Beiträge von MichaelL

    Ok, mir ging es auch wesentlich darum die mitbestimmungspflichtigen Punkte zu sammeln. Das mit der arbeitsvertraglichen Aufgabe und einer entsprechenden Umsetzung ist mir jetzt noch gar nicht in den Sinn gekommen.


    Wir haben klipp und klar gesagt eine Zustimmung erfolgt nur für die Dauer der Pandemie. Jetzt geht es wirklich nur noch darum sich nicht veräppeln und abspeisen zu lassen.


    Dazu haben wir heute noch ein Gespräch und wenn da nichts produktives bei rumkommt, lassen wir unseren Rechtsverdreher ein entsprechendes Schriftstück aufsetzen ;)

    Uns gegenüber wurde diese Hotline zunächst als Jobsicherung "verkauft". Wir haben viele Außenmonteure, die jetzt ja nur eingeschränkt unterwegs sein können. Davon haben einige auch einen echt weiten Weg bis in die Firma. Grundsätzlich will man bei uns nur Leuten, die Risikogruppen angehören, Home Office gewähren. Damit eben die Leute mit den weiten Wegen nicht jeden Tag in die Firma kommen müssen wurde uns diese Hotline an Herz gelegt.


    Wir können dazu direkt ja keine BV abschließen, weil erstens der AG es nicht will und zweitens man uns ja keine Konzept vorlegt.


    Deshalb haben wir für die Dauer der Einschränkungen durch die Pandemie zugestimmt und gesagt, wenn diese Maßnahme fortgeführt werden soll dann nicht ohne Konzept und BV.

    Hallo,


    unser Costumer Service hat mit Beginn der Covid-19 Pandemie ein Hotline Telefon eingeführt. Diese Hotline läuft zentral über eine Software und eine APP, um eingehende Anrufe auf das Mobiltelefon eines Mitarbeiter umzuleiten. Der Anrufer ruft eine zentrale Nummer an und sieht auch wenn er angerufen wird nur diese zentrale Nummer. Hat sich kein Mitarbeiter auf die Nummer aufgeschaltet, läuft der Anruf an die zentrale Nummer auf einer Mailbox auf.

    Der Service wird angeboten von MO-FR 6:00 - 22:00.


    Wir als Betriebsrat hatten zuvor die bei geltende Arbeitszeit auf 6:00 - 22:00 ausgeweitet mit dem Hintergrund der Pandemie. Dadurch sollen Mitarbeiter in der Lage sein z.B. zeitversetzt zu arbeiten oder auch Kinderbetreuung zu ermöglichen. Dies gilt ausschließlich für die Arbeitszeit in den Büro - oder Produktionsräumen. Dazu haben wir auch für die Dauer der Pandemie ein entsprechende BV abgeschlossen. Darin sind alle derzeitigen Ausnahmeregelungen, was Arbeitszeit, Home Office, Überstunden, Zeitguthaben usw. angeht auf die Dauer der Pandemie begrenzt.


    Dem BR wurde bis jetzt weder ein Konzept noch das weitere Vorgehen nach Aufhebung alle Beschränkungen der Pandemie in Bezug auf diese Hotline vorgelegt und der AG verweigert jede detaillierte Aussage dazu.


    Wir als BR haben dieser Maßnahme für die Dauer der Pandemie zugestimmt, weil uns Arbeitsplatzverlust suggeriert wurde und weil wir ja der Ausweitung der Arbeitszeit zugestimmt haben.


    Uns wird aber wie gesagt kein Konzept in Bezug auf Bezahlung, Einteilung des Personals , Pausenzeiten etc. vorgelegt. Unsere Firma ist fast vollständig besetzt und es besteht unserer Ansicht nach keine Notwendigkeit einer solchen Maßnahme.


    Diese Maßnahme ist doch in mehreren Punkten voll mitbestimmungspflichtig - oder? Hat jemand generell Erfahrung mit einer Einführung von so einer Maßnahme? Wir sind ja generell nicht abgeneigt dies mit dem AG zu verhandeln, wenn uns entsprechend ein Konzept vorgelegt wird.

    Hat sich das eventuell von selbst erledigt, wenn wieder die normale Arbeitszeit von 7:00 - 6:00 gilt?


    Für einige hilfreiche Kommentare wäre ich Euch sehr dankbar!


    Micha

    Hallo,

    vielen Dank für Eure Antworten. Aufgrund der Fakten habe ich mich entschlossen mich für eine ordentliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses auszusprechen. Eine Weiterbeschäftigung ist in meinen Augen nicht möglich. Zum einen aus gesundheitlichen Gründen, zum anderen ist gar kein geeigneter Arbeitsplatz vorhanden...es sei denn wir kündigen einen anderen Schwerbehinderten, was ja auch nicht Sinn und Zweck ist.
    Außerdem denke ich es macht in diesem Fall keinen Sinn auf biegen und brechen auf eine Weiterbeschäftigung zu bestehen. Mir tut die Frau trotzdem leid :(

    Michael

    Hallo zusammen,

    als SBV in meinem Betrieb liegt mir eine Aufforderung zur Stellungnahme in einem Kündigungsschutzverfahren vor.

    Es soll eine ordentliche Kündigung wegen langer Krankheit gegenüber einen Schwerbehinderten Mitarbeiter ausgesprochen werden.

    Der Mitarbeiter ist seit mehr als drei Jahren durchgehend krank. Jetzt will der Chef ihm kündigen.
    Als Grund gibt er eine negative Prognose bezüglich der weiteren Arbeitsfähigkeit an, sowie die langanhaltende Arbeitsunfähigkeit.

    Kann ich ruhigen Gewissens dieser Kündigung zustimmen?

    Schon mal danke für Eure Antworten