Beiträge von Club-Mate

    Hab ich das jetzt richtig verstanden:

    EBRM Müller-Schulze wollte befördert werden. Die Wahl des AG fiel aber auf Meyer-Schmidt. Du siehst nun einen Interessenskonflikt darin daß Müller-Schulze gegen die Beförderung stimmen könnte?

    Zitat von Kulum:

    Eine Frage hätte ich noch. Du schreibst, der Betrieb arbeitet 40h/Woche. Haben die Arbeitnehmer auch entsprechende Arbeitsverträge in denen 40h/Woche vereinbart sind? Wird im Grunde nur interessant wenn dem nicht so ist



    Ja die Kollegen haben 40 Stunden-Verträge. Das mit den Überhangzeiten haben wir auch schon diskutiert, hier besteht aber das Problem, daß viele Mitarbeiter mit dem Bus an die Arbeit kommen und erst 10 Minuten vor Schichtbeginn da sind und der Bus zurück schon 15 nach fährt.

    Bei 20 Arbeitstagen würden 10 Stunden fehlen, die holt man ja nicht mit einer Samstagsschicht von 8 Stunden raus.

    Die bisherige Regelung, zu der es keine BV gibt sieht vor, daß der MA entweder seine "Pause" an der Maschine macht, oder aber, wenn er zur Pause geht abstempelt. Es ist sogar im System der Zeiterfassung angelegt das Mitarbeiter aus der Produktion keine Pause machen.

    rtjum
    Das ist korrekt. Es hat sich auch niemand bisher aufgeregt da drüber. Aber da unsere GL sehr dünnhäutig geworden ist werden die Kollegen, die einfach mal einen Kaffee aus der Kantine holen, zurechtgewiesen. Ich habe ja auch bis vor meiner Freistellung in dem System gearbeitet.
    Wir arbeiten an der Einführung eines Haustarifvertrages, uns fehlen aber die Mitglieder. Evtl wäre das eine Option, wenn die Leute Samstags antreten müssen um sie zu bewegen.

    Hallo Kolleginnen und Kollegen,

    wir haben folgendes Problem: Wir sind ein Betrieb der im 3 Schichtbetrieb in einer 40h Stunden Woche arbeitet. Daraus ergibt sich ein 8 Stunden-Tag. Mitarbeiter welche 3-schichtig arbeiten machen keine Pause, sondern essen ihr Brot am Arbeitsplatz. Ein Umstand den es abzustellen gilt. Es ergibt sich aber nun daraus daß diese halbe Stunde nachgeholt werden muss. Im Dreischichtbetrieb ist ein anhängen der Arbeitszeit an die Schicht aber nicht möglich. Demnach müssten die MA am Samstag kommen und die fehlende Zeit nachholen. Man würde somit die 6 Tage Woche über die Hintertür einführen. Zum anderen spart sich der AG Überstundenzuschläge am Wochenende. Die Chancen daß der AG zustimmt die Pausen zu bezahlen stehen schlecht.
    Habt ihr evtl andere Lösungen?

    Danke schonmal

    Hallo rtjum

    Im Fitting liest man unter § 2 Rn.72:


    Das Zugangsrecht besteht zum Betrieb Es ist also nicht auf die Räumlichkeiten des BR oder den Verwaltungsbereich des ArbGeb. beschränkt.[...] Der Beauftragte der Gewerkschaft darf im Betrieb vielmehr den Ort aufsuchen, der sich aus der konkreten Betriebsverfassungsrechtlichen Aufgabe ergibt[...]


    Aufgabe war hier die Unterstützung des Betriebsrates im Rahmen seiner Allgemeinen Unterstützungspflicht. Thema war Arbeitsschutz. Da es in jedem Bereich Fragen zum Arbeitsschutz gab, mussten wir halt einmal durch den Betrieb laufen. Und klar, Gewerkschaftsmitglieder hat er auch aufgesucht.

    Zitat von rtjum:

    na da würde ich als GF aber auch gegen angehen. Betriebsrundgang, naha wenn denn alle Kollegen Mitglieder der GEW sind ok aber ansonsten denke ich hat der Sekretär kein Recht auf einen Betriebsrundgang, nur das Aufsuchen der Mitglieder der GEW ist ihm erlaubt. So würde ich unseren Sekretär niemals anmelden, den Betriebsrundgang machen wir natürlich auch aber wir sind halt immer auf der Suche nach den GEW-Mitgliedern

    Siehe §2 Abs2 BetrVG:
    Zur Wahrnehmung der in diesem Gesetz genannten Aufgaben und Befugnisse der im Betrieb vertretenen Gewerkschaften ist deren Beauftragten nach Unterrichtung des Arbeitgebers oder seines Vertreters Zugang zum Betrieb zu gewähren, soweit dem nicht unumgängliche Notwendigkeiten des Betriebsablaufs, zwingende Sicherheitsvorschriften oder der Schutz von Betriebsgeheimnissen entgegenstehen.

    Aktueller Fall,

    eben war der Gewerkschaftsvertreter da zu einem Betriebsrundgang. Er war ordentlich angemeldet, mit dem Thema worum es ging. Der GF hat das natürlich abgelehnt. Darf er aber nicht. Beim Rundgang hat er uns dann gesehen. Er wollte bestand auf seinem Hausrecht und wollte die Polizei rufen, sie kam aber nicht. Schade ;) Am Ende fehlen ihm dann doch die Eier.

    Hallo Kollegen,

    Danke erst einmal für eure Anmerkungen. An den 104 habe ich auch schonmal gedacht, aber da GF fällt er ja raus. Wir sind Teil einer Unternehmensgruppe. Wir haben noch einen Vorstand, und sind gerade dabei den Konzernbetriebsrat wieder aufleben zu lassen. Unser Vorteil ist, daß das Vorstandsmitglied welches als Bindeglied zwischen Vorstand und KBR fungiert auch nicht gut auf unseren GF zu sprechen ist. Der "alte Firmenpatriarch" hält aber große Stücke auf ihn. Die Konzernstruktur ist etwas unübersichtlich. Wir sind ein Gemeinschaftsbetrieb, ein Betrieb ist Teil einer AG der andere Teil einer Holding oder sowas. Wir haben schonmal ein Gespräch mit der Personalleiterin der Gruppe geführt, aber das war vergeblich wie mir scheint.
    Unser GF denkt er ist Gott, er ist stur und borniert. Das war schon immer so. Kein BR hat bisher den Zugang zu ihm gefunden. Es hat allerdings auch noch kein BR so arbeiten können wie wir. Es gab noch nie eine Einigungsstelle, wir bereiten gerade eine vor. Wir sind schon für ein eigenes Büro erfolgreich vor das Arbeitsgericht gegangen, vielleicht muss es mal richtig rappeln damit er es lernt. Aber ich denke da passiert nichts. Alle kuschen vor ihm.

    Wir haben beide Wege versucht, zu Gesprächen eingeladen. In den wenigen in denen er erschienen hat er einen Tonfall an den Tag gelegt, der sehr an der gesitigen Gesundheit zweifeln lässt. Um zu zitieren: "Vollidioten, ich schmeiß euch alle raus"

    Seit meiner Freistellung scheint die Mauer noch größer zu sein.
    Unser Chef ist in der Unternehmensgruppe auch bei anderen BRs bekannt. Deren einhellige Meinung ist: immer drauf, anders lernt er es nicht.
    Der zweite Geschäftsführer meinte unlängst zu mir, es gäbe einen Weg wenn der BR auf die Freistellung verzichtet. Ein Mediationsverfahren habe ich dem zweiten GF bereits vorgeschlagen. Keine Chance.

    Es scheint nur den Weg des Kampfes zu geben. Der war schon immer so und er ändert sich auch nicht mehr.

    Hallo Markus,

    ja das war bei dem alten BR auch so. Ich denke mal deswegen hat sich der alte BRV nicht mehr aufstellen lassen. Ich muss aber, ohne die Arbeit des alten BR abwerten zu wollen, dazusagen daß der alte BR bei vielen Sachen nicht aktiv wurde, oder aufgrund des Verhaltens der GL nicht aktiv werden konnte. Der Urschleim klebt jetzt an uns.

    Zitat von Paragraphenreiter:

    ...oder Du druckst Dir in großer, gut lesbarer Schrift, das Urteil aus welches dem Betriebsrat das Hausrecht im BR-Büro zusichert und hängst Dir das ins Fenster :lol:

    LAG Nürnberg v. 1.4.1999 - 6 Ta 6/99

    Das wäre was.
    Aber wir gehen den offiziellen Weg. Ich habe nun endlich unseren Anwalt erreicht. Er wird den AG auffordern es zu unterlassen das BR-Büro ohne Zustimmung des BR zu betreten.

    Hallo Kolleginnen und Kollegen,

    Unser BR Büro hat eine große Scheibe und Glastür zur Fertigung. Da zum "Einzug" die Scheiben noch nicht mit Sichtschutz versehen waren, habe ich ein Plakat zur Veranstaltung der IG Metall ins Fenster gehangen. Der Aufforderung der GL das Plakat zu entfernen bin ich nicht nachgekommen. Wir hätten eine separate Betriebsratstafel.

    Eben kam der GF wutentbrannt ins Büro uns riss das Plakat von der Scheibe. So schnell konnte ich nicht reagieren.

    Unabhängig der Frage ob das Plakat hätte an dieser Stelle hätte hängen dürfen, wie könnten unsere weiteren Handlungsmöglchkeiten aussehen.

    Dem GF notfalls per einstweiliger Verfügung zu untersagen das BR-Büro zu betreten?
    Ich würde ihm ja gern wegen 119 BetrVG belangen, aber ob das dazu reicht? Es war ja ein Plakat der Gewerkschaft und nicht des BR.

    Danke schonmal für Eure Mühen

    Wir haben ihm eine überarbeitete BV vorgelegt. In dieser kommen wir ihm entgegen indem wir sagen erst wenn man mehr als 30 Minuten Mehrarbeit am Stück leistet wird der Anspruch gezählt, inkl der 30 min. Meine Frage hierbei war ob wir generell in der Mitbestimmung sind? Es ist bei diesen freiwilligen Geschichten immer ein zweischneidiges Schwert. Wenn er es komplett auf Null setzt kann er leicht den schwarzen Peter zum Betriebsrat schieben.

    Hallo,

    die Betriebsvereinbarung ist 10 Jahre alt, damals war ich weder im BR noch im Unternehmen. Die alte BV regelt ganz klar, daß auch Überstunden "unter der Woche" da mit reinzählen.
    Wieviele Tankgutscheine ausgegeben werden, kann ich dir nicht sagen.

    Ich sehe da aber einen Interessenskonflikt. Zum einen hat der AG sicher ein berechtigtes Interesse an den Mails des Finanzlers. Zum anderen aber muss die Vertraulichkeit der Betriebsratsarbeit gewahrt bleiben. Hier gilt es abzuwägen.

    Ich kann Markus 1973 ED nur bedingt zustimmen. Mails des Betriebsrates sind alle Mails, auch die gesendeten. Man könnte ja damit das Gebot der Vertraulichkeit aushebeln, indem der GF Zugriff auf alle Mailpostfächer hat.
    Ist euer Chef evtl paranoid, daß er Zugriff auf alle Mailpostfächer hat?