Beiträge von Ranzi

    Ach herrje, tut mir leid. Ich dachte wirklich ich mache etwas Gutes, indem ich nicht noch einen Thread eröffne. Ich ging davon aus, dass das Thema so nah verwandt sei, dass es passen würde. Sorry dafür. :(


    Trotzdem oder vielleicht deswegen gerade um so mehr, vielen Dank. Meine Frage ist eigentlich beantwortet.


    Es ändert sich wirklich nur die organisatorische Zugehörigkeit. Der Standort an dem der Kollege eingesetzt wird, bleibt derselbe. Insofern also keine Versetzung und damit gilt der Arbeitsvertrag und die Zuständigkeit des BR sowie der Tarifvertrag.

    Ich muss leider dieses etwas ältere Thema neu aufgreifen, weil wir einen aktuellen Fall haben.


    Ein Kollege wird weiterhin seine aktuelle Position besetzen, organisatorisch wird sich jedoch etwas ändern. Der Betrieb hier ist dem hessischen Groß- und Außenhandelstarifvertrag angebunden. Dementsprechend unterliegt seine Arbeit deren Bestimmungen in Bezug auf Gehalt, Urlaub usw. Sein Vorgesetzter sitzt ebenfalls hier am Standort.


    Ab dem kommenden Jahr soll sich die Organisation nun dahingehend ändern, dass die gesamte Abteilung einem Chef in der Niederlassung eines anderen Standorts angehören soll. Inkl. eines neuen Vorgesetzten. An diesem neuen Standort gilt auch nicht der hessische Tarifvertrag. Die dortigen Mitarbeiter haben weder einen Betriebsrat noch einen Tarifvertrag, auf den sie sich berufen können.


    Der Kollege wurde nun bei uns vorstellig und hat um "Schutz" durch den BR gebeten, da dies eine Versetzung darstellt und somit der BR in der Mitbestimmung ist. Leider sind 7 von 9 Kollegen im Gremium dafür, dass die Versetzungen notwendig sind, was ich nicht so sehe.


    Wenn das Gremium nun zustimmt, kann der Arbeitnehmer mit Aussicht auf Erfolg beim Arbeitsgericht gegen die Versetzung und die damit einhergehende Änderung seines Arbeitsvertrages klagen?

    Vielen Dank vorab und bleibt gesund.

    Frank

    Zitat von Club-Mate:

    Wir haben die Frage im Rahmen der GB Psyche auch gestellt. Die Frage ist sogar sehr wichtig da das Verhalten von Führungskräften die psychische Gesundheit der Mitarbeiter maßgeblich beeinflussen kann.

    Da stimme ich dir ja auch zu, ich denke es geht am Ende nur um die Auswahl der Fragen.

    Ist die Führungskraft gut organisiert?

    Trifft die Führungskraft Entscheidungen schnell genug?

    Das sind für mich unpassende Fragen.

    Werde ich von der Führungskraft wertgeschätzt?

    Behandelt mich meine Führungskraft respektvoll?

    Das sind für mich passende Fragen.

    Hallo Bernd47,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Du hast schon recht wenn du sagst, dass die Mitarbeiter vielleicht befrangen sind, wenn sie im Mitarbeitgespräch Tacheles reden sollen. Andererseits haben sie auch die Möglichkeit bei Problemen mit der Führungskraft auf den BR zuzukommen. Oder zu einer anderen Führungskraft ihres Vertrauens. Wir sind da schon ein sehr soziales und vertrauensvolles Unternehmen. Deswegen stört es mich ja auch, dass aus der der eigentlich guten Psych. GBU an einigen Stellen ein Nachteil für den Mitarbeiter (den direkten Vorgesetzten) entsteht. Da die Beantwortung der Fragen anonym erfolgt, kann im schlimmsten Fall auch Mist reingeschrieben werden, nur um dem Vorgesetzten eins auszuwischen.

    Viele Grüße

    Ranzi

    Guten Morgen,

    an unserem Standort wird gerade die Durchführung einer Psychischen Gefährdungsbeurteilung vorbereitet. Generell finden wir es eine gute Sache und wurden auch mit involviert. Nun geht es aber zu der Auswahl der Fragen, die den Mitarbeitern gestellt werden.

    Bei einigen Fragen soll das Verhalten der direkten Führungskraft beurteilt werden. Werde ich von ihr genügend wertgeschätzt, ist sie gut organisiert, trifft sie Entscheidungen schnell genug, nimmt konstruktive Kritik an usw.

    Da wir für Vorgesetzte wie "normale" Arbeiter gleichermaßen zuständig sind, sehe ich das etwas kritisch. Natürlich beeinflusst das Verhalten des Vorgesetzten auch die Psyche eines Mitarbeiters, trotzdem bin ich der Meinung, dass eine Mitarbeiter- in dem Fall Vorgesetztenbeurteilung nicht in eine Psych. GBU gehört sondern am ehesten noch in ein "normales" Mitarbeitergespräch, welches ebenfalls jährlich durchgeführt wird.

    Mich würde die Meinung von euch interessieren. Bin ich komplett auf dem Holzweg?

    Viele Grüße

    Ranzi

    Zitat von whoepfner:

    Hallo,

    das BetrVG gilt natürlich grundsätzlich nur in Deutschland.

    *seufz* Stimmt, obwohl ich es in dieser Konstelation doof finde. Denn wie soll ich als Wirtschaftsausschuss die wirtschaftliche Lage des Unternehmens beurteilen, wenn ich nicht alle Zahlen kenne. Egal ob die nun zu in- oder ausländischen Töchtern gehören. Geld kosten sie alle. Im schlimmsten Fall gehen da etliche Millionenen im Ausland den Bach runter und ich bekomme nichts davon mit.

    Hallo Markus,

    vielen Dank für deine Antwort. Ok, national bin ich bei dir. Nur bei den internationalen Standorten bin ich mir nicht sicher. Denn diese firmieren eben auch nicht unter "unserem" Namen, sondern sind eben Töchter.

    Trotzdem natürlich wirtschaftlich relevant für das Gesamtunternehmen. Gut möglich, dass wir uns da womöglich auf die Konzernbilanz einmal jährlich beschänken müssen, oder?

    Beste Grüße

    Ranzi

    Guten Tag,

    wir haben mehrere Standorte in Deutschland und darüber hinaus noch etliche Tochtergesellschaften mit Beteiligungen von 50% - 100%.

    An einzelnen, deutschen Standorten haben wir Betriebsräte aber nicht an allen. Aus diesen wurde dann ein GBR gegründet. Mit dem Betriebsrat einer 50% Tochter aus Deutschland, wurde ein KBR gegründet. Aus dem GBR heraus wurde schließlich ein WIA bestellt und soweit ist alles fein.

    Allerdings sind wir uns etwas unsicher, ob wir die wirtschaftlichen Informationen gem. §106 (3) BetrVG auch für die Betriebe fordern dürfen, die keinen Betriebsrat haben. Denn deren Ergebnisse beeinflussen ja letztendlich auch das Ergebnis des gesamten Unternehmens. Insofern haben wir natürlich ein großes Interesse daran informiert zu werden, wenn an diesen Standorten Veränderungen geplant sind. Denn was bringt es mir, wenn es an den Standorten mit BR wirtschaftlich super läuft aber an den anderen eben nicht. So kann ich ja die wirtschaftliche Lage gar nicht einschätzen. Außer einmal jährlich anhand der Konzernbilanz.

    Ich hoffe ich konnte halbwegs verständlich rüberbringen, was unser Problem ist und würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann.

    Danke schön!

    Ich halte von solchen Prämien gar nichts. Der AG sollte sich das auch sehr gut überlegen. Kann auch wunderbar nach hinten losgehen. Wenn sich dann alle krank auf die Arbeit schleppen, damit sie die Prämie bekommen, sinkt die Arbeitsleistung und andere Kollegen werden angesteckt.

    Dann besser wie hier schon vorgeschlagen, dass Geld in Prävention investieren.