Beiträge von Shm

    Hallo Markus,


    vielen Dank für Deine Einschätzung.


    Ich weiß, dass eine Anhörung nach einer bereits erfolgten Versetzung nichts mehr bringt aber sie ist aj eben gesetzlich vorgeschrieben. Daher haben wir darauf bestanden.


    Ich finde die Argumentation unserer Personalerin nur nicht richtig, mit Krankenstand zu argumentieren und daraus resultierend nicht länger wie 1 Monat die Versetzung angetreten zu haben.


    Stehen im Rahmen des BEM die Mitarbeiter dem BR namentlich zu? Ich denke einmal auf Grund der Krankenstatistik und einmal durch das BEM-Team mind. die Namen der MA, welcher in dieses Raster passen.


    Vielen Dank

    Gruß Shm

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    ich habe eine Frage bezgl. der Krankenstatistik. Diese wird regelmäßig von der Personalabteilung an den AG reportet. Der BR hat ein Auskunftsrecht.

    Das konnte ich schon mal herausfinden.


    Auf Grund welcher §§ kann man diese Statistik einfordern?

    Aktuell kenne ich nur den §167,2 SGB IX und §80 BetrVG.


    Wir möchten gerne in der Betriebsvereinbarung BEM verankern, dass der AG dem BR regelmäßig eine Krankenstatistik zur Verfügung stellt.

    Eine weitere anschließende Frage möchte ich hier ebenfalls noch stellen:

    Auf Grund mangelnder Arbeit wurden einige MA versetzt in andere Abteilungen. Die Tätigkeit dort hat eine Änderung von mind. 25% mitgebracht und sollte länger als einen Monat andauern. Was für die MA kein Problem war, weil alles in Absprache stattfand.


    Wir haben diese Versetzung mittels Anhörung eingefordert, welche deutlich später zur eigentlichen Versetzung, dem BR vorgelegt wurde.


    Nun sind im Nachgang zur Versetzung einige Kollegen erkrankt (weil die Arbeit nicht gefällt und/oder psychische Belastung). Die Personalabteilung argumentiert nun, dass die Anhörung eigentlich nicht nötig wäre, da die MA keinen Monat dort gearbeitet hätten auf Grund der Krankheitstage und auch die 25% nicht erreicht worden wären.


    Wir als BR sagen, dass es egal ist zum Zeitpunkt der Anhörung ob die Dauer der Versetzung im Nachgang kürzer andauern könnte, weil möglicherweise eine Krankheit eintritt. Dies ist ja nicht vorherzusehen.


    Eine Anhörung erfolgt doch auf eine Planung und darauf, was im Nachgang passiert!


    Auf Grund dieser Tatsache möchten wir aktuell nun eine Krankenstatistik einfordern. Mir fehlt aber da noch die Grundlage! Sind die o.g. ausreichen?


    Gruß Shm

    Hallo Bernd,


    genau so sehe ich es auch und eine BV haben wir derzeit nicht.


    Aber was mich verwirrt ist die die Aussage:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    nun bei uns trifft es einen BR-Kollegen. Die Häufigkeit der Krankheitstage ist tatsächlich da.


    Auf unserem Arbeitsrecht I-Seminar haben wir gelernt, dass der AG bei einem einzelnen AN durchaus die AU ab dem 1. Tag abfordern darf.


    Mir ist das aber noch nicht so klar geworden, bei den Meinungen hier im Verlauf.

    Es betrifft ja nicht das kollektiv sondern "nur" den einzelnen AN bzw. BR-Kollegen.


    Dazu haben wir aber nun noch folgende Aussage entgegen stehen aus einem anderen Seminar:


    Zitat

    "Der Arbeitgeber kann mitbestimmungsfrei Zulagen oder Krankschreibungen ab dem 1. Tag

    entweder für alle festlegen oder für niemanden.

    Er kann nicht Zulagen für einzelne oder Krankschreibung ab 1. Tag für einzelne – ohne Mitbestimmung BR –

    festlegen, da diese Mitarbeiter mit dem gesamten Kollektiv verglichen werden und es damit in den

    Betriebsablauf eingreift. Dadurch wird es zum kollektiven Tatbestand und ist mitbestimmungspflichtig."

    Wie ist Eure Meinung dazu?
    Auf welcher Grundlage können wir hier nun unser MBR begründen bei einzelnen AN?


    Wir haben hierzu derzeit noch keine BV.


    Gruß Sven

    Ist das so?


    Wenn ich mich recht erinnere ist die Rechtslage inzwischen doch so, dass das einzelne BRM selbst entscheiden kann, ob die betriebliche Situation seine Teilnahme an der Sitzung erlaubt. D.h., das BRM kann für sich entscheiden, dass seine Anwesenheit am Arbeitsplatz betrieblich unbedingt erfolrderlich ist. Dder AG kann also nicht 100%ig davon ausgehen, dass das BRM tatsächlich abwesend sein wird. Man könnte also folgern dass der AG daher erwarten kann, dass bei tatsächlicher Abwesenheit auch eine Abmeldung erfolgen wird.


    Oder sehe ich da etwas falsch?

    Soweit mir bekannt ist, muss sich jedes Mitglied vor der Sitzung beim AG abmelden.


    Wenn es aber so geöffnet wird, dann stünde ja jede Beschlussfassung in Frage, weil die Beschlussfähigkeit nicht immer gewährleistet sein kann.


    Wenn dringende betriebliche Belange vorliegen, dann kann auch eine Sitzung verschoben werden. So händeln wir es!

    Hach, ist doch mal wieder schön. Hauptsache man hat jemanden, auf den man mit dem Finger zeigen kann. Wozu Ursachen erforschen und sich Gedanken machen, wie man verhindert, dass sich solche Situationen wiederholen? Alles unnützer Tüddelkram. Fingerpointing ist alles was wir brauchen... X/


    WARNHINWEIS: Obiger Beitrag kann Spuren von Ironie und/oder Sarkasmus enthalten!


    Und wenn ich höre, wie es da zugeht, bin ich nicht davon überzeugt, dass die Kollegin einfach gegangen ist. Und wenn hatte sie vermutlich einfach ihr Tagessoll erfüllt und hatte jedes Recht zu gehen...

    Nun, das hat sie mir im Gespräch so vermitteln wollen aber ich habe ihr klar gemacht, dass sie die Vertretung zu organisieren hat und nicht die anderen Kollegen.


    Ich weiß, es ist einfach die Schuld bei anderen zu suchen. Die Verantwortung bleibt aber immer noch bei der Führungskraft.

    Vielen Dank. Den Text habe ich ebenfalls abgespeichert.

    Thema ist nun deutlich mit der Fachabteilungsleiterin besprochen und geklärt.


    Ich hoffe sie hat es verstanden.

    Hallo Markus,


    gerade hatte ich ein Telefonat mit der Bereichsleiterin und konnte dort auch nochmals genau dieses Thema platzieren. Ich habe es klar und deutlich gesagt. Die Schuld sieht sie nun in der Mitarbeiterin, welche einfach gegangen ist.

    Also,

    Das ändert aber nichts daran, dass die bereichsleiterin von der BR-Sitzung wusste und auch wusste, dass die Kollegen frühzeitig gehen. Somit wäre es ihre Augabe gewesen, dass Problem im Vorfeld mit der BR-Kollegin bzw. BRV zu besprechen, falls sie die Arbeit nicht umorganisieren kann.


    LG

    Markus


    ich habe mit der Fachabteilungsleiterin gesprochen und sie sagt, es sein ein "Missverständnis" gewesen. Die BR-Kollegin hätte nicht wissen müssen, dass niemand im Büro ist, während sie die BR-Sitzung wahrnimmt. Dies war eine Änderung im Dienstplan, welche nicht kommuniziert wurde


    Auch sie habe versäumt diesen Personalengpass zu klären.

    Hallo,


    wenn Ihr einen festen Turnus habt, der dem AG bekannt ist, dann ist das mit dem "einfach gehen" eine eher läßliche Sünde.

    Hallo,


    also die BR-Kollegin ist wohl nicht einfach gegangen sondern im Wissen, dass eine Kollegin weiterhin im Büro ist. Das die Student. Aushilfe früher gegangen ist, wußte sie nicht.


    Das sind die neuen Erkenntnisse.

    Das ist natürlich ganz dünnes Eis und kann eine Ab-/Ermahnung durchaus rechtfertigen.

    Ihr solltet hier ein klärendes Gespräch führen. Dass es natürlich nicht eure Absicht war, dass es betriebliche Probleme durch die Sitzung gegeben hat, aber ebenso keine Behinderung der BR-Arbeit zu erfolgen hat.

    Im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit.

    Hier muss ich ein Änderung mitteilen, die Kollegin wußte wohl nicht, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt niemand im Büro sein wird.


    Die BR-Kollegin ist i guten Gewissen in die Sitzung gegangen, dass die Arbeit gewährleistet bleibt.

    Hallo albarracin,


    vielen Dank für Deine Antwort. Sie bestärkt mein Verständnis.


    Man muss gestehen, dass die betroffene BR-Kollegin wohl nichts gesagt hat und ist "einfach" in die Sitzung gegangen. Eventuell hätten wir sie auch vorziehen können aber ich hatte von dem Umstand eben leider keine Ahnung.


    Daher habe ich ja auch Verständnis. Was ich aber nicht leider mag ist "zeitnah". Zu bemerken sei noch am Ende, dass ja ein letzter Kollege im Büro saß und das Telefon ebenfalls bedient hat.


    Gruß Shm

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    gestern hatten wir während unserer ersten Präsenz-Sitzung eine nette Erfahrung.


    Wir sind ein 5er Gremium und derzeit sind zwei im Urlaub sowie das einzige Ersatzmitglied.

    Demnach haben wir eine Präsenzsitzung (erstmal wieder) zu dritt durchgeführt.


    Unsere Sitzung findet regelmäßig seit 2018 Dienstags um 14 Uhr statt und dauert in der Regel bis 16 Uhr.


    Nun hatten wir gestern zu dritt eine BV Verhaltenskodex zu bearbeiten und zu beschließen, da Abgabe Termin dieser Freitag am 14.08..


    Nun haben wir im BR-Gremium eine Kollegin, welche hauptsächlich Anrufe am Telefon entgegen nimmt.

    Dieser Platz ist also regelmäßig während unserer Sitzungen nicht besetzt.


    Gestern sind in der Telefonabteilung nun erstmal unter Abzug des BR-Mitglieds noch 3 Personen verblieben.

    Normalerweise 4 aber eine weitere Kollegin hatte sich am Montag Abend krank gemeldet.


    Nun kam es gestern so, dass eine studentische Kollegin aus der Telefonabteilung um 15 Uhr gegangen ist wegen einer Uni.-Veranstaltung und die Festangestellte Kollegin um 15:30 Uhr.


    Somit saß nur noch ein Kollege im Büro und nahm die Anrufe entgegen. Dieser Kollege hat einen Behindertenstatus.


    Wir wurden von der festangestellten Kollegin um 15:30 Uhr daraufhin gewiesen (kam in die Sitzung), dass sie nun Feierabend macht.

    Um 16 Uhr kam nun die Fachbereichsleiterin in die Sitzung und sagte, "wir sollen bitte zeitnah die Sitzung beenden". Die betonte sie auch noch ein zweites Mal.


    Daraufhin stand meine Kollegin auf, nach dem wir der BV zugestimmt hatten, und ging an ihren Arbeitsplatz. Es war kurz nach 16 Uhr.

    Auf der Tagesordnung stand nur noch der Punkt "Verschiedenes". Diese Punkt ist im Wirrwarr nun untergegangen.


    Im Nachgang bekam meine Kollegin, welche vermeintlich am Arbeitsplatz fehlte, noch eine Mail geschickt, welche ich Euch nicht vorenthalten möchte:


    "Liebe n.n.,

    da n.n. krank ist und n.n. aufgrund einer universitären Veranstaltung um 15.00 Uhr gehen musste, war das Telefon nach n.n. Dienstende um 15.30 Uhr unbesetzt.

    Mittlerweile haben wir 16 Uhr.

    Das geht so nicht. Bitte passt eure BR-Sitzung dementsprechend an. Entweder hättet ihr früher anfangen oder früher aufhören müssen. Die Tätigkeit muss Vorrang haben.

    Liebe Grüße"

    Nun kann ich die Situation verstehen bin aber der Meinung, dass der Arbeitgeber schon "immer" hätte für Ersatz am Telefon sorgen müssen. Nun kam gestern alles zusammen und zum Worstcase.


    Kurz um: Ich bin der Meinung, der AG hätte bereits Montag Abend reagieren können um Ersatz zu finden.

    Ist hier der §37 der betreffende ?


    Viele Grüße

    Shm

    Das Ganze kann man auch noch mit einem BAG-Urteil untermahlen, oder den ein oder anderen Begründungspunkt in seine Argumentation übernehmen. Ein entsprechendes Urteil wäre hier z.B.: 1 ABR 5/16 vom 22.08.2017. Wenn du das Aktenzeichen googelst kannst du dir das entsprechende Urteil durchlesen.


    LG

    Markus

    Hallo Markus,


    Dein BAG-Urteil trifft es ziemlich auf den Punkt! Das wird meine Argumentationsgrundlage sein. Wird schwierig aber damit sollte es klappen.


    Gruß Sven

    Hallo Bernd,


    das ist schon o.k., da steht aber nicht drin, dass der Arbeitgeber mir die Einteilung der einzelnen MA zeigen muss.


    Denn wir haben einen allgemeinen Plan bekommen, welcher genau §87 Abs. 1 Punkt 2 BetrVG entspricht.


    Gruß Sven

    ne in Mainz ist das eine Fastnacht also fast eine Nacht eine Fest, wir feiern Karneval, dieses Jahr mit Start am 08.11.2020 bis dann zum letzten Festtag und der anschließenden Verbrennung des Äzebär am 16.02.2021.

    Dann mal von Mainz ein Gruß nach Mainz!

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    wir als noch recht frischer BR haben die Teamleitung aufgefordert den Dienstplan uns vorzulegen.

    Den habe wir auch erhalten, doch konnte ich nur allgemeine Schichten erkennen.


    Mich persönlich hat aber die Einteilung der einzelnen MA interessiert, da bereits einige vorstellig waren und Ihr Leid geklagt haben über wiederholte Einteilung in einer Spätschicht.


    Daraufhin wollte ich einen Dienstplan mit Namen um zu sehen, wer denn nun der MA in welcher Schicht eingeteilt wurde.


    Daraufhin gab uns unsere Personalabteilung unmissverständlich zu verstehen, dass wir als BR keine Diensteinteilung machen dürften und dies nicht unsere Aufgabe sei. Daher sollten wir uns mit einer allgemeinen Übersicht zufrieden geben.


    Wie kann ich/wir aber dann kontrollieren und argumentieren, wenn sich Kollegen beschweren?


    Gruß Sven

    Ich sehe das genauso wie die Kollegen. Wenn der Grund für das Nicht-Arbeiten-Können vom AG zu verantworten ist (und wenn der VPN Zugang für alle nicht funktioniert, darf man das getrost so annehmen), dann hat der AN seine Schuldigkeit getan und kann nicht verpflichtet werden die Zeiten nachzuarbeiten.


    Anders sähe es aus, wenn z.B. ein einzelner Kollege nicht arbeiten kann, weil um ihn herum das Netzwerk komplett ausfällt oder weil alle in seiner Nachbarschaft irgendwelche Filme gucken, und das Netzwerk so überlastet ist, dass er nicht arbeiten kann. Hier müsste man zunächst einmal den AG von der Verantwortung freistellen. Gleichwohl hat der AN ja auch keine Schuld und arbeitet ja nicht aus Lust und Laune von zu Hause (dann hätte er es ja steuern können, in dem er im Büro arbeitet). Hier ist also ein interessantes Feld für einen Betriebsrat um hier vernünftige Regelungen zu treffen.

    Hallo Moritz,


    unser großer Vorteil ist, dass die IT des AG es offiziell per Newsletter bestätigt bzw. die AN informiert hat über den Ausfall. Daher ist, so finde ich, die Sachlage eindeutig.


    Gruß Sven