Beiträge von Tobias Clausing

    Wenn der AG sonst die Hygienevorschriften und Trennungen nicht einhalten kann, dann kann er auch den Arbeitnehmern entgegenkommen:

    Die Einen arbeiten von Montag bis Mittwoch und die Anderen von Donnerstag bis Samstag.


    Der Samstag ist - gerade bei dem aktuellen öffentlichen Leben - für eine Drei-Tage-Woche gut zu verkaufen.

    Jetzt jedoch sieht der Vorsitzende ein Problem mit meinen Schichten.

    Der Betriebsrat hat kein Problem mit den Schichten. Die Schichten haben allerhöchstens ein Problem mit dem Betriebsrat. Deine Rechte zu Freizeitausgleich und Pausenzeiten sind alle gesetzlich geregelt. Drei mal (offenbar entschuldigt) fehlen in sechs Jahren dürfte nur ein Problem sein, wenn ihr euch nur einmal im Jahr trefft.


    Du solltest mit deinem Vorgesetzten klären, wie es dir vernünftig ermöglicht wird, an den Sitzungen teilzunehmen und mit deinem Vorsitzenden klären, was sein wirkliches Problem ist.

    In der Situation führt das Kündigungsverbot zu einer Entschädigung von einem Jahresgehalt. Der AG kann nicht erwarten, dass die AN die Kurzarbeit hinnehmen und auf bessere Zeiten hoffen, wenn dann direkt im Anschluss gekündigt wird. GENAU DAS ist das unternehmerische Risiko, das nicht die Mitarbeiter zu tragen haben.

    Wie wäre es mit einer schnellen BV, um für diese Zeit Minusstunden auf einem separaten Konto in größerem Umfang zu sammeln?

    Ist ne doofe Lösung, vielleicht kann euch der AG entgegenkommen und die Hälfte nach den Ferien erlassen. Die letzte Alternative ist ja, dass sich die Eltern zur Betreuung krank schreiben lassen.

    Ich habe gerade eine E-Mail zu einer älteren Benachrichtigung erhalten. Dort stimmt zum einen die Zeit nicht ganz (Beitrag von gestern, 17:36 Uhr - E-Mail heute um 17:01 Uhr), also weniger als 24 Stunden und es wird das Profilbild des Autoren nicht angezeigt. Laut Quelltext scheint alles korrekt zu sein, aber in Outlook 19 und auch OWA wird das Bild nicht korrekt umgesetzt. Vielleicht gibt es da noch einen Fix.

    Ansonsten ist das Update aber sehr gut - danke für die Arbeit!

    Ich sehe gerade, dass ich zu Beginn ein Zitat hätte einfügen müssen. Meine Berechnung bezieht sich nicht auf den aktuellen Stand sondern auf die 500.000 Beiträge zum Außerirdischen.


    Ich bin dankbar für jede und jeden, die/der hier unabhängig von Tages und Nachtzeit anderen mit viel Erfahrung und Rat zur Seite steht. Für mich seid ihr alle Foren-Helden.

    Zum Glück ist Betriebsratstätigkeit ein Ehrenamt und damit losgelöst vom Arbeitszeitgesetz. Damit hätte z. B. der Rabauke in seinen knapp mehr als 9 Jahren Aktivität hier im Forum durchgehend (außer am 29. Februar) stündlich 6,3 Beiträge schreiben müssen.

    Reduziert man die Tätigkeit auf durchschnittlich acht Stunden an maximal sechs Tagen die Woche sind wir schon bei 22 Beiträgen pro Stunde. Also etwa alle drei Minuten ein Beitrag. Da klopft vermutlich eine betriebliche Pflichverletzung an die Tür, weil nebenbei nur noch wenig Zeit für die eigentliche Arbeit bleibt.

    Nun könnte man das hochrechnen auf eine längere Aktivitätsdauer, ich bin mir aber sicher, dass hier niemand zu Lebzeiten einen Status jenseits des Außerirdischen schaffen kann - oder man wird wegen Spam gesperrt.

    Ich kann mir vorstellen, dass es per ganz konkretem Beschluss möglich ist, die Einberufung und Organisation der Betriebsversammlung dem BA zur eigenständigen Erledigung zu übertragen.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass der BR dem BA die Absage ebenjener BV übertragen könnte.


    Ich bin mir aber sicher, dass das nicht unter die allgemeinen Aufgaben des BA fällt, die ihm mit der Einrichtung des BA zufallen. Und der erste Beschluss impliziert nicht automatisch den zweiten Beschluss.

    Spätestens bei der Zeiterfassung direkt an der Eingangstür muss eine BV vernünftig ausgearbeitet werden. Gibt immer wieder Streit, wenn jemand nach dem Betreten (und damit Einstempeln) seine Blöd-Zeitung mit auf das Töpfchen nimmt und da fröhlich Überstunden generiert.

    So ein System (Hand-VENEN-erkennung) kann datenschutztechnisch umgesetzt werden und ist ja erst einmal nicht schlimmer als eine normale Zutrittskontrolle auch. Die persönlichen und biometrischen Daten müssen nicht zentral gespeichert werden.

    In einem fleischverarbeitenden Betrieb (und natürlich auch privat) gibt es doch bestimmt Schnittverletzungen an den Händen, oder? Dann gibt es ggf. Probleme mit der Erkennung. Ihr solltet in eine BV also auch mit aufnehmen, wie jemand reinkommt, bei dem der Kasten gerade nicht will.

    Darf ich in so einem Fall die gesetzliche Anforderung umgehen? Was meint ihr?

    Dürfen auf keinen Fall. Machen aber ziemlich viele Unternehmen auch ohne Corona-Gefahr seit Jahren.

    So lange Gewerkschaft, Belegschaft, Arbeitgeber und Betriebsrat einverstanden sind, gibt es keinen Kläger.


    Alternativ könnt ihr die Gelegenheit für aktivere Abteilungsversammlungen nutzen. Methodisch Feedback einholen oder ähnliches.

    Habt ihr wichtige Themen mitzuteilen? Dann überlegt doch eure Betriebsversammlung zu verschieben und stattdessen eine Infoveranstaltung per Videokonferenzsystem an alle Mitarbeiter:innen zu übertragen. Mit etwas Vorlauf sollte das möglich sein, sofern eure Mitarbeiter:innen primär an Computern sitzen.


    Ansonsten habt ihr bestimmt das Recht, eine BV durchzuführen. Wenn sich dabei aber wirklich jemand anstecken sollte, müsst ihr euch fragen, ob ihr alles angemessen bedacht habt.


    Ich halte die Panik auch gerade für unnötig, würde aber kein wirklich unnötiges Risiko eingehen.

    In diesem Fall ist es ja nicht reguläres, gesundes "Homeoffice" sondern im ersten Sinne Krankheit (wenn auch ohne AU). Man kann trotz Krankheit arbeiten und man kann trotz Krankheit zur Betriebsratssitzung. Man kann das aber ebensogut lassen. Dann ist man ganz normal krank und dementsprechend auch ganz normal verhindert.

    Hallo,


    anfordern beim AG muß dies der BRV.

    Der BRV muss es aber nur beim AG anfordern. Der muss sich dann mit der IT auseinandersetzen und das forcieren.


    Alternativ könnt ihr nach eigenen Datenstrukturen fragen bzw. ankündigen, dass ihr das beschließen werdet:

    Separate PCs, eigene Netzwerkstrukturen, abgegrenzter Server mit redundanter Anbindung, redundantem Speicherplatz und separat abgesichertem Backup. Ich denke, dass die IT dann recht fix wird mit den ursprünglichen Berechtigungen.

    Ein Artikel bei Hensche (Link) beschreibt ganz gut die Schwierigkeiten der Grenzfindung. Dort geht es primär um ein Urteil, nach dem mehr Urlaub ab dem 40. Lebensjahr diskriminierend ist.

    Ich denke, dass sich das bei Handwerkern deutlich früher argumentieren lässt als bei Bürokräften. Aber es muss sehr gut begründet werden, weil aus Sicht des AG das Risiko besteht, dass die Regelung gekippt wird und der Urlaub nach oben für alle angepasst wird.

    Die Alternative - nur beruhend auf Gegenseitigkeit und ohne Ansprüche - wäre, auf die nächste Gehaltserhöhung zu verzichten und darüber die Stunden zu reduzieren. Ist aber eine schwierige Entscheidung, wenn man eh knapp am Limit lebt. Und der AG muss da auch mitspielen.

    Da sich die Aussichten auf eine Rente hier sehr ungewiss darstellen könnte man ja mal mit dem AG reden und versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden. Warum möchte sie weniger arbeiten (ich meine, ganz allgemein wollen wir das alle)? Wie kann man ihr das gesundheitlich entgegenkommen? Ist es nur das viele Stehen - dann könnte man eine sitzende Tätigkeit finden. Vielleicht geht auch Homeoffice am Abend nach einer größeren Mittagspause.

    Es gibt ja ne Menge Möglichkeiten, aber immer auch abhängig vom Arbeitgeber und der Mitarbeiterin selbst. Rechtlich bliebe wohl nur ein theoretischer Rentenanspruch.

    Hallo,


    ich denke aber nicht,dass das die Aufgabe vom BR ist.

    Wir haben darüber zu wachen, dass Gesetze eingehalten werden. Was du beschreibst ist Aufgabe des AG.

    Nach §92 ist der BR über die Personalplanung zu unterrichten, weiß also Bescheid, dass die Überstunden dauerhaft anfallen würden. Nach §87 hat der BR ein Mitbestimmungsrecht bei den Überstunden und auch bei den Vergütungsgrundsätzen. Ich denke schon, dass das Aufgabe des BR ist.

    Insgesamt ist es immer etwas komplizierter im konkreten Fall, aber die Aufgaben des BR sind von so vielen Aspekten bestimmt, dass eine klare Abgrenzung schwierig ist.