

    Dazu habe ich dann eine Verständnisfrage.
    Was ist die Mitteilung aller Änderungen dann? Unverbindliche Vortrage ob eine Anhörung nötig ist? Oder gibt es da noch was im BetrVG was ich nicht kenne?

    Da es 2 Vertreter gibt, und einer davon auch bereit ist nachzurücken ist die Frage beantwortet.

    Herzlichen Dank

    Naja so einfach ist das aber auch nicht. Der erste Stellvertreter rückt nach. Und der aktuell zweite Stellvertreter wird der erste (und einzige) Stellvertreter.
    Es besteht da keine Wahlmöglichkeit welcher Stellvertreter nachrückt. Und so lese ich die Aussage das einer davon bereit ist nachzurücken.
    Sollte der erste Stellvertreter nicht nachrücken wollen und Amt damit dann niederlegen würde der aktuelle zweite Stellvertreter nachrücken und müsste eine Nachwahl der Stellvertreter in die Wege leiten weil er keinen Stellvertreter als Vertrauensperson mehr hat.

    Es gibt halt das Thema das es da auch um vielleicht andere Kollegen geht die ihre Stunden auch ändern wollen und das vielleicht nicht können weil der Arbeitgeber das nicht will. Dann wird das nicht nur eine einzelvertraglicher Sachverhalt.

    Und ja es gibt ein BAG Urteil wo eine Arbeitszeitänderung unter 10 Stunden dem Betriebsrat nicht mitzuteilen ist nach Ansicht des BAGs. Das Aktenzeichen habe ich aber nicht parat.

    Ich kann da mitgehen wenn dem so ist wie geschrieben und vermutet.

    Aber die Wahl der SBV ist mir zu wenig Information und das 100%tig sicher sagen zu können. Kann ja auch nur eine Nachwahl der Stellvertreter sein weil das letzte Ersatzmitglied der Wahl davor nachgerückt ist.
    Und man kann ja auch durchaus 2 x mal innerhalb einer Wahlperiode Stellvertreter neu wählen wenn ein gewisser Verschleiß an Mandatsträgern gegeben is bzw. man nur sehr wenig Ersatzmitglieder wählt.
    Und die Nachwahl von Stellvertretern wäre nicht das relevante Datum an welchem man die Vierjährige Amtszeit bemessen muss. Da zählt die letzte Wahl der Vertrauensperson für die Amtszeit.

    Grundsätzlich verstehe ich Deinen Einwand. Aber da hier die Amtszeit ganz sicher noch keine 4 Jahre gewesen sein wird - welche Rolle spielt das? Was übersehe ich hier?

    §2 Aufgaben der Wahlvorstandes (SchbWo) (3)
    Der Wahlvorstand hat die Wahl unverzüglich einzuleiten; sie soll innerhalb von sechs Wochen, spätestens jedoch eine Woche vor dem Tage stattfinden, an dem die Amtszeit der Schwerbehindertenvertretung abläuft.

    §19 Vorbereitung der Wahl (SchbVWo) (1)

    Es muss spätestens 3 Wochen vor Ende der Amtszeit die Einladung zur einer Wahlversammlung erfolgen.


    Es wird hier klar auf das Ende der Amtszeit, nach 4 Jahren, abgezielt. Und das muss nicht der 31.11. sein sondern kann auch früher sein.
    Sollte die Wahl bzw. das Ergebnis erst nach dem Ende der Amtszeit der aktuellen Schwerbehindertenvertretung liegen kann es zu einem schwerbehindertenvertretungslosen Zeit kommen. Mit allen Konsequenzen das eben bei einer Kündigung auch keine SBV beteiligt wird, weil ja keine amtierende SBV vorhanden ist.

    Ich schließe mich hier Moritz vollständig an wenn es sich um eine erste Wahl handelt. Wenn es davor schon eine SBV gab wäre dort das Startdatum der Amtszeit wichtig zu wissen.

    Es wird über eine Persönlichkeitswahl gewählt, die Kandidatenliste wurde gerade veröffentlicht.

    Nun hat sich eine Kollegin beworben, welche ich nicht als geeignetes BR-Mitglief sehe, habe ich eine Habdhabe diese Kandidatur anzufechten? Oder bleibt mir nur die Möglichkeit, einfach kein Kreuz zu setzen, wenn es soweit ist.


    Mit Gruß und Dank,

    Joelle

    Ich gehe mal davon aus das du auch kandidierst. Und damit auch auf dem einzigen Wahlvorschlag gestanden bist und auch kandidierst.

    Aber ich habe jetzt noch mal einen paar Fragen:
    Kannst du dir vorstellen, das ein andere Kandidat bzw. Mitarbeiter im Unternehmen etwas gegen deine Kandidatur hat und diese Kandidatur anfechten will?
    Wie würdest du dich fühlen wenn das möglich wäre und es jemand anderes machen würde?

    Einspruch gegen die Kandidatur einer Person für den Betriebsrat gibt es nicht. Außer die Person wäre nicht wahlberechtigt. Aber das muss dann der Wahlvorstand machen.

    Und über die Eignung oder nicht kann man sich Gedanken machen aber vielleicht sehen auch viele andere die Person als geeignet an.

    Die einzige Möglichkeit ist dieser Person keine Stimme zu geben. Wenn diese sich aber selbst wählt dann ist sie auf jeden Fall Ersatzmitglied.

    Ähm... doch? Die JAV wird gem. der §§ 60 ff BetrVG gewählt, wenn die Verordnung also das BetrVG insgesamt erfasst, sollte auch die JAV betroffen sein. (Ich habe jetzt allerdings nicht alle Querverweise und Referenzen gecheckt, deswegen das ?)

    Ok, Stimmt. Das hatte ich übersehen. Aber mal sehen was wirklich kommt. Noch ist das ja nur ein Referentenentwurf.


    Hängt vielleicht auch damit zusammen das ich mich intensiver mit dem Altersteilzeitantrag als mit dem Eintritt in die JAV beschäftige. :-)

    Nimmst Du Wetten an, wie lang es dauert, bis der erste Stimmzettel auftaucht, wo die Stimmabgabe außen ist?

    Nein. :-)
    Dafür habe ich schon zu viel bei Wahlen gesehen :-) :-)


    Da gibts dann bestimmt auch entsprechende Kurse beim ifb :D:D:D


    Team-ifb : macht euch schon einmal Gedanken darüber ;)

    Was für Kurse? Kurse für die Belegschaft wie Wahlzettel zu falten sind? Da freut sich der ifb auf den ersten Großkonzern mit 10.000 oder 100.000 Mitarbeitern. :-)

    Das Problem ist ein ganz anderes und das ist unabhängig wie viele Briefwähler und wie viele Urnenwähler es gibt.
    Es könnte, und das im Unglücksfall auch für Zuschauer, bekannt werden wie ein oder mehrere Briefwähler gewählt hat/haben.

    So wie ich das gelesen habe wird bei der Urnenwahl kein Wahlumschlag verwendet. Bei der Briefwahl brauche ich das aber damit sichergestellt ist das die Persönliche Erklärung geprüft werden kann und dann der Wahlumschlag in die Urne kommt.
    Das würde ja jetzt so nicht mehr gehen da damit unterschieden werden kann zwischen Präsenzwahl und Briefwahl.
    Wenn man bei der Briefwahl auch keine Umschläge mehr verwendet für den/die Stimmzettel dann ist ja wenn der nicht perfekt gefaltet ist die geheime Wahl nicht mehr gegeben.

    Also Persönliche Erklärung prüfen und Wahlumschlag in eine zweite Urne. Am Ende diese mischen und die Stimmzettel entnehmen und in die Urne werfen. Wollte man nicht auch Zeit sparen bei der Präsenzwahl?
    Die Referenten scheinen noch nie selbst eine Wahl durchgeführt haben vermute ich mal.

    Bietet ihnen evtl. Vororttermine an, wenn gewünscht oder ihr richtet Sprechzeiten ein, an denen sie im BR-Büro ihre Anliegen loswerden können.

    Die Frage nach der BR Dienstwagenflotte bzw. Dienstreisen zum BR aus dem Homeoffice würde ich ganz freundlich dem Arbeitgeber vor den Einstellungen jetzt fragen. Die Reaktion wird nicht besonders erfreut sein aber das kann man meiner Meinung mal einfach machen.
    Genauso wie die Kollegen den Vorort zu den Betriebsversammlungen anreisen dürfen.

    Und natürlich die Ausstattung der Telearbeitsplätze, welcher er da einführt inkl. der Einhaltung des Arbeitsschutzes inkl. Kontrolle.
    Wenn die Möglichkeiten des telefonischen Kontaktaufnahme bestehen würde ich da auch anrufen bei den dann neuen Kollegen.
    Was sicher gut ist, ist ein "Willkommenspaket" des Betriebsrates in welcher die Aufgaben, Ansprechpartner, usw. des Betriebsrates nach der §99 Meldung den Kollegen/innen nach Hause geschickt wird vom Betriebsrat. Darüber wird der Arbeitgeber wahrscheinlich auch nicht begeistert sein aber da muss er dann halt durch. Mit Logistik das zu machen dürfe er sich ja auskennen. :-)