Beiträge von Heidelbergerin

    Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Forum,

    wir sind ein privat geführtes Unternehmen mit Sitz in den USA. In Deutschland sind wir in Rechtsform eine GmbH. Nachdem nun ein Rascheln durch den Blätterwald ging, dass wir verkauft würden, wurde uns letzte Woche eröffnet, dass wir die nächsten 3 Jahre damit verbringen, uns auf einen Börsengang (USA) vorzubereiten. Das heißt Anpassen und Tunen aller Abteilungen.

    Bisher wurde der deutsche Betriebsrat nicht involviert. Wir haben keinen europäischen Betriebsrat und nur wenig Kontakt zu anderen Räten in anderen Ländern. (Das ist ja auch nicht so vorgesehen vom Gesetzgeber).

    Wir sind nun verunsichert und überlegen, uns anwaltlich beraten zu lassen, was da alles auf uns zukommen kann.

    Habt ihr einen solchen Börsengang schon hinter euch?

    Ich frage auch deshalb so unkonkret, weil wir als Betriebsrat noch gar nicht wissen, welche Fragen hier zu stellen sind.

    Lieben Dank euch

    Die Heidelbergerin

    Hallo,

    uns wurde im Rahmen einer Anhörung der Jobcodewechsel (und auch Wechsel in ein anderes Sales Team) eines Kollegen vorgelegt. Das alte Team wird bis auf eine Rumpfmannschaft aufgelöst - die Kollegen wechseln in andere Teams. Alles, bis auf die spezifischen Aufgaben bleibt gleich - die Vergütung - der Bonus - Arbeitszeit - Urlaub usw. Nur Manager und Team ändern sich.
    Nun wurde dem Kollegen überraschend ein neuer Arbeitsvertrag (natürlich wesentlich komplexer als der alte) zur Unterschrift vorgelegt.
    Fragen:

    • Ist das überhaupt rechtens? Es gab auch keine vorhergehende Änderungskündigung.
    • Was könnten die Hintergründe sein? Will man sich ggf. von dem Kollegen trennen und versucht das mittels eine neues Arbeitsvertrages?
    • Müssten wir als Betriebsrat bei der Anhörung, die unter "Jobcodewechsel" lief, nicht auch über diese gravierende inhaltliche Veränderung informiert werden?


    Der Kollege hat sich an uns gewendet, weil er nun natürlich unsicher ist, wie er sich verhalten soll. Grundsätzlich ist das ja individualrechtlich zu sehen, heißt, wir haben wenig mitzureden. Oder sehe ich das komplett falsch?


    Wie gesagt, bisher haben wir von solch einem Vorgehen noch nicht gehört und vermuten deshalb, dass es sich um einen Einzelfall handelt. Aber auch zukünftig möchten wir über ein solches Vorgehen zumindest informiert werden.


    Lieben Dank euch allen für euer Feedback!

    Hallo miteinander,

    ich bin mir gerade unsicher, ob wir hier als BR mitbestimmungspflichtig sind oder nur informiert werden müssen:

    Ich habe gehört, dass unsere Manager demnächst die Aufgaben ihrer Mitarbeiter erfassen sollen - welche Aufgabe, welches Thema, auf welcher geographischen Ebene (wir arbeiten in DACH, EMEA und Global, je nach Team). Klingt ja zunächst unkritisch, wenn der AG sich eine Übersicht verschaffen will, ich befürchte aber, dass da "Lücken" , vermeintlich freie Kapazitäten und Synergien aufgespürt werden sollen und bspw. Teams weltweit neu strukturiert werden sollen. Das könnte für Kollegen bedeuten, dass sie in internationale Teams mit internationalen Managern rutschen. Die meisten arbeiten nach wie vor in DACH.

    Zumal, was machen wir, wenn wir offiziell davon gar nichts erfahren?

    Lieben Dank für eure Meinungen

    die Heidelbergerin

    Hallo, wir haben am Donnerstag Betriebsversammlung. Ich bin ganz "frisch" als BV, deshalb bin ich mir unsicher, ob ich auf den WA eingehen soll. Ich würde es eh nur unverbindlich tun, damit die Leute mal wissen, dass es sowas überhaupt gibt. Wird aber vielleicht Fragen aufwerfen, wenn ich sage, wir sehen Zahlen, aber ich präsentiere sie nicht. Lieber gar nicht erwähnen? Wie macht ihr das?
    Lieben Dank für jede Antwort,:/

    die Heidelbergerin

    Guten Morgen, eine Kollegin berichtete mir gerade:

    " Ich wurde heute von einem Kollegen angesprochen, dass es ein Meeting mit dem Management letzte Woche gab, in welchem dem ganzen Team vorgeworfen wurde sie würden „zu wenige Kundengespräche und Sales Termine“ aufsetzen. Das hätte eine Auswertung und Sichtung der Outlook Kalender gezeigt. Frage: Ist das rechtlich überhaupt zulässig, zumal ohne Information des BR?