Beiträge von MaxKneipp

    Das kommt darauf an wie das Unternehmen die Kurzarbeit plant. 50% Kurzarbeit heisst ja nur, das die Arbeitszeit um 50% reduziert wird. Das kann auch bedeuten statt 8 Stunden täglich kommt der Mitarbeiter nur 4 Stunden täglich. Dann muss er immer noch 15 Tage (20 Arbeitstage regulär, 5 davon im Urlaub) zur Arbeit erscheinen.

    Die Physiotherapie (eigenes Unternehmen, Tochter), das überwiegend im Krankenhaus (Mutter) seine Arbeit verrichtet, ist ausgegliedert, aber 100%ige Tochter des Krankenhauses - mit Gewinnabführung.


    Aktuell ist - da die Mutter auf die Corona-Epedemie vorbereitet ist und auf den Ansturm wartet - die eigentliche Arbeit der Physiotherapeuten wenig nachgefragt. Kurzarbeit für die Physiotherapie ist geplant.


    Nun eröffnete uns unser Geschäftsführer (der der Physiotherapie), das während der Kurzarbeit Mitarbeiter bei der Mutter in anderen Bereichen eingesetzt werden könnten -- wohlgemerkt: nicht als Physiotherapeuten. Sondern im Service (Arbeit mit Lebensmitteln), Reinigung oder quasi als eine Art Pflegehelfer.


    Fragen hierzu:


    Ist das grundsätzlich arbeitsrechtlich legitim?


    Also kann ein Physiotherapeut grundsätzlich einfach so berufsfremd irgendwo im Konzern eingesetzt werden? Bedarf es der Zustimmung des Mitarbeiters? Oder des Betriebsrats der Tochter (also von uns)?


    Muss ein qualifizierter Mitarbeiter eines Tochterunternehmens bei der Mutter vorübergehend eine Arbeit verrichten, für die er a) nicht eingestellt wurde (Reinigung) und/oder b) selbst nicht die normalerweise notwendige Qualifikation (Physios sind keine Pflegehelfer) besitzt?


    Vielen Dank euch, freue mich auch über Teilantworten.