Beiträge von Sabrina K.

    Ihr könnte den AG höchstens nochmal "zum Gespräch" bitten und euch den Vorgang erläutern lassen und dann auf Gleichbehandlung hinweisen und den AG auffordern die Gleichbehandlung herzustellen. (was dabei meiner Meinung nach rauskommt siehe oben)


    Die Essensmarken einklagen muss dann jeder MA schön selbst machen.

    --> selbst wenn ich das als BR für die MA könnte, wäre mir das zu blöd (Essenmarken einklagen, weil die beim Streik Hunger bekommen haben ;) )

    Das Gespräch mit dem Arbeitgeber fand statt - " ich habe einen langen Atem und ein dickes Fell" - waren seine einzigen verschnupften Worte dazu.


    Marken einklagen ist mir auch zu doof. Geht aber auch um das grundsätzliche Prinzip. Den MAern kann ich jetzt jedenfalls eine vernünftige Antwort geben. Mal sehen was sie daraus machen.


    Hmmm was ich mich grade frage.....hat der Betriebsrat dieser Mehrarbeit zugestimmt?

    es besteht bei uns eine BV zum Thema flex. Arbeitszeit, wo Mehrarbeit geregelt ist.

    Das können sie natürlich verlangen - vom Arbeitgeber. Der BR hat doch gar nichts damit zu tun. Oder haben die Kollegen ihre Beschwerde gem. § 85 BetrVG an den BR angetragen?

    Nein, das haben sie nicht getan. Lediglich in einem Telefonat wurde ich als BR vom Standort (wir sind ein BR nach §3) aufgefordert ihr "Recht" durchzusetzen.


    Die Mehrarbeit war übrigens auftragsbedingt notwendig, was der Streik natürlich nicht besser machte.


    Über die politische Sichtweise des Arbeitgebers kann man hier tatsächlich streiten... Die Kommentare hier haben mir jedoch sehr geholfen. Vielen Dank! :)

    Moritz:

    generell gibt es bei uns keine Essenmarken. Es kam in der letzten Zeit jedoch häufiger vor, dass der Arbeitgeber aufgrund von Mehrarbeit Essenmarken ausgeteilt hat, die dann auch alle Mitarbeiter erhielten (ausgenommen langzeitkrank und Urlaub) und in einem bestimmten Zeitraum einlösen konnten.


    Für den jetzigen Fall wurden Essenmarken an die nicht streikenden Kollegen verteilt, da auch am Tag des Streiks Mehrarbeit notwendig war. Die Kollegen die sich am Streik beteiligten und nach Beendigung des Streiks die Arbeit wieder aufnahmen, erhielten keine.

    Der Arbeitgeber möchte diese Kollegen auch unter keinen Umständen berücksichtigen.

    So aus dem Bauch heraus bin ich geneigt zu sagen, dass das geht. Ich denke da, an die in der Gastronomie z.B. üblichen "Freiessen", die aber nur der erhält, der auch eine Schicht arbeitet.

    Ich sehe es in gewisser Weise genauso, nur berufen sich die gewerkschaftlich organisierten MA jetzt auf den § 75 BetrVG und verlangen Abhilfe.

    gilt auch hier der allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz wenn Nicht-Streikende Mitarbeiter am Tag des Streiks (nicht Ganztägig, nur 6 Stunden) eine Essenmarke erhalten, die am Streik Teilnehmenden davon jedoch ausgeschlossen werden?

    Darf der Arbeitgeber diese Unterscheidung vornehmen?