Beiträge von Lustiger Vogel

    so dass der Arbeitgeber in 3 Wochen zusätzlich vom Freitag auf Samstag die Nacht arbeiten lassen möchte.


    Ist der Schichtbeginn um 20:50 Sonntagsarbeit

    Hallo HausMaus, ich glaube ich habs nicht komplett verstanden. Normalerweise endet die Schicht Freitag morgen. Jetzt kommt noch eine Schicht von Freitagabend 20:50 dazu die am Samstagmorgen endet. Da ist doch gar kein Sonntag dabei? Wieso soll Schichtbeginn am Freitagabend Sonntagsarbeit sein? Kannst Du noch mal erläutern wo der Sonntag ins Spiel kommt?

    Danke für deine Infos Lilex. Wenn der AG euch gegenüber von Verlusten redet, dann würde ich ihn schon auffordern das auch uns gegenüber Nachzuweisen/zu erläutern.

    Aber wie du schon sagst gehört es ansonsten in die Verantwortung des WA, aber der hat euch BRs zu informieren. Mein Tipp wäre beim WA mal nachzuhaken.


    Viel Erfolg!

    Ist die Bilanz meiner Firma veröffentlicht, brauche ich ja eigentlich nicht danach zu fragen

    Im Prinzip hast du Recht, aber viele wissen das gar nicht, das man sich jede x-beliebige Bilanz im Internet abrufen kann.


    Aber ja:

    Lilex: was meinst du tatsächlich mit offengelegt? und meinst du tatsächlich die Bilanz des ganzen Unternehmens? Denn eine Bilanz für eine Abteilung gibt es ja tatsächlich nicht (das macht vermutlich auch keinen Sinn).

    Und wer hat von der Schließung geredet? die GF, dann müsste sie auch Zahlen dazu vorlegen können

    Kapitalgesellschaften können unterschiedlichster Größe sein oder überseh ich was?

    Hallo rtjum, ja natürlich können die unterschiedlichster Größe sein, aber Lilex spricht von offengelegten Bilanzen und da kann die Firma von Lilex ja nicht so klein sein dass nicht veröffentlicht werden muß. Daher müssen wir über die Größe der Gesellschaft nicht weiter rätseln.

    Da kommt es auf die Unternehmensgröße, auf den Umsatz und den erzielten Gewinn drauf an. Ist nicht immer so.

    Hallo Markus 1973 ED, die Frage von Lilex war "haben die MA Anspruch auf eine offengelegte Bilanz", somit ist die Frage der Unternehmensgröße wohl geklärt. Der BR (bzw. Wirtschaftsausschuß) kann eine aktuellere Bilanz anfordern, aber es ging um den Anspruch der Mitarbeiter.

    Einzelne Abteilungen finanzieren sich aber durch den Gewinn anderer Abteilungen

    Die einzelnen Abteilungen findest du auch in der GuV nicht und nicht jede Abteilung die keinen Gewinn macht sollte man schließen. Sonst gibt es irgendwann keine Gehaltsabrechnung mehr (die Personalabteilung macht nämlich auch keinen Gewinn).


    Aber ich denke wir sollten bei der eigentliche Frage von Lilex bleiben.

    Der Bilanzanspruch ist denke ich geklärt.


    Aber:

    unsere Abteilung evtl. in 5 Jahren wegen zu großem Verlust stillgelegt werden soll

    da gibt es doch andere Gründe? Was will der AG tatsächlich? Wo kommt das "Gerücht der Stilllegung" her.


    Wenn die Aussage mit dem großen Verlust stimmt würde der AG ja sofort die Abteilung schließen, oder? Wer hat gesagt, dass die Abteilung stillgelegt werden soll? Der AG?

    dass läßt sich im Detail in der Gewinn- und Verlustrechnung besser erkennen.

    Die GuV ist ebenfalls im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht (zusammen mit der Bilanz).


    Markus 1973 ED: in der GuV ist immer nur das jeweilige Jahr (mit Vorjahresvergleich) ersichtlich. Eine generelle wirtschaftliche Lage (z.B. Überschuldung) ist nur aus der Bilanz ersichtlich.

    Hallo markusd69,

    ich denke deine Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden, wüsste jetzt aber auch keinen Gesetzestext hierzu.

    Aber ja, wir sind in Deutschland, daher gilt unser deutschsprachiges Gesetz. Und warum solltest du keine englischsprachige Info Aushängen dürfen? Aus meiner Sicht alles o.k.

    Der Hinweis von Polgara ist ebenfalls gut, wenn die Gewerkschaft die Infos zur Wahl in anderen Sprachen hat, dann müsst ihr nicht selbst übersetzen.

    Haben die MA überhaupt den Anspruch auf eine offengelegte Bilanz?

    Hallo Lilex, wenn die Bilanz offengelegt wurde kannst Du sie im elektronischen Bundesanzeiger ansehen. Das ist für jeden zugänglich, deshalb heißt es ja auch "offengelegt". Anders sieht es oft aus, wenn eure Bilanz in einen Konzernabschluss eingeht, dann ist oft nur der Konzern zur Offenlegung verpflichtet. Dann findet ihr im elektronischen Bundesanzeiger aber einen Verweis darauf in welchen Konzernabschluss eure Bilanz integriert wurde.

    Ich hoffe Eure ist veröffentlicht, dann könnt Ihr sie dem AG ja mal zum nächsten Monatsgespräch mitbringen ;)


    eine Bilanz oder ähnliches für die spezielle Abteilung zu bekommen

    Für einzelne Abteilungen werden in der Regel keine separaten Bilanzen erstellt. Hier gibt es meist lediglich eine Kostenstellenrechnung.

    Wie es auch immer ausgeht, rechtlich hast Du nichts falsch gemacht. Du durftest diese Information weitergeben.


    Der Geheimhaltungspflicht unterliegen nur Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse die ausdrücklich als geheim vom AG eingestuft wurden. §79 (1) BetrVG


    Ob es klug war oder nicht kann man im konkreten Fall von außen schlecht beurteilen. Aber manchmal muß man eben seinem Bauchgefühl folgen ;)

    Zumindest über die Dauer der Kurzarbeit hinaus ist es für viele Arbeitgeber ein No-Go. Wenn Ihr es für die Dauer der Kurzarbeit hinbekommt denke ich habt Ihr schon viel erreicht.


    Die Argumente sind bereits geschrieben: 100% KUG ist möglich, wenn die wirtschaft wieder anzieht sind die MA weg und neue einzuarbeiten braucht vermutlich lange/bzw man bekommt keine neuen


    Wenn ihr viel mit der Flugbranche zu tun habt kann ich Euren AG verstehen, wenn er sich Kündigungen (zumindest sofort nach Auslaufen der Kurzarbeit) vorbehalten will. Ich denke in der Branche sieht es mindestens noch 1 Jahr sehr mau aus.

    Ah, ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass das richtig ist. Der Arbeitgeber bekommt die Lohnkosten erstattet, was hat er davon den Mitarbeiter in Freizeit zu schicken? Und gibt Eure BV zu den Arbeitszeitkonten überhaupt her?

    Wenn bereits Freizeit oder Urlaub eingereicht ist und es dann zufällig mit der Schulschließung diesen Zeitraum trifft dann wäre es so, dann ist der Urlaub/die Freizeit weg. Aber verlangen Urlaub zu nehmen geht ja schon mal gar nicht.


    Jetzt bräuchten wir Kenntnis Eurer BV Arbeitszeit. Falls der AG allein anweisen kann hätte Moritz evtl. doch recht.

    der AN

    trägt das Risiko falls der AG Fehler bei der Beantragung macht und die Arbeitsagentur kein Kurzarbeitergeld bezahlt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Vereinbarung hierzu gültig ist. Der AN hat ja gar keinen Einfluss auf die Beantragung. Daher kann ich schon verstehen, dass der AG euch keinen Sachverständigen genehmigen will. ;)


    Unsere GF sträubt sich und möchte uns keinen Sachverständigen genehmigen

    Für die Anwaltskosten kannst Du §40 (ohne Zustimmung beim Rechtsstreit) und §80(3) BetrVG nehmen, soweit keine Zustimmung zu §80(3)BetrVG vorliegt könnt Ihr euch diese vom Arbeitsgericht ersetzen lassen. Sprecht einen Anwalt an, der weiß was zu tun ist.


    Ohne eine BV Kurzarbeit kann der Arbeitgeber keine Kurzarbeit einführen, kann sich Eure Zustimmung aber von der Einigungsstelle ersetzen lassen, dann bekommt er aber vermutlich sein Beantragungsrisiko nicht auf den AN abgewälzt.


    Richtig ist aber, dass der Arbeitgeber vor Kündigungen nicht erst Kurzarbeit machen muss. Also in dem Punkt hat er recht, kündigen kann er. Ob er es wirklich tut müsst Ihr abschätzen, denn das ist bei solchen AG immer die Drohung wenn er nicht das bekommt was er haben möchte.


    Hallo Elbarado,


    wenn der AG mit Entlassungen droht, denkt an §112a BetrVG (Sozialplan), je nachdem wieviel er entlassen will. Das kotet auch Geld. In jedem Fall das Klagerisiko der AN die er entlässt, auch das kann teuer werden wenn er die Sozialauswahl nicht richtig trifft..... Ich will damit sagen, auch Entlassungen können richtig teuer werden. Der kostengünstigste Weg ist, er einigt sich mit euch auf eine BV. Da kann er zum Wohle seines Geldbeutels auch mal Abstriche machen;)


    Ich hoffe es gelingt euch ihm das klarzumachen.

    Da muss ich Moritz aber wiedersprechen (das kommt sicher selten vor) ;)


    In der neuesten Fassung ist der §1a weggefallen:


    https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/


    Aber die Kindkranktage wuden aufgestockt:

    Wegen der Corona-Krise in diesem Jahr wird die Anzahl der Kinderkrankentage aufgestockt. Das hat die Koalition am Dienstag beschlossen. Elternpaare bekommen jeweils fünf weitere Tage, Alleinerziehende zusätzliche zehn Tage bezahlt. Macht zusammen 30 Tage Kinderkrankengeld


    Um diese Kinderkranktage zu beanspruchen musste man noch nie seine Arbeitszeitkonten abbauen. Also wie vor Corona auch, nur mehr Tage.

    Ich denke er kann es Euch verwehren:

    - 25 Teilversammlungen sind nicht angemessen

    - liegen tatsächlich Gründe die eine Präsenzveranstaltung erfordern?

    - ob ein Grund nach dem BetrVG für eine Teilversammlung besteht ist nach dem Gesetzestext nicht 100% klar

    - die Regelungen des §129 sind anscheinend ohne zu viel Aufwand umzusetzen


    Es wäre endlich mal ein Urteil hierzu, aber ich würde es nicht draufankommen lassen.

    Damit haben wir uns auch auseinandergesetzt und ich würde da eher Tobias zustimmen, nämlich, dass wir immer noch handlungsfähig und beeschlussfähig sind. Wann wir eine Neuwahl ansetzen ist ganz uns überlassen. Nur weil wir weniger Mitglieder sind als die Betriebsgröße vorsieht sind wir nicht automatisch ein "disfunktionales Gremium". Es kann ja zB auch sein, dass sich nur 4 Leute aufstellen lassen, es aber theoretisch 10 sein müssten. Wenn die gewählt werden hat man eben einen 4-köpfigen BR ;)

    Hallo ItaloJohnson: da seit Ihr aber im Irrtum: Schau mal in §13 (2) Satz2, danach müsst Ihr neu wählen. Maßgeblich ist die Zahl der zu wählenden Betriebsräte bei der letzten Wahl. Ihr müsst unverzüglich einen Wahlvorstand bestellen. Bis zur Neuwahl könnt Ihr dann im Amt bleiben. Wenn sich dann weniger ausfstellen lassen, dann wählt ihr die nächst niedrigere Zahl (aber 10 wie du schreibst können es nie sein und auch nicht 4, die Zahl ist immer ungerade). Somit seit ihr tatsächlich unrechtmäßig im Amt und solltet den Wahlvorstand bestellen bevor Euer AG darauf aufmerksam wird.


    will er diese Verhaltensregeln ohne BR durch boxen dann klagt Ihr auf Unterlassung.

    Davon würde ich abraten. Dem Arbeitgeberanwalt fällt dann womöglich die zu niedrige BR Zahl auf (prüft warum das so ist) und der AG lässt das Gremium vom Arbeitsgericht wegen grobem Pflichtverstoß auflösen. ;)