Beiträge von Lexipedia

    Zitat von klausklaus

    Wen die Gesetze gültig sind reicht es doch wenn die Arbeitnehmer informiert werden

    Ja, dass stimmt. Aber der AG will dadurch nachweisen, dass er dich informiert und geschult hat. Das hat etwas mit seiner Haftung zu tun. Somit kann er sich (teilweise) bei Verstössen sich selbst aus der Haftung herausnehmen bzw. seine Haftung begrenzen.

    Es gibt einen Spruch in vielen Bereichen: "Eine nicht dokumentierte Schulung ist eine nicht durchgeführte Schulung!"

    Zitat von EDDF001

    und ehrlich gesagt bin ich auch etwas überrascht dass dazu mehr Regelungsaufwand erforderlich sein sollte als für ältere Software.

    Ein ganz, ganz heikles Thema. Mit jedem Update kommen/können neue Funktionen dazukommen. Alte fallen weg. Wenn ihr alles genau nehmen wollt müsstet ihr nach fast jedem Update eine neue BV ausarbeiten und diese auch überwachen. Da kommt ihr nicht hinterher...

    Außerdem gibt es deaktivierte Tool die nach einem Update wieder - ohne ein zutun von der IT - wieder aktiviert werden. Hier ist die Datenkrake Delve zu nennen. Das ist eine riesige Datenkrake. Googlet mal und informiert euch. Das Tool wäre nach deutschen BetrVG und der DSGVO verboten. Trotzdem läuft es im Hintergrund. Bei einem Seminar zu diesem Thema ist mir so etwas von die Halskrause geplatzt...

    Es gibt aber immer eine vorläufige GuV. Bei uns sind zurzeit die Wirtschaftsprüfer und überprüfen diese. Es können sich zwar marginale Unterschiede ergeben, aber grundsätzlich ist die GuV fertig.

    Ich nehme mir mal etwas Zeit und gebe dir ein paar (ab und zu auch nicht ernst gemeinte) Antworten:

    1.Warum sollte man Betriebsrat werden?

    Masochistische Veranlagung, Helfersyndrom, Gerechtigtkeitssinn, Kündigungsschutz, Herankommen an Infos die man sonst nicht bekommt.

    2.Was macht einen Betriebsrat aus?

    (Betriebsrat = Gremium! sonst Betriebsratsmitglied!)

    3.In welchen Fällen wenden sich Mitarbeiter meistens an den Betriebsrat?

    Infos, Hilfe, Ratschläge

    4.Wann und wo kann der Betriebsrat meistens helfen?

    Fast alles! Auch über das SGB und BetrVG hinweg.

    5.Sind Betriebsräte Retter in letzter Sekunde oder Co-Manager?

    Weder noch. Betriebsräte sollten so früh wie möglich eingeschaltet werden. Retter in letzter Sekunde können sie nicht sein. Da ist alles oft schon zu spät. Co-Manager sind sie nicht. Eher Berater und Unterstützer

    6.Betriebsräte, eine soziale Elite?

    Nein.

    7.Reden Betriebsräte über ihr eigenes Einkommen, mit dem Vorgesetzten?
    (Betriebsrat = Gremium! sonst Betriebsratsmitglied!)

    8.Wann ist ein Betriebsrat erfolgreich, Ihrer Meinung nach?

    Ein BR ist solange erfolgreich wie der AG ihn nich lobt.

    9.Was hat sich an der Arbeit eines Betriebsrates in den letzten Jahren geändert?

    Die beratungsresistenten Mitarbeiter nehmen zu! Besonders die Jungen. Kennen alle Rechte aber keine Pflichten.

    Sonst ist es wie Whoepfner schon schrieb. Außerden gibt es für jede Antwort zig mal tiefengehende Fragen.

    @Elbaroado

    Siehe da! Der Meister hat seine Hausaufgaben gemacht und alles notiert. Was hat der Mitarbeiter gemacht nichts, nada, niente...

    In ein paar Beiträgen vorher hat jemand anderes und ich geschrieben, dass das wie das Hornberger Schießen ausgehen wird und leider hatten wir recht.

    Was macht die Personalabteilung? Bei dem was du geschrieben hat nichts positives für den Kollegen. Es könnte sogar eine Abmahnung evtl. für ihn herausspringen... Aber dafür kennen wir die Sachlage nicht.

    Das "Decken" des Meisters von Anfang an war verkehrt. Der hat jetzt eine reine Weste.

    Ich gebe euch den Tipp. Verrennt euch nicht...

    Nachdem ich mir die ganzen Beiträge nochmals durchgelesen habe habe ich den Fall für mich als BR mal durchgespielt und mit einem Fall bei uns verglichen. Hier wurde die Vorgeschichte von den Kollegen in der Abteilung gedeckt.
    Fazit: bisher immer gedeckt worden - keine Zeugen - bisher eine weiße Weste (=keine Einträge in der Personalakte) - das geht aus wie das Hornberger Schießen!!!

    Leider!

    Der Angriff auf der Firmenfeier hätte sofort Konzequenzen haben müssen. Wie Abmahnung usw. So wird hier Aussage gegen Aussage stehen.

    Es wird immer wieder der Fehler gemacht solche Personen zu decken. Vorm Arbeitsgericht wird so eine Kündigung nicht durchgehen!

    iwan

    Du hast den Tarifvertrag Chemie in NRW hier aufgeführt. Das ist vollkommen falsch. Es handelt sich um einen Energieversorger in Bayern.

    https://www.boeckler.de/wsi-tarifarchiv_4829.htm

    http://www.boeckler.de/pdf/p_t…ergiewirtschaft_2018.xlsx

    Zitat von Der Nordfriese

    Die Unterlages des BEM gehören nicht offen in die Personalakte.

    Das ist eigentlich die wichtigste Aussage bisher. Ein BEM-Verfahren unterliegt einem besonderen Datenschutz. Nicht jeder darf hier die Unterlagen eines solchen Verfahrens einsehen. Die Personalakte ist ein absolutes NoGo!

    Laut Böckler sollte manin einer BV mit einem "Vernichtungsdatum" der BEM-Unterlagen vereinbaren. Ein gesetzliches Verfalldatum ist mir nicht bekannt.

    Warum müssen sich Schwerbehinderte für den Nachteilsausgleich rechtfertigen?

    Bei uns ist das kein Problem. Deshalb sehe ich bei euch im Betrieb generell den Fehler. Hier gibt es sehr viel Arbeit, um die Kolleginnen und Kollegen zu erklären warum es den Nachteilsausgleich gibt.

    Außerdem wie willst du es erklären, dass eine Kollegin oder ein Kollege eine Woche mehr Urlaub hat?

    Manchmal ist es auch ratsam, dass die Kolleginnen und Kollegen über die Schwerbehinderung bescheid wissen. Dann können Sie im Notfall schnell und richtig helfen. Meine Kolleginnen und Kollegen (natürlich nicht alle) sowie die Ersthelfer wissen was meine Schwerbehinderung ist und wissen was zu tun ist.

    Kann es sein, dass du noch nicht auf Semiare warst? Bevor du ein Faß aufmachst gehe da hin und schule dich ersteinmal.

    Wie Rabauke schon schreibt analysiert doch mal warum die Kollegen es nicht schaffen. Es gibt so viele Gründe dafür, dass die Kollegen es nicht schaffen können. Leider schreibst du nicht, ob du das gemacht hast oder nicht!

    PS: Ein Tipp noch am Rande. Dein Text im mittleren Absatz ist verdammt schwer zu verstehen. Es gibt nicht umsonst die Groß- und Kleinschreibung und die Zeichensetzung in Deutschland.

    Ich glaube jeder Betrieb hat so eine oder mehrere Personen.

    Wenn gute Argumentation nicht mehr reicht mache ich es genauso wie der Rabauke. Das Loch in der Wand ist nicht umsonst. Oder die Frage vor versammelter Mannschaft: Wenn hier alles so scheiße ist, warum bist du dann noch hier?

    Das hat bei einigen Dauernörglern geholfen! Aber bei den absolut beratungsresistenten Kollegen hilft nur eins: Nicht provozieren lassen. Sachlich bleiben. Notfalls mal einen Hinweis auf den Arbeitsmarkt geben (siehe oben). Es werden doch Fachkräfte gesucht...

    Ragtag

    Es besteht die Pflicht des Arbeitnehmers sich unverzüglich arbeitsunfähig beim Arbeitgeber zu melden. Das gilt auch für Folgeerkrankungen.

    Hier bedeutet es, dass am 26. Februar 2019 der Arzt hätte aufgesucht werden müssen und dem Arbeitgeber am gleichen Tag mitgeteilt werden muss, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlängert wird. Nicht erst am 28. Februar 2019!!! Das ist ein verstoß gegen die vertraglichen Nebenpflichten.

    Wenn in einer Abmahnung mehrere Positionen gerügt werden kann diese hinfällig werden, wenn ein Abmahngrund entfällt. Davor haben viele Arbeitgeber angst und schreiben deshalb mehrere oder einfach zu verschiedenen Tageszeiten geschrieben!

    Deine Freundin hat gegen die Anzeigepflicht (nicht die Nachweispflicht) verstoßen und somit einen großen Fehler begangen. Denn auch wenn sie länger ausfällt muss sie unverzüglich dem Arbeitgeber mitteilen wie lange die neue Arbeitsunfähigkeit dauert!

    Guckst du: https://www.arbeitsrechte.de/k…eim_Arbeitgeber_vorliegen

    Auch wenn ich eins aufs Maul bekomme:

    Der AG hat in der Zeit vor dem BR ein Rauchverbot (mit Ausnahme Raucherecke) auf dem ganzen Betriebsgelände erlassen. Dieses bedeutet auch auf dem Firmenparkplatz.

    Jedoch fällt das Rauchverbot unter der Mitbestimmung. Hier hat euer BR einen Fehler gemacht. Ihr habt keine BV zum Thema mit dem AG. Das solltet ihr schnell nachholen. Fordert ihn auf diese BV mit euch zu verhandeln.

    Moritz

    Was ist wenn neben dem Parkplatz eine Tanklager mit brennbare Flüssigkeiten wäre? So einfach ist das nicht...