Beiträge von Stefan_HH

    Moin aus Hamburg,


    ich bitte hier einmal die Mitstreiter aus den IT berufen bzw. die die im IT Sektor beschäftigt sind um Rat.


    Der AG wollte im Februar 2021 ohne unsere Mitbestimmung die Software "easyTrack" der Firma IO Digital Solution einführen.

    (Ist für unseren Versand)

    Wir haben dann Kenntnis davon bekommen und haben ihn gebeten uns das Lastenheft (nach RS mit dem Anwalt) zukommen zu lassen.

    Er hat uns dann die Bedienungsanleitung in kurz und lang Form zugesendet.

    Wir haben dann wieder zurückgeschrieben, dass wir damit nichts anfangen können und er uns doch bitte das Lastenheft aushändigen möchte.

    Bei unserem persönlichen Gespräch, hat er uns dann mitgeteilt, dass er kein Lastenheft habe und er auch nicht weis was das ist und wenn wir der Einführung nicht zustimmen würden würde es Konsequenzen für den Standort haben.

    Wir haben Ihm dann den Vorschlag unterbreitet, dass wir uns doch mit dem Anbieter der Software per Videokonferenz unterhalten können und der könne uns dann ja aufklären. Nun haben wir 15 min. bekommen.

    Nun zu den Fragen:

    -kennt jemand von Euch die Software?

    -gibt es dazu überhaupt ein Lastenheft?

    -Wie macht Ihr das bei Euch?

    -Muss es für jede Software ein Lastenheft geben?

    -ist die Software mit einem CRM System zu vergleichen?

    Ich / wir haben keine Ahnung von sowas. Sorry

    Gerne auch per PN

    Moin,

    wenn der AG das man nur mit uns besprochen hätte.

    In seiner Ablehnung war nur die Rede davon, dass wir das Seminar nicht brauchen da wir alles in BR1 bis BR3 erlernt haben.

    Er hat uns ja schon das BR2 als nicht erforderlich versucht zu verbieten.


    Aber scheinbar habt ihr es auch nicht hinbekommen, dem Richter zu erklären, weshalb ihr die Spezialschulung für erforderlich haltet. Ich denke, dass man das besser hätte erklären können und somit der Richter gesagt hätte: "Gut, die Schulung ist zwar erforderlich, aber der Betrieb kann sie sich nicht mehr leisten." Denn auch wenn ein Teil des Schulungsinhaltes mit den Grundlagenschulungen übereinstimmt, so hätte man dem Richter schon klarmachen können, dass es in dem Seminar mehr um die strategische Arbeitsplanung des BR geht. Vorausgesetzt, ihr seid nicht alle Projektmanager in eurer Firma und wisst sowieso, wie man Arbeiten strategisch plant und umsetzt.

    Leider hatte der Vorsitzenden Richter seinen Entschluss schon vor der Sitzung gefasst.

    Die Gegenseite war zu keiner Kompromisslösung bereit.

    Uns hingegen wurde vom Vorsitzenden nahegelegt, den Antrag zurückzuziehen.

    Er meinte noch, dass es für einen BR nicht gut aussieht wenn gleich die Erste Sitzung verloren geht.

    Wir hätten den Termin auch verschoben wenn das der Grund für den AG gewesen wäre.

    Wir hätten auch nur einen BR geschickt, wenn er uns erklärt hätte, dass es ihm zu viel wird.

    Wir haben den Richter versucht zu erklären, dass es sich bei uns um einen BR handelt, wo nicht alle BR´s im Hause sind.

    Zwei von uns sind im AD tätig und sind nicht immer vor Ort. Ich mache die meiste Arbeit und Plane alles. Das BR Büro ist in Thüringen und ich wohne in Hamburg. Ich habe ein Handy bekommen mit dem ich alle schreiben und Anträge bekomme und beantworten soll. Das macht die Arbeit nicht einfacher. Der AG weigert sich ein Zweiten Rechner zu stellen damit ich in HH auch einen habe. Das Notebook bleibt in der Firma, damit der Kollege im Betrieb auch die daten hat und bei VK auch erreichbar ist. Wir haben ja ein Notebook für unser AD Tätigkeit.


    Ich denke, dass euch hier einfach das nötige Fingerspitzengefühl gefehlt hat, was evtl. auch an der mangelnden Erfahrung liegt. Auch wenn es nicht gerade vorteilhaft ist, wenn man den ersten Prozess gegen den Arbeitgeber verliert, würde ich das aber nicht allzu verkniffen sehen.


    Mein Vorschlag ist: Aufstehen, Krönchen richten, aus dem Urteil lernen und weiter geht´s.

    Ich sehe es nicht als schlimm an. Wir lernen noch und wie man weiß kann man aus Fehlern ne Menge lernen.

    Wir haben ja nun die Begründung vom AG über das Gericht und können damit nun eine Menge anfangen.

    Unser Anwalt wird aber beim OLG eine Beschwerde gegen das Urteil einreichen.

    Moin Bernd47,


    genau das machen wir nun auch.

    Wir suchen nun im Internet nach passenden Vorschlägen um daraus dann etwas zu bauen.

    Dann geht es in die Verhandlungen und wir werden auch gleich eine andere mitnehmen.

    schon mal drüber nachgedacht, dass ihr mit den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter spielt wenn ihr eine BV Kurzarbeit nicht verhandelt?

    Das haben wir, und wir wollen sie auch ja auch nicht verhandeln. Nur der Zeitpunkt war etwas blöd, da der AG uns einen Termin zum 31.03.2021 gegeben hat.


    P.S.: Ach ja, wenn ihr so große Zeitkonten habt, wurden denn diese schon abgebaut?

    Nein, das wollten wir ja gerne aber der AG weigert sich den AN auch einmal eine Woche ab Stück zum abbauen freizugeben.

    Das haben wir in unsere BV Arbeitszeit für Produktions Mitarbeiter abgeändert in 76 Std Guthaben.

    ich glaube, dass macht die Forensoftware selbst, wenn du den letzten Post im Thread hast.

    das habe ich auch schon bemerkt


    Aber alle in den ersten 5 Monaten?

    Und der Anspruch für die Grundseminare bleibt ja trotzdem, auch wenn jetzt noch ein Spezialseminar gemacht wird.

    18 Seminare a 2500 EUR wären 45 TEUR. Der ein oder andere AG wäre dann nach 5 Monaten bereits in der Insolvenz ;(

    Ich denke hier ist etwas Augenmaß gefragt und der Einzelfall zu betrachten. Bei uns im Konzern wäre dass evtl. Peanuts aber ob das im Betrieb von Stefan auch so ist?

    Moin, genau bin ich da nicht informiert. Aber als alle Führungskräfte in 2019 und 2020 (auch die, die in Rente gegangen sind) zum Führungskräfte Seminar und das mehrfach geschickt wurden war das Geld ja auch da.

    Das war aber für uns nicht der Grund. Wir sind seit ende August ein 3er BR und keiner von uns hatte von sowas Ahnung. Die Wahl wurde von der IGBCE unterstützt sonst hätten wir das nicht alles geschafft. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht was alles auf uns zukommt. Seit wir uns mit der AN aus der Produktion kurzschließen, kommen immer mehr dinge ans Tageslicht

    und wir müssen immer öfter ins Werk und Sitzungen machen. Darum haben wir uns dazu entschlossen die BR1-3 so schnell wie möglich zu erledigen. Der AG tut dann noch seins dazu und irgendwann ist auch für mich bzw. uns Schluss mit Wissen und selbst nachlesen (das mache ich ja sehr viel aber man muss es auch verstehen und umsetzen können) darum auch das Seminar für BRV und sBRV. Wir wollten auch eine Betriebsversammlung machen aber niemand von uns hat Ahnung wie uns was wir machen müssen.


    Naja, aber wenn ich bedenke, dass alle drei Neulinge in Sachen BR sind, dann sind die Grundschulungen mit BetrVG 1-3 und AR 1-3 für alle drei Pflicht und dann wäre ich bei sechs Schulungen für alle drei und käme dann insgesamt auf 18 Schulungen. Somit wäre der AG mit den 9 Schulungen ja sogar noch besser dran......

    Oder hab ich da einen Knoten im Hirn?

    Nee, glaube nicht. Die AR 1-3 wollten wir im Laufe des Jahres machen so wie Corona es zulässt.

    Moin,

    danke erst einmal für die Antworten.

    Wir wollten nicht das es keine BV zur Kurzarbeit bei uns gibt.

    Wir wollten uns nur nicht unter Druck setzen lassen, da wir einige BVs schon im Dezember dem AG vorgelegt hatten

    er uns aber mitgeteilt hat, das er entscheidet wann was verhandelt wird.

    Leider gibt es unzählige Baustellen wo die AN im Betrieb unzufrieden sind und die möchten dann das wir uns darum kümmern. z.B gibt es bei uns für Überstunden keine Zuschläge. Die AN (Produktion) haben ein Zeit Konto von 300 Std.

    Erst dann werden die Überstunden ausgezahlt ohne Zuschlag. das möchten die AN aber nicht mehr.

    Die AN im Büro haben ein Zeit Konto von 15 Std. und alles was darüber hinaus geleistet wird wird gekappt.

    Das möchte die AN auch nicht mehr. Dazu meint der AG das es hier nichts zu regeln gibt da alles geregelt ist.

    Zur Kurzarbeit, in 2020 wurde auf eine ganz unschöne Art den AN eine Einzelvereinbarung zur Kurzarbeit vorgelegt. Nach dem Motto, wer nicht unterschreibt der geht. Das sollte bis zum 06.04.2020 12.00 Uhr beim AG vorliegen. Es haben alle unterschrieben. Am 06.04.2020 um 16.00 Uhr wurden dann die ADM in Kurzarbeit geschickt. 40% ohne Zulage vom AG.

    Zeitgleich haben wir dann Informationsscheiben vom AG bekommen, dass er vor Aufträgen sich nicht retten könne.

    Darum sind wir etwas vorbelastet. Wir haben schon im Januar im Intranet die Anweisungen (FAQ) für die Kurzarbeit gefunden

    die für die zeit vom .01.04.2021 bis 31.03.2022.

    Moin,

    wollte nur einmal wissen, in welcher Reihenfolge Ihr Eure BVs abarbeitet.

    Wir haben ja nun 10 Stck am laufen (ich weis es ist echt viel aber wir lernen ja noch)

    Nun hat der AG uns eine zur Kurzarbeit gesendet und wir sollen die bis zum 31.03.2021

    unterschrieben haben. Den Zahn haben wir ihm nun schon einmal gezogen.

    Er drängt aber nun darauf, dass wir das bis zum 31.3 erledigen.

    Wir haben ihm nun erklärt, dass wir das nicht ohne eine Beratung beim Anwalt bearbeiten.

    Die Kosten solle er doch freigeben oder den Anwalt 10 Std. pauschal im Monat für uns freigeben.

    Das wollte er sich nun einmal überlegen.

    Ich würde aber gerne andere BVs aushandeln bevor ich eine für Kurzarbeit mache.

    (Arbeitszeit, Urlaub, CRM-System, Rufbereitschaft usw.)

    Ist das OK oder sollten wir lieber die mit der Kurzarbeit vorziehen?

    Stefan_HH : Ich drücke Dir die Daumen! Und berichte mal wie es weitergeht!

    Schaue einmal in diesem Thema.

    Da berichte ich von unserer ersten Gerichtsverhandlung.

    Moinsen,

    das ist er auch. Hatten gestern ein Gespräch und haben so einiges ge - und angesprochen. Er meinte dann nur, dass er die Überstunden weiter so Anordnen wird. Darauf haben ihm nur geantwortet, wenn er so will, dann ist es so. Habe dazu schon den Anwalt informiert. Morgen bin ich wg. des Seminars in Gera beim Gericht. Könnte schreiben ohne Ende wie er sich uns gegenüber gibt und was er für eine Meinung hat.

    Welche Zwickmühle siehst Du ?

    Die, dass wenn wir als BR schreiben der AG nicht mehr bereit ist etwas Extra zuzahlen.

    Dann würden wir uns evtl. den Unmut der AN zuziehen.


    Denn offensichtlich, so verstehe ich Deine Schilderung, hat der AG auch die Zeit gefunden, die Belegschaft zu befragen.

    Das hat der Kollege aus den BR gemacht der in der Produktion arbeitet.

    Daher bin auch heute darüber informiert worden.

    Wir werden es im Gremium einmal ausdiskutieren und dann entscheiden.

    Ich berichte dann wie es ausgegangen ist.


    Danke

    Moin,

    es gibt etwas neues zu diesem Fall.

    Die Mitarbeiter der Schichten würden länger arbeiten wenn Sie etwas Extra dafür bekommen.

    Nun sind wir wohl in einer Zwickmühle?


    Was meint Ihr.

    Sollen wir den Weg wie oben beschrieben gehen oder sollen wir mit dem AG etwas aushandeln und mit dem Finger winken?

    Ich würde es dann meinen Kollegen mitteilen und wir können dann am Montag entscheiden.


    DANKE


    Haben schon einmal einen Brief erstellt:

    der Betriebsrat hat durch Zufall davon erfahren, dass Sie kürzlich die Schichtverlängerung für die Mitarbeiter im Werk Königshofen angeordnet haben.


    Über diesen Sachverhalt haben Sie den Betriebsrat weder informiert noch die nach

    § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG erforderliche Zustimmung des Betriebsrats eingeholt.


    Nach § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG hat der Betriebsrat bei der “vorübergehenden Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit” mitzubestimmen. Das bedeutet, dass Sie zwingend die Zustimmung des Betriebsrats einholen müssen, bevor einzelne Arbeitnehmer Überstunden leisten müssen bzw. dürfen. Ohne eine entsprechende Vereinbarung mit dem Betriebsrat dürfen Sie Überstunden nicht einseitig anordnen. Auch wenn die Mitarbeiter mit den Überstunden einverstanden sind und diese freiwillig leisten, ist die vorherige Zustimmung des Betriebsrats erforderlich. Dies gilt selbst dann, wenn Sie aufgrund des Vorliegens von dringenden, nicht vorhersehbaren betrieblichen Gründen Überstunden ableisten lassen wollen. Eine Regelung für Eilfälle müsste von Ihnen im Voraus mit dem Betriebsrat getroffen werden.


    Nur in echten Notfällen (z.B. bei Bränden, Überschwemmungen, Explosionsgefahr) können Sie Überstunden einseitig anordnen.


    Der Betriebsrat fordert Sie deshalb auf, Maßnahmen zur vorübergehenden Verlängerung der betrieblichen Arbeitszeit i.S.d. § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG – insbesondere die Anordnung von Überstunden – zu unterlassen, bis hierüber eine Einigung mit dem Betriebsrat zustande gekommen ist.


    Sollten Sie das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG weiterhin missachten, müssen Sie damit rechnen, dass der Betriebsrat den ihm in diesem Fall zustehenden Unterlassungsanspruch nach §23 BetrVG Abs. 3 mit einem Beschlussverfahren auf Erlass einer einstweiligen Verfügung vor dem Arbeitsgericht durchsetzt.


    Abschließend fordert der Betriebsrat Sie auf, in Zukunft auch die sonstigen Beteiligungsrechte des Betriebsrats – insbesondere die sich aus § 87 BetrVG ergebenden Mitbestimmungsrechte – zu beachten und den Betriebsrat über Maßnahmen, die Beteiligungsrechte auslösen können, rechtzeitig und umfassend zu informieren.