Beiträge von AnKa T.1

    Will euch noch auf dem Laufenden halten, wie es mit unserem Raum weitergeht.

    Das Rauchen wird in diesem Raum in Kürze untersagt. Der Raum wird renoviert (man könnte auch sagen: entkontaminiert... falls es das Wort überhaupt gibt).

    Als Ersatz für den Wegfall des Raumes wird draußen ein Raucherunterstand eingerichtet - wir finden, das ist eine prima Lösung :D

    Ich gebe Koko und Winfried vollkommen Recht.

    Der Tarifvorbehalt § 77.3 BetrVG besagt doch ausdrücklich:

    (3) Arbeitsentgelte und sonstige Arbeitsbedingungen, die durch Tarifvertrag
    geregelt sind oder üblicherweise geregelt werden, können nicht Gegenstand einer
    Betriebsvereinbarung sein. Dies gilt nicht, wenn ein Tarifvertrag den Abschluss
    ergänzender Betriebsvereinbarungen ausdrücklich zulässt.

    Das gilt auch also für Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind...

    Ich rate dir, dich umfassend beraten zu lassen. Es ist unter Umständen möglich, dass ihr ein MBR nach §87.1 Ziffer 10 BetrVG habt. Aber wir sind hier keine Juristen. Wie meine "Vorredner" schon bemerkt haben, bewegt ihr euch da auf sehr sehr dünnem Eis. Wie weit ihr gehen könnt und was ihr vereinbaren könnt, sollte euch ein Anwalt und/oder Gewerkschaftssekretär sagen.

    Hallo zusammen,

    ich wurde von unseren Reinigungskräften angesprochen. Sie haben als Nichtraucher massive Probleme damit, den Raucher-Pausenraum zu reinigen. Einer hat sogar eine Bronchitis und kämpft immer wieder mit Reizhusten aufgrund dessen.

    Ich wurde nun gefragt, was die Kollegen machen können, dass sie den Raum nicht mehr reinigen müssen. Sind auch alles NR, so dass man es nicht auf einen Raucher "abwälzen" könnte.


    Mir fiel als einziges eins, dass sie ein Attest vorlegen könnten, mit dem sie vom Betreten dieses Raumes befreit werden könnten... aber ich habe nicht so wirklich was gefunden im I-Net (Nichtraucherschutzgesetz hilft ja auch nicht wirklich weiter), vielleicht habe ich auch mit den falschen Begriffen gesucht, und hoffe nun auf eure Hilfe.

    Bei mir ging es so, wie Du unten schreibst. Ich konnte mich nach der Einführung des neuen Forums nicht mehr einloggen. E-Mail-Addi angegeben und neues PW bekommen, ganz problemlos.

    Das sollte also eigentlich funktionieren...

    Ach Du meine Güte, was für ein A**** :shock:


    Empfehle, analog Koko, die Einigungsstelle anzurufen und das Ganze dort klären zu lassen. Vielleicht öffnen ihm wirklich erste diese Zusatzkosten die Augen.

    Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie es weitergeht. Das ist ja ein richtiger BR-Krimi!!!

    Ich habe mir gerade überlegt: habt ihr denn Annehmlichkeiten, die vielleicht nicht so ganz in Ordnung sind?!?

    Wenn ihr euch nichts vorzuwerfen habt, dann sagt das auch - und das ihr euch an die Gesetze haltet. Gequatscht und spekuliert wird doch ohnehin immer mal... das könnt ihr leider nicht ändern.

    Die Erfahrung lehrt mir, dass da in der Belegschaft oft etwas durcheinander gebracht wird - oftmals wird BR gleichbedeutend mit Gewerkschaft angesehen. Da hilft oftmals nicht mal die regelmäßige Aufklärung, dass dies nicht das Gleiche ist.

    Ich würde empfehlen, darauf hinzuweisen, dass der Fall BMW sicherlich ein Ausnahmefall ist und nicht der Realität im eigenen Unternehmen entspricht. Und man aus der Berichterstattung auch nicht entnehmen kann, was nun Wahrheit und was Meinungsmache ist.

    Nachdem ich nun schon fast zwei Jahre hier immer nur mitlese, habe ich mich doch entschlossen, ein Profil anzulegen... bin BRV eines 9er Gremiums und nun auch schon ein paar Järchen dabei :)

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    Wenn der Kollege den BR aufsuchen möchte, ist es unerheblich, ob der BR gerade Sitzung hat - deswegen könnt ihr das einplanen. Das bietet sich gerade zu an, wenn ihr das Thema umfassend ist. So muss man den Sachverhalt nicht erst aufnehmen und später den BR-Kollegen extra erläutern. Und auch Rückfragen an den Kollegen/ die Kollegin sind so einfacher zu bewerkstelligen - er/ sie ist ja schon da :)


    Hierzu ein Auszug der igmetall: http://netkey40.igmetall.de/ho…zumbetriebsratgehen.html:

    Können Kolleginnen und Kollegen zum Betriebsrat gehen?

    Besuche durch Beschäftigte

    Neben der Möglichkeit des Betriebsrates (BR) die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz aufzusuchen, haben auch die Beschäftigten das Recht den BR von sich aus in Anspruch zu nehmen und aufzusuchen. Das ergibt sich aus den verschiedenen Rechten, die Arbeitnehmer/innen aus dem Betriebsverfassungsgesetzt (BetrVG) erhalten (z.B. Recht Anregungen an den BR zu richten - § 80 Abs. Nr.3 BetrVG, Hinzuziehungsrecht bei Einsicht in die Personalakte - § 83 Abs.1 BetrVG, Hinzuziehungsrecht bei Beschwerden - § 84 Abs.1, Beschwerderecht beim BR § 85 Abs.1 BetrVG Vorschlagsrecht § 86a BetrVG, Anhörung durch den BR nach §§ 99 und 102 BetrVG).

    Um die Rechte aus dem BetrVG wahrnehmen zu können, müssen Arbeitnehmer/innen den BR jederzeit aufsuchen und in Anspruch nehmen können. Neben dem Besuch der in §39 BetrVG erwähnten Sprechstunden, kann deshalb jede/r Beschäftigte/r den BR wegen eines Anliegens während der Arbeitszeit aufsuchen. Dazu muss sich der/die Beschäftigte lediglich beim betrieblichen Vorgesetzten abmelden und nach der Rückkehr wieder anmelden. Der/die Beschäftigte hat natürlich auf die betrieblichen Belange Rücksicht zu nehmen und sollte den Betriebsablauf nicht unnötig zu stören. Eine Begründung muss dem Vorgesetzten nicht gegeben werden, es genügt, sich auf sein Recht der Inanspruchnahme des BR zu berufen. Während des Besuchs des BR darf den Beschäftigten gem. §39 Abs. 3 BetrVG das Arbeitsentgelt nicht gekürzt werden. Sie sind auch weiter durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, z.B. auf dem Weg zum BR und zurück.

    Ich denke schon, dass Frauen eine andere BR-Arbeit leisten. Wir sind -oft, aber nicht immer- mehr auf Konsens bedacht und mögen uns nicht gleich immer streiten ;) was aber natürlich manchmal sein muss :twisted:

    Im Übrigen kann es auch, um mal ein anderes Beispiel zu geben, in einem Betrieb mit 25% Frauenanteil so sein, dass BRV+Stellv. weiblich sind - während sich die Männer im Gremium doch lieber im Hintergrund halten. Ich denke, dass ist wirklich auch total unterschiedlich. Unsere "Jungs" trauen sich z.B. den Umgang mit PC nicht so zu...

    Ich stimme Winfried zu... dieses Unterforum ist so gut angenommen, man braucht es UNBEDINGT ;)

    Vielleicht war dieses Forum gedacht, sich über frauenspezifische Themen der BR-Arbeit auszutauschen. Da aber Elternzeit, flexible AZ, manchmal auch Teilzeitarbeit usw. glücklicherweise inzwischen auch Männerthemen geworden sind... hat es vielleicht nicht die erwartete Bedeutung.

    Hallo Jumper,

    Du hast das richtig erkannt: das deine Anhörungsfrist in den Dezember einläuft und damit die 6-monatige Wartefrist für den Kollegen - und damit der Kündigungschutz - erfüllt ist. Deswegen wäre das Nicht-reagieren eine gute Möglichkeit, euren Kollegen in den KSch zu bekommen...

    Vielleicht ist ja auch die Anhörung unvollständig. Dann müsst ihr die fehlenden Angaben nachfordern... und die Frist verlängert sich entsprechend.

    @ Kokomiko: Probezeit ist auch eine 1-Jahres-Verträgen leider mehr als üblich. RA empfehlen es in diversen Ratgebern für AGe sogar ausdrücklich... (Wenn sich Chefs sonst immer alles so gut merken würden wie die Dinge, die zu ihrem Vorteil sind ;) )

    Viele Grüße,

    AnKa

    Im aktuellen Heft AiB (Arbeitsrecht im Betrieb, Heft 11/2012) findet sich ein sehr interessanter Beitrag zu diesem Thema. Zu finden auf S. 636.

    Titel: Problem erkannt Dr. Rüdiger Helm, Regina Bell, Dr. Pelin Ögüt und Michael Schubert begründen, warum Betriebsratsmitglieder Anspruch auf Entfristung ihres Arbeitsverhältnisses haben können.

    Hallo Selima,

    wie Winfried schon schrieb, schreit das förmlich nach einer BV.

    Wir kennen die Argumentation auch: "Aber das war doch vorher auch schon immer so!" Hier heißt es, standhaft zu bleiben und freundlich mit dem BetrVG zu winken. ;)

    Zitat von Laflaae:

    Ja du hast recht, aber dazu braucht man genug Gewerkschaftler sonst sagt auch die Gewerkschaft winke winke und der BR steht alleine da.

    Wie soll denn ein Gewerkschafter auch Argumente finden, wenn nur eine Handvoll der KollegInnen in seiner Gewerkschaft sind?? Das hat schon seine Gründe - weil er sonst kaum Druckmittel hat.


    loeffelpaula: Frage doch mal nach, ob deine Gewerkschaft ein Werberseminar anbietet? Hat uns damals sehr geholfen. Wir haben unseren Anteil durch gute Werbung und gute Argumente auch auf über 50% heben können 8)

    Zur rechtlichen Lage, ob das so möglich ist, kann ich keine Aussage machen. Vom Gefühl geleitet, würde ich mich Siegbert anschließen. Könnte mir vorstellen, dass es ähnlich einer Meisterschule ist, die ja auch als Block innerhalb weniger Monate absolviert werden kann.

    Auf jeden Fall sollte so eine "Auszeit" und die Rückkehr nach erfolgreicher Ausbildung schriftlich festgehalten werden, damit der Kollege danach wirklich wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann.

    Danke Whoepfner für die Info. Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Selbstverständlich haben wir gewisse Dinge durch Beschlüsse geregelt... nur dass die dann den Charakter einer GO haben, war mir nicht bewusst.


    Wir haben erst seit nicht ganz 2 Jahren einen BR und trotz Schulungen und Austausch mit anderen Betriebsräten sind einige Begriffe und Vorgehensweisen für uns immer noch bömische Dörfer. Denn insbesondere der Aufbau eines neuen Gremiums und das Durchblick behalten im real existierenden Wahnsinn ist immer schwierig. Da sind die alten Hasen klar im Vorteil...

    Großes Lob für das freundliche Anstupsen hin und wieder :)