Beiträge von GeroF

    Vielen Dank für Eure Beiträge,


    mir ist wichtig, dass keine KollegInnen bei uns diskriminiert werden, nur weil sie keine MNB tragen können. Diese Menschen werden ja auch schon beim Einkaufen in den öffentlichen Verkehrsmitteln schief angesehen und erleben immer wieder Ausgrenzung.


    Ich verstehe die neue Arbeitsschutzregel: AR-CoV-2markiert.pdf so, dass wenn die technischen und organisatorischen Möglichkeiten (Homeworking) ausgeschöpft sind und ein direkter Kontakt von zwei Mitarbeitenden erforderlich ist, dass dann derjenige, der normalerweise nur eine MNB trägt, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, vom Arbeitgeber eine filtrierende Halbmaske zur Verfügung gestellt bekommen muss - interpretiert ihr diese Textstelle in der Arbeitsschutzregel auch so?

    Vielen Dank für den Hinweis, aber an der Stelle hat die neue Arbeitsschutzregel zu CoV 2 eine klare Definition in 2.7:


    "Bei Gesichtsschutzschilden (Gesichtsschilden/-visieren) handelt es sich um Persönliche Schutzausrüstung. Sie bestehen üblicherweise aus einem geeigneten Kopfband, Stirnschutz, Helm/Kopfschutz, einer Schutzhaube oder einer anderen geeigneten Haltevorrichtung. Träger/-innen eines Gesichtsschutzschildes sollen gegen Gefahren von außen, wie zum Beispiel Tropfen und Spritzer, geschützt werden. Gesichtsschutzschilde müssen einem Zulassungsverfahren unterzogen worden sein."

    Hallo Ihr Lieben,


    bin heute das erste Mal im Forum und bringe eine spannende Frage mit:


    Es geht um KollegInnen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung im Betrieb tragen können. Der Arbeitgeber würde diesen KollegInnen über eine noch abzuschließende BV die Möglichkeit des Homeworkings einräumen. Aber was ist mit KollegInnen, deren Arbeit ohne die Interaktion mit anderen KollegInnen nicht möglich ist? Bleiben diese dann bezahlt zu Hause, ohne Arbeiten zu müssen (§ 615 BGB zum Annahmeverzug) oder sollte man ihnen das Recht einräumen, im Betrieb zu arbeiten? Die neue Arbeitsregel zu CoV2 unterstellt ja scheinbar diese Situation in 4.1 Abs. 3 und verpflichtet den Arbeitgeber dazu für diese Situationen filtrierende Halbmasken vorzuhalten. Wie seht Ihr das - sollte der Arbeitgeber KollegInnen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen Gründen tragen können mit Hinweis auf den Infektionsschutz gänzlich vom Betreten des Betriebes ausschließen dürfen? Wäre das u. U. nicht sogar ein Verstoß gegen das AGG und wie sähe der Fall aus, wenn derjenige, der aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen kann, ein Betriebsratsmitglied ist und z. B. an einem BEM-Gespräch oder einer Betriebsbegehung teilnehmen möchte?


    Vielen Dank und viele Grüße

    Gero