Beiträge von Homer

    Natürlich hat derjenige AN der mit der Abwicklung dieser Verträge in den Unternehmen betraut wurde mehr Aufwand an seinem Arbeitsplatz als ohne diese zusätzlichen Aufgaben. Wenn es ihm zu viel wird muss über eine Arbeitszeiterhöhung nachgedacht werden , und damit über ergibt sich die Mehrbelastung des AG. Ob das dann die Einsparungen die durch die nicht geleisteten Sozialabgaben erzielt werden ausreichen um dieses Defizit auszugleichen oder wie man die Nachteile die der AN durch diese Verträge ( auch und vor allem wenn der AN aus der Lohnfortzahlung durch den AG herausfällt ) gegenüber den Nachteilen des AG an diesen Verträgen gegeneinander abwägt ist hier die Frage. Meiner Meinung nach wird auf AN Seite vorschnell auf den Steuervorteil geschielt und bedenkt zu wenig die Tatsächlichen oder möglichen langfristigen finanziellen folgen. Der AG bietet ein Bonbon mit meist keinerlei oder zu wenig finanzieller Beteiligung.

    Vorgestellt heißt hoffentlich noch nicht abgeschlossen. Die AN müssen ihrem BR jetzt deutlich ihre Vorstellungen dazu mitteilen. Bei so kurzen Ankündigungszeiten muss man sich schon fragen ob man unter die Tagelöhner gegangen ist.

    Wenn der bestehende BR eine Liste nach eigenem Interesse aufstellt und einreicht, in dem klaren Wissen, dass sich die Leute im Betrieb so wenig mit der Thematik befassen, dass keine zweite Liste kommen wird, dann sehe ich persönlich das nicht als wirklich demokratisch an, weil ja de facto mangels Alternative keine wirkliche Wahl besteht. Die 9 Leute auf der Liste wären dann definitiv gewählt.

    Eine Liste bedeutet in jedem Fall Personenwahl! Bei einem 9er BR sind nur alle 9 im BR wenn nur 9 auf der Liste stehen. Das heißt sich bei Interesse mit auf die Liste schreiben lassen, wenn das der "Listenführer" ablehnt eine eigene Liste erstellen.

    ich vermute das KA-Geld wird schon höher ausfallen als 2/3 aus dem Tarifvertrag.

    Da hast du recht. Der Effekt ( Zuzahlung ) tritt also nur bei Kinderlosen in den ersten Monaten der Kurzarbeit ein. Und das nur bei nahezu Kurzarbeit Null. Aber kann es sein das der AG die AN in Kurzarbeit schicken will und aber die 10%, später die 30% Hürde nicht erreicht und es darum nicht zu Zahlungen durch die Arbeitsagentur kommt? Und dadurch eine Zuzahlung durch den AG eintritt?

    Trotz allem wird ein teil seiner geplanten Kurzarbeitszeit für BR Arbeit notwendig sein. Ansonsten müsste der BRV in seiner normalen Arbeitszeit umso mehr BR Arbeit machen. Wieviel das ausmacht, und ob er seiner Verantwortung auch nachkommt ist eher die Frage. Solche Fragen sind bei Wahlen zu beantworten, aber ich weise trotzdem nochmal darauf hin das bei Freigestellten BR Mitgliedern ja auch nicht die Arbeitszeit analog zu den anderen AN gekürzt wird. Was ich für richtig halte weil ein Starker BR in Krisenzeiten für alle wichtig ist. Das sieht natürlich nach Privilegien aus. Der Geschäftsführer macht höchstwahrscheinlich in Krisenzeiten auch nicht noch Kurzarbeit, und der BR als Gegengewicht in gewissem Sinne sollte da auch etwas genauer abwägen und die Belegschaft das auch mit bedenken. Ansonsten aufstellen lassen und es besser machen. Damit meine ich BR Arbeit ernst nehmen und sich einsetzen.

    Ist der BR Vorsitzende teilweise oder ganz Freigestellt? Bei Betriebsratsarbeit in Kurzarbeitszeiten wird davon ausgegangen das im Gegensatz zum sonstigen verringertem Arbeitsvolumen des Unternehmens, die Betriebsratsarbeit sich sogar erhöhen kann ( Kontrollfunktion ). Bei Freigestellten wird deshalb auch eine Kürzung der Arbeitszeit im sonstiger Üblicher Höhe der anderen AN abgelehnt.

    Ich meine zwar, dass Merkel sich schon schlimmeres als einen vorgezogenen und mißglückten Aprilscherz geleistet hat, aber das ist natürlich ein Gesichtsverlust par excellance und möglicherweise der letzte Nagel am selbstgezimmerten Sarg einer unreformierbaren und unbelehrbaren Partei. Und dafür gebe ich gerne unerwarteten Sonderurlaub zurück.

    Sympathische Äußerung für eine Fassungslos machende Tatsache. Meine bedenken: Meist kommt nichts besseres nach.

    Ich bin halt der Meinung das wenn man die AN vertreten will dann soll man sich auch die Unterstützung holen die es gibt. Diejenigen die die Gewerkschaften als Gegner oder nicht geeignet ansehen machen meiner Meinung nach einen großen Fehler, was nicht heißen soll das man alles aus dieser Richtung kommende für seine BR Arbeit übernehmen muss. Das Passende übernehmen, das andere nicht. Von vorneherein Distanz halten ist leider große Mode und Missversteht die Machtverhältnisse und Interessenlagen im Arbeitsleben. Wahrscheinlich der Geschichte geschuldet.

    Die Einladenden der Wahlvorstandswahlversammlung setzen sich im vorhinein der Wahl, einer gewissen möglichen Willkür des AG aus. Deshalb ist es sicherer für die Initiatoren, die Wahlvorstandswahl von einer Gewerkschaft einberufen zu lassen. Bis zur Wahl des Wahlvorstands setzt sich so niemand Persönlich ins Rampenlicht und ggf. Restriktionen durch den AG aus. Nach der Wahl greift dann der Kündigungsschutz. Die Gewerkschaft kann bei auftretenden Problemen gerade bei der Wahl und am Anfang der BR Tätigkeit Rückhalt geben. Gerade bei Betriebsratslosen Unternehmen ist die Kenntnis von BetrVG, ArbZG usw. bei AG sehr rudimentär und die eigenen Unsicherheiten groß.

    Die rechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von BR sind durch das BetrVG geregelt. Da die Beurteilung der rechtlichen Verflechtung der einzelnen Häuser von außen nicht ersichtlich und wahrscheinlich auch nicht so einfach zu beurteilen sind, ist hier eine Beratung ganz wichtig. Ich schlage immer die Zusammenarbeit mit einer Gewerkschaft vor welche sich sowieso gerade am Anfang eines BR als sehr hilfreich erweist. Da man als BR voll und ganz auf der Seite der AN steht macht es immer sinn sich von dieser Seite Hilfe zu holen. Die Voraussetzungen sind meist nicht sehr hoch. Wenigstens ein Teil des Wahlvorstands sollte Mitglied einer Gewerkschaft sein. Die Heimleitung hat dabei keinen Wunsch frei. Allein das Gesetz zählt und die Gefahr besteht das bei unrechtmäßig durchgeführter BR Wahl, diese erfolgreich angegriffen wird und annulliert wird.

    Leider ohne Juristische Überprüfung auf die Schnelle. Die ANerin darf wählen. Ist wählbar ( wenn sonstige Vorausetzungen gegeben sind. Allerdings endet Ihr Mandat mit dem Ausscheiden aus dem Betrieb. Welches durch die Wahl in Keinster Weise beeinflusst wird. Über Sinn oder Unsinn kann man streiten.

    Markus 1973 ED Damit war ja auch gemeint, das man sich ab der positiven Testung an die offiziellen Regeln zu halten hat. Andernfalls, bei Nichteinwilligung der Weiterleitung bleibt alles dem Persönlichen Gewissen überlassen und ich kenne genug die aus verschiedensten Gründen den Kontakt zum GA nicht wünschen zumal bei asymptomatischen Verlauf.

    In unserer BV Kurzarbeit ist während deren Laufzeit die Betriebsbedingte Kündigung ausgeschlossen. Und die dürfte ja auch für diesen Fall gelten. Die BV Kurzarbeit gilt ja nicht für 450 Euro Jobber weil sie nicht Kurzarbeitergeld erhalten können. Als Betriebsrat als erstes also den betroffenen raten zum Rechtsanwalt gehen und oder vorher eine Geltendmachung zur Einhaltung des Arbeitsvertrags abzugeben.

    Danke für die Beiträge

    Nach der genehmigten Weiterleitung des positiven Ergebnisses, welches vor dem Testen ja erklärt wurde entscheidet der AG wie weiter verfahren wird. Und daran muss sich auch gehalten werden. Ansonsten entscheide ich mich gegen den freiwilligen Test und vermeide den Gewissenskonflikt beim Tester.

    Ich habe heute eine Frage zum richtigen Umgang mit dem 450 Euro Arbeitsverhältnis in Zeiten der Kurzarbeit. Im Arbeitsvertrag ist eine bestimmte Monatliche Arbeitszeit festgelegt, die wiederum auf Abruf, also zu vorher nicht festgelegten Zeiten, abgeleistet werden. Jetzt bei Kurzarbeit, also geringerem Arbeitsanfall kommt unser AG auf die Idee diese Arbeitsverhältnisse wie Leiharbeit zu behandeln. Das heißt diese AN nicht mehr zu beschäftigen. Ist es richtig das man als AN ein Anrecht auf eine Beschäftigung ( Mindestzeit nach § 12 TzbfG ) hat und als AG diesem nachkommen muss? Riskiert man nicht bei Einforderung dieses Anspruchs die Betriebsbedingte Kündigung? Zumindest nach der Kurzarbeitsphase?

    Man kann nur Urlaub beantragen an Tagen an denen auch gearbeitet werden muss. Diese Tage müssen natürlich zumindest in den Wochen schon feststehen in denen Urlaub beantragt werden soll/will/muss usw. Nur dann kann ein Urlaubsantrag korrekt ausgefüllt werden und es kann nicht im nachhinein zu unterschiedlichen Auffassungen über die Lage der freien Tage und demzufolge auch nicht über die Anzahl der zu beantragenden Urlaubstage kommen.

    Wenn du für den BR Kandidieren möchtest und keine Lobby in den vorhandenen Listen hast hilft nur eine Eigene Liste erstellen, Mitstreiter suchen, Stützunterschriften holen und Werbung machen. Die Stimmen die Du oder deine Liste bekommst entsprechen dann auf jeden Fall der Zustimmung für dich oder auch leider deiner Bekanntheit. Stehst du schon auf einer anderen Liste in aussichtsloser Position dann wie 5. Zu 6. finde ich nur zu. Manchmal hagelt es hier ganz schön Kritik aber das ist vielleicht eine ganz gute Übung für den späteren Umgang mit dem Chef.

    Der Streit entsteht immer erst im Nachhinein. Soll heißen, wenn am Anfang des Jahres der komplette Jahresurlaub geplant - beantragt und dann genehmigt wurde. Dann muss auch im Falle der Kurzarbeit dieser Urlaub genommen und zum vollen Arbeitslohn bezahlt werden. Wenn aber ein AN während der Kurzarbeitszeit keinen Urlaub beantragt hat und demzufolge auch nicht nimmt, entsteht für diese Zeit kein Urlaubsanspruch. Allerdings nur für diejenigen Tage an denen null gearbeitet wurde. Bei Stundenreduzierung aber ansonsten gleicher Anzahl der Arbeitstage entsteht dieser Effekt nicht. Also mein Rat wäre Urlaub beantragen und auch nehmen. Nachträgliche Neuberechnung und ggf. Urlaubstageabzug wären erschwert. Eine Richterliche Entscheidung dazu ist zumindest bald zu erwarten da Verfahren schon anhängig sind.