Beiträge von AnKa T.1

    Zitat von Schrödi

    Als Wahlvorstansvorsitzender (ohne Schulung) bin ich jetzt etwas ratlos.

    Ich rate euch dringend, euch das BetrVG bezüglich der Wahl gewissenhaft durchzulesen, denn Fehler bei der Durchführung machen diese dann anfechtbar und damit ggf. ungültig (für eine Schulung scheint es ja schon etwas zu knapp zu sein)...

    Der DGB hat eine schöne Übersicht dazu erstellt und Du findest auch ihren Leitfaden zur Betriebsratswahl zum Download.

    http://www.dgb.de/themen/++co+…4c-11df-4677-00188b4dc422

    Viele Grüße

    AnKa

    Zitat von Moritz

    (ich empfehle zur "Erst-/Schnellbleiche" bei neuen Gremien üblicherweise ein Inhouse-Seminar)

    Inhouse-Seminar kann ich für den Start auch nur empfehlen. Ihr werdet am Anfang so viele Fragen haben, so was lässt sich am besten in kleinerer Runde klären.

    Schau mal hier, das ifb hat alles schon zusammengefasst für einen ersten Überblick

    https://www.ifb.de/neu-im-betriebsrat/

    Alles Gute und viel Erfolg bei eurer Arbeit.

    Also, ich kann das so nicht bestätigen, dass bei Personenwahl die Abteilungen mit den meisten Beschäftigten auch die meisten Sitze bekommen.

    Wir sind ein Produktionsbetrieb 75% Anteil Arbeiter, 25% Angestellte. Und trotzdem haben wir ein ausgewogenes Verhältnis, weil wir auch im Vorfeld der Wahl die KollegInnen aufgeklärt haben, dass es wichtig ist, über den Tellerrand zu schauen. Weil es auch nötig ist, das Wissen der einzelnen Abteilungen im Betriebsrat zu vereinen. (Und unter Umständen ganze Bänder stillstehen, weil alle zur Sitzung sind :lol: )

    Hallo zusammen,


    ich bin zwar im BR... aber nun schon ein 3/4 Jahr in Elternzeit und stehe leider etwas auf dem Schlauch... bin schon eine Weile raus aus dem ganzen Thema.. Zumal meine Freundin in einer Apotheke arbeitet - gar nicht mein Metier. Daher hoffe ich auf eure Hlfe.

    Folgendes:

    Sie hat eine neue Chefin und wird nun ohne Rücksicht auf Verluste eingeteilt. Samstags soll sie grundsätzlich arbeiten kommen. Jede Woche... als Ausgleich dafür kriegt sie einen Tag in der Woche frei.

    Sie fragt mich nun, ob das zulässig ist, jeden Samstag arbeiten zu müssen und als Ausgleich auch nie 2 Tage zusammenhängend frei zu haben. Die Ausgleichstage kriegt sie nicht etwa vorne oder hinteran gehängt. Sondern immer mal zwischendruch.


    Ihr Problem ist nämlich, dass sie ein kleines Kind hat und Kindergärten bekanntlich nicht samstags auf haben. Ihr Mann arbeitet auch im Einzelhandel... also kann der auch nicht einfach mal so einspringen...

    Hallo zusammen,


    wenn wir BV haben, gibt es eine Abteilung, bei der nicht alle Kollegen zur Versammlung gehen. Das machen sie aus freiem Willen.

    Jetzt wird das Firmentelefon auf die Apparate der Mitarbeiter umgestellt (denn die sind ja sowieso da), so dass Anrufer nicht auf dem Anrufbeantworter landen.

    Zukünftig wollen sich die MA der Abteilung weigern, diese Telefonate anzunehmen... ich habe nichts gefunden, was explizit besagt, dass der AGe ihnen auch andere Arbeiten für die Zeit der BV zuweisen kann. Und ans Gesetz halten sich die Kollegen ja erst mal: sie stellen ihre Arbeitsleistung zur Verfügung.

    Hat jemand eine Idee?? Darf das so angewiesen werden, dass sie für die Zeit der Versammlung auch etwas andere Arbeiten übernehmen müssen? Ich finde es absolut übertrieben von den Kollegen - sind nie da, aber die Verbesserungen des BR immer schön abgreifen :x

    Ich kenne das von der Freiwilligen Feuerwehr her... da gibt es manch findige Schneider, die machen aus zwei Jacken dann eine... vielleicht wäre das auch eine Option?!?

    Die örtlichen Ausstatter für Arbeitskleidung kennen sich da bestimmt aus, ob bei euch in der Nähe so etwas machbar wäre. Es wird m.E. so oder so auf eine Sonderanfertigung hinauslaufen.

    Hallo Brösel,


    nein, der Stimmzettel wird dadurch nicht ungültig.


    Es gab hier schon mal eine erschöpfende Diskussion dazu, ob der Umschlag zugeklebt werden muss oder nicht. Ich hoffe, das hilfr Dir weiter:

    http://www.betriebsrat.de/port…/zukleben-989/page/2.html

    Hier noch mal ein anderer Link: http://www.business-netz.com/B…swahl-ohne-Wahlumschlaege

    Das bedeutet: der Umschlag muss nicht zugeklebt werden. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn es gemacht wird. Macht halt nur mehr Arbeit beim Auszählen.

    Zitat von Kokomiko:

    1. Es ist sicherlich nicht verkehrt, eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft einzubinden. Aber ich glaube kaum, dass ihr bei der Betriebsgröße viel Unterstützung erfahren werdet; selbst bei hohem Organisationsgrad ist nicht davon auszugehen.

    Ich kann Koko soweit nur zustimmen.

    Zum Thema Gewerkschaft möchte ich noch ergänzen: je kleiner die Gewerkschaft, umso stärker wird sie sich auch um kleinerer Betriebe kümmern. Pauschalisiert lässt sich nämlich nicht unbedingt sagen, dass die einen kaum unterstützen.

    Vielleicht habt ihr ja sogar aufgrund der Betriebsart eine Wahlmöglichkeit (kommt bisweilen vor, dass auch mehrere Gewerkschaften zuständig sein könnten), welche Gew. euch betreut - dann empfehle ich, mal bei allen vorzufühlen, wer euch am besten unterstützt.

    Ich glaube, was Du meinst, ist § 5 (3) BUrlG.

    "Hat der Arbeitnehmer im Falle des Absatzes 1 Buchstabe c bereits Urlaub über den ihm zustehenden Umfang hinaus erhalten, so kann das dafür gezahlte Urlaubsentgelt nicht zurückgefordert werden".

    Ich würde das so deuten: Pech gehabt, lieber Arbeitgeber. Der zusätzliche Tag hätte ihm ja gar nicht gewährt werden dürfen.


    Dazu steht auch was im Erfurter Kommentar, 13. Auflage 250 BUrlG c) RN 18+19.

    Zitat von mmx:

    Das ist allerdings problematisch: Der Betrieb hat eine hohe Fluktuation, einen großen Anteil ungelernter Arbeitnehmer und daher auch kaum Gewerkschaftszugehörige in seinen Reihen. Daher sind wir, wie es mir scheint, weitestgehend auf uns allein gestellt.

    Das ist zunächst erst mal egal... wenn ihr deren Unterstützung braucht - und diese Hilfe anzunehmen, dazu kann ich nur raten - dann müssten einige von euch Gewillten der Gewerkschaft beitreten und sie helfen euch.

    Aber eins müsste geklärt werden. Wenn vom Wahlvorstand die Briefwahl nicht für Elternzeitler pauschal beschlossen werden dürfte: Wie bitteschön soll z.B. jemand in Elternzeit davon Kenntnis erlangen, dass BR-Wahlen sind und woher kennt er die Frist, bis wann Briefwahl beantragt werden kann???

    Aus welcher Perspektive blickst Du? Steht die Wahl noch kurz bevor oder habt ihr schon gewählt?


    Es ist erstmal vollkommen egal, welche Reihenfolge ihr nehmt. Das ist der Liste selbst überlassen. Es ist auch kein zwingender Wechsel Frau/ Mann vorgegeben. Alles eure Entscheidungsfreiheit.

    Taktisch klug wäre es, das Minderheitengeschlecht nicht zu weit hinten zu positionieren, da es sonst tatsächlich dazu kommen kann, dass die gegnerische Liste durch das MH-Geschlecht in den BR "rutscht"...

    Zitat von RoterZwerg

    Müssen wir alles nochmla komplett von neu anfangen (Betreibsversammlng neue Wählerliste, Kanditatenliste neu erstellen usw.) oder reicht es das Wahlausschreiben neu aufzulegen alle Mitarbeiter daruaf hinweisen und aushängen?

    Und wie sieht es mit den Fristen und der Termine aus normaler weise müsste sich jetzt alles verschieben? Die eigentlich wahl fällt auf den nächsten Dienstag wird sie jetzt auf den donnerstag verschoben bei heutiger Bekanntmachung des neuen Wahlauschreibens? oder wie wäre jetzt ein ordnungsgemäßer Ablauf? brauche dringenden nen Rat und hoffe mein Problem ist einigermaßen verstädnlcih :)?

    Ich habe den Begriff "Fehler Wahlausschreiben" mal schnell über Google gejagt, da meine Zeit im Wahlvorstand nun auch schon wieder ein paar Tage her ist. Und mein Gefühl hat sich bestätigt, denn ich habe folgendes gefunden:

    (Es ist aus der Seite eines anderen Seminaranbieters, sorry :oops: ) 3. Was, wenn das Wahlausschreiben fehlerhaft ist?

    Wer das Wahlausschreiben einmal gelesen hat, vertraut darauf, dass es nicht geändert werde. Deshalb dürfen Sie nur offensichtliche Fehler, also Schreibfehler oder Zahlendreher, nachträglich korrigieren oder eine Information, die offensichtlich fehlt, nachtragen. Die Korrekturen sind zu markieren.

    Alle anderen Fehler (z. B. falscher Termin für die Stimmabgabe, falsche Zahl von Betriebsratsmitgliedern, falsche Geschlechterquote) dürfen nicht korrigiert werden. Vielmehr müssten Sie die laufende Wahl abbrechen und erneut ausschreiben.

    http://www.poko.de/Betriebsrat/BR-Wahl/Das-Wahlausschreiben

    Die letzte Fettung im Ausschnitt ist von mir. Fazit: Also, euer Wahlausschreiben ist offensichtlich ungültig - d.h. die Wahl wäre anfechtbar, würdet ihr jetzt stillschweigend weitermachen.

    Das wird also nichts, mit eurer Wahl nächste Woche. Ihr müsst die Wahl komplett neu einleiten.