Beiträge von knueppelz

    Guten Morgen. Danke für das Interesse an meinem Kommentar.


    Wie möchte man sicherstellen das Informationen Rechtssicher an alle Mitarbeiter erfolgen wenn aufgrund von Kontaktbeschränkungen keine Betriebsversammlung durchgeführt werden kann?


    Wir lösen das Problem so in dem wir Regelmäßig über Intranettextbeiträge und bisher 2x über "Informationsveranstaltungen im Videoformat" die Mitarbeiter auf dem Laufenden halten, ebenso die Geschäftsleitung.


    Wie will man sicherstellen das keine externen Zugriff bekommen?

    Garnicht. Das kannst du auch bei hochoffiziellen Betriebsversammlungen digital mit Zugangscode etc nicht gewährleisten. Auch bei Präsenzveranstaltungen kannst du nicht sicher sein das nicht zufällig externe Dienstleister in der Halle stehen und zuhören.


    gruß

    Wir haben eine Videobotschaft ins Intranet gestellt, so kann sich jeder Mitarbeiter nach eigenem Ermessen unabhängig von Schichtmodellen informieren. Ab der zweiten Jahreshälfte werden wir wohl wieder Präsenzveranstaltungen durchführen.

    Zitat von Xolgrim

    "einzigster Malus: Verkürzung der Ruhezeit von 11 auf 9 Std" Das geht mit dem Arbeitseitgesetz nicht so ganz konform...

    Das war ein Kompomiss nach Absprache mit den Kollegen die die Rufbereitschaft durchführen. Die Herrschaften kommen nämlich auch gerne nach einer Ruhezeit von weniger als 4 Std. Das ArbZG sieht eine Verkürzung auf max. 1 Std vor. Irgentwo musste man sich einigen bzw begrenzen damit die Herren nicht durcharbeiten. Wer das nicht möchte kann auch die Ruhezeit von 11 Std einhalten, da ist jedem alles selbst überlassen. Natürlich sollte dann eine Info auf dem Einsatzbericht vermerkt werden wann der Kollege wiederkommt.

    gruß

    Rufbereitschaftsregel bei uns:

    Rufbereitschaft von Freitag bis Freitag.

    Vergütung im Bedarfsfall +27,6 %

    für jede angefangene Stunde voller Stundenlohn plus Mehrarbeitszuschlag 27,6%

    Zusätzlich für die Bereitschaft 31 € (Brutto) / Schicht

    Bei jedem Einsatz mindestens 3 Std. Zeitgutschrift (auch bei Kurzeinsätzen unter 1 std)

    Firmenwagen für die Dauer der Bereitschaft incl. Privater Nutzung

    einzigster Malus: Verkürzung der Ruhezeit von 11 auf 9 Std.

    gruß

    Hallo und Danke für eure Antworten.

    In der Tat ist der Organisationsgrad im Unternehmen mit etwas über 7% sehr gering, aber ich sehe das ähnlich wie Rasputin. Die Gewerkschaft sollte sich um ihre Mitglieder kümmern, egal ob nur 10 Personen Organisiert sind oder 99%.

    Die Kollegen im Gremium sehen das großteils so wie ich und stehen einer Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft sehr skeptisch gegenüber. Als man Ihren Rat brauchte wurden wir wie dumme Kinder links liegengelassen, wir haben uns selbst geholfen und sollen nun wieder die dummen sein.
    Gestern fand eine Demonstration vor dem Unternehmen statt. Leider wurde wieder polemisiert und Unwahre Behauptungen aufgestellt, auch Pressevertretern gegenüber. Glücklicherweise sieht ein grossteil der Belegschaft die Situation realistisch, und erkennt die Diskrepanz zwischen Gewerkschaftspropaganda und gelebter Realität. Entsprechen voll waren die Mülleimer im Eingangsbereich mit Flyern.

    Gerade in solchen Situationen für Minderheiten einzutreten wäre die beste Werbungsaktion für die Gewerkschaft gewesen.

    Der Weg wird sein ähnlich wie von BRinzessin angesprochen: Einfach die gute Arbeit fortsetzen und Gras über die Sache wachsen lassen.

    Ich persönlich finde den Gedanken hinter der Gewerkschaft löblich, aber die gelebte Realität zeigt mir das das Gewerkschaftsmodell im aussterben begriffen ist.


    Vielen Dank für eure Meinungen

    Hallo Liebe Kollegen,

    ich bin ein bischen zwischen den Stühlen und würde euren Rat sehr schätzen.

    Mein Problem:

    Vor ca. 15 Jahren wurde die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft einseitig von der zuständigen Gewerkschaft aufgekündigt. Auf Nachfrage des damaligen BRV wurde ihm mitgeteilt, das der Organisationsgrad in unserem Unternehmen zu gering sei, als das man sich mit uns beschäftigen wolle. (damals: rund 350 MA, 9er Gremium).
    Damit lebten wir auch ganz gut bis unserer AG Im Januar 2014 die Tarifbindung aufgekündigt hat. Es liegt ein Schriftstück vor, in dem die zuständige Gewerkschaft einer Zusammenarbeit mit der GL an einem Verbandshaustarifvertrag eine kategorische Absage erteilt hat. (aktuell ~650 MA, 11er Gremium)

    Nach Schulung durch einen externen Rechtanwalt haben wir dann die Rahmenbedingungen für Vergütung und Arbeitsbedingungen ausgehandelt.

    Das Ergebnis ist in Summe viel besser als der Tarifvertrag!!!

    Doch nun, mehr als ein halbes Jahr nach der Absage der Gewerkschaft, fängt diese an Terror zu machen. Zuerst wurden alle Organisierten in ein örtliches Gasthaus geladen um nachweisliche Unwahrheiten und Propaganda übelster Sorte zu verbreiten. Nach dem Einschreiten einiger organisierter BRM wurde die Veranstaltung mehr oder weniger abgebrochen. Danach wurden organisierte BRM direkt angeschrieben um BR Unterlagen an den Sekretär weiterzuleiten. Damit nicht genug wurde der BR auf der Internetseite angegriffen und verunglimpft. Als ob das Maß noch nicht voll genug wäre wurde eine Demonstration vor den Werkstoren des Unternehmens veranstaltet. Leider wurden wir davon überrascht, weder Belegschaft, noch BR, noch sonst ein Organisierter im Unternehmen wusste etwas davon.

    Versteht mich nicht falsch, ich bin durchaus dafür mit der Gewerkschaft vertrauensvoll zusammenzuarbeiten wie das BetrVG das so wünscht. Allerdings stehen die Vorzeichen nicht unbedingt gut.

    Persönlich bin ich da auch ein wenig befangen, da ich der Ansicht bin das die deutschen Gewerkschaften maßgeblich für die Nettoreallohnentwicklung der letzten 30 Jahre mitverantwortlich sind, da Ihre Gesellschaftspolitischen Aufgaben ernster genommen werden als die Tarifpolitischen. Dazu bekennt sich die Gewerkschaft zu den Prinzipien der Einheitsgewerkschaft, was ich allerdings nicht so als gelebte Praxis erkennen kann, so sehr ich mich auch bemühe.

    Ich würde nun von euch gerne wissen wie Ihr mit dieser Situation umgehen würdet.

    Danke für eure Zeit

    Hallo,

    Wir betreiben eine INTRAnet Seite, die von extern nicht aufgerufen werden kann mit einem Login für den internen Gebrauch. Dort stehen auch Anhörungen, Prämien und andere internas nur für den BR.

    Die Artikel die von jedem Mitarbeiter mit Intranetzugang aufgerufen werden können, kommen gut an.

    vielleicht wäre das eine Lösung

    gruß

    Hallo,

    dazu möchte anmerken das wir ab morgen ein Inhouse Seminar zum Thema haben. Danke an Whoepfner für die klare Antwort.

    Aber back 2 topic: Der Terror geht schon los. Ich habe den Kollegen heute über den Rücktritt der Kollegen informiert und Ihn gefragt ob er zur Verfügung stehe. Nach einer Ellenlangen Ansprache seinerseits gab es kein klares Nein und auch kein Ja. Wir als BR hätten die Inhouse Schulung solange zu verschieben bis er sich entschieden hat, und falls die Schulung wie geplant stattfindet ( und das wird sie ! ) würde er den BR verklagen. ( weswegen ist noch offen aber er würde schon was finden ).

    Bisher haben BR Sitzungen immer sehr gut funktioniert ohne Wortmeldungen und ohne jemanden ins Abseits stellen zu müssen. Also innerhalb des Gremiums sehr harmonisch. Wir sind alle keine Freunde von strammen Hierarchien, sondern das Miteinander wurde bisher gefördert und wenn 2 Meinungen aufeinanderprallen, konnten sie bisher in einer offenen Diskussion sachlich und vernünftig geklärt werden.

    Donnerstag ist die erste Sitzung mit Nachrücker, ich werde berichten (falls von Interesse)

    vielen Dank für eure Antworten,


    Ihr habt recht, es gibt keinen rechtlich vertretbaren Grund den Nachrücker nicht zu laden.

    Allerdings will ich niemanden vor unlösbare Aufgaben stellen um ihn dann so "loszuwerden". Finde ich nicht fair, will ja auch nicht das man das mit mir macht.

    Ich habe am WE drüber nachgedacht und werde nochmal mit Ihm sprechen und ihn unter 4 Augen bitten auf das Mandat zu verzichten oder sich an die Spielregeln zu halten.

    Sicherlich hat whoepfner recht das Haustarifvertragsverhandlungen nicht unbedingt in unser Ressort fallen, aber wir würde gern für den ein oder anderen Punkt gern einen Standpunkt erarbeiten, den wir gerne dabei hätten.

    eigtl. egal um welche Art Verhandlung es geht, jemand der alles torpediert, nur um des Störens willen, macht eine konzentrierte, professionelle Arbeit (die wir gerne leisten möchten) nicht unbedingt besser.

    in diesem Sinne schönen Wochenstart

    Hallo Kollegen,

    leider habe ich in der sufu nichts gefunden und auch sonst kann ich für mein Problem keine Lösung finden und deswegen erlaube ich mir hier um einen Rat zu fragen.

    Heute ist ein BR Mitglied wg persönlichen Gründen ( Nichtwählbarkeit wg. neuer Führungsposition) aus unserem 11er Gremium zurückgetreten. Dieser Schritt war absehbar und bereits vor Wochen brach im halben Gremium ein Sturm der Entrüstung los. Der Grund dafür ist das ein Kollege als nächster Nachrücker bereitsteht, der leider extrem polarisiert und vor Jahren bereits im BR für nichts als Unruhe gesorgt hat. Aktuell vergeht leider keine Woche in der sich nicht jemand bei mir über diesen Kollegen beschwert weil er sehr unkollegial und meines Erachtens für das Unternehmen nicht tragbar ist. Er hat noch 3 Jahre bis zur Rente bei 40 Jahren Betreibszugehörigkeit und in einem persönlichen Gespräch hat er mir erklärt, sein Ziel wäre eine bezahlte Freistellung bis zur Rente, was die GL aber ablehnt. Sein direkter Vorgesetzter greift leider nicht durch und ist auch sehr unglücklich mit dem Kollegen, traut sich aber nicht mögliche Arbeitsrechtiliche Konsequenzen durchzuziehen und in gemeinschaftlichen Runden mit der GL macht er auch immer wieder den Rückzieher.

    Nun mein Problem: mehrere BR Mitglieder haben mir gegenüber erklärt, falls ich den Nachrücker zur nächsten Sitzung laden sollte, das diese Personen sofort die Sitzung verlassen und ebenfalls austreten was eine Neuwahl zur Folge hätte. Das wäre ein GAU denn aktuell beraten wir über einen Haustarifvertrag da unser AG seinen Austritt aus dem Arbeitgeberverband erklärt hat.

    Wenn ich den Nachrücker lade, wird dieser jede Verhandlung mit der GL torpedieren und jede Sitzung unerträglich werden lassen, was er mir gegenüber auch ganz offen gesagt hat.

    Man erwartet nun von mir das Nachrücken des Kollegen zu verhindern. Ich sitze in einer Zwickmühle.

    Gibt es eine reguläre Möglichkeit einen Nachrücker zu verhindern?

    Habt Ihr evtl einen anderen guten Rat wie wir hier die Kuh vom Eis kriegen?

    kollegialen Gruß

    ja das hast du soweit richtig verstanden.

    die ehefrau sowie der anwalt haben sich für den kollegen eingesetzt. das unternehmen war bisher so kulant und hat den kollegen für insg 6 wochen teilweise unbezahlt und unter einbeziehung des kompletten jahresurlaubs freigestellt mit hinweis das er zu einem bestimmten termin wieder erscheinen muss. da er weiterhin in U-haft sitzt, konnte er nicht zur arbeit erscheinen was das unternehmen zum anlass nimmt ihm nun zu kündigen.

    Hallo liebe Kollegen,

    bisher konnte ich dank google, die suchfunktion und diesem Forum fast alle fragen auf knifflige probleme selbst herausfinden.

    in diesem fall jedoch bin ich auf eure kompetente hilfe angewiesen.

    der fall:

    ein kollege soll aktuell personenbedingt gekündigt werden. kündigungsgrund auf basis vergleichbarer abmahnungen ist sein nichterscheinen am arbeitsplatz. allerdings sitzt der betreffende kollege zur zeit in untersuchungshaft und ist nicht zu erreichen. laut personalabteilung gilt auch im unternehmen die unschuldsvermutung, die inhaftierung ist nicht kündigungsgrund.
    wie verhält es sich mit der anhörung des BR in diesem fall? ist seine ehefrau in diesem fall vertretungsberechtigt?
    wie sollten wir uns in diesem fall korrekt verhalten?

    vielen dank schonmal

    gruß